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Zusammenfassung

Autor: Lilly
« am: 31 Mai 2011, 23:48:54 »

Danke ihr 2 für eure Erfahrungsberichte.

Mit Sicherheit sollte man mit einem Lächeln auf die schönen Zeiten zurückbleiben, doch wenn ich etwas noch nie verstanden habe, dann den Tod. Daher gelang es mir bei all den Erfahrungen die ich mit ihm gemacht habe, nie richtig damit umzugehen. Ihr kennt sicherlich die berühmte Taktik des alles in sich hereinfressens bis es irgendwann explodiert.

Die Depression ist eine Laune.. und so kommt sie immer wieder.. es ist eine Frage des Umgangs.. mal schafft man es und mal reißt es einen runter.

Bis vor kurzem zählte ich mich zu den Personen, die es geschafft haben, doch mittlerweile zweifel ich. Doch es ist eine Frage des Kampfwillens..also lassen wir uns überraschen.

Liebe Grüße an euch
Autor: Xaya
« am: 11 Mai 2011, 12:42:22 »

vor bisschen mehr als fünf jahren ist mein freund an leukämie verstorben. das war anfangs total schlimm für mich. ich hab mir trotzdem immer eingeredet, dass es besser für ihn war, da er sich am ende nur noch gequält hat. die chemo hat nicht mehr angeschlagen und sein immunsystem hat schlapp gemacht.
nach seinem tod hab ich mich monatelang verkrochen um irgendwie damit fertig zu werden. scheinbar hab ich einen weg gefunden. ich hab mich immer vor dem friedhof gedrückt und mittlerweile hab ich auch kein bedürfnis danach. bedeutet aber nicht, dass ich ihn vergessen habe. eher im gegenteil.
in der therapie hab ich noch nie drüber gesprochen und hab es doch gut überwunden. er ist ja auch nicht freiwillig gegangen und hat mich absichtlich im stich gelassen.

ich wünsche dir, dass du auch einen weg findest und mit dem verlust gut umgehen kannst.

schöne grüße
xaya
Autor: Fee
« am: 11 Mai 2011, 12:22:49 »

Liebe Lilly,

mein bester Freund,ist 2001 in meiner Whg. (habe ihn bis zuletzt gepflegt),in meinen Armen verstorben.

Es war und ist heute noch furchtbar für mich.Für ihn,war es "gut" so.Denn er quälte sich schon ewig,mit Aids und Krebs ab.Alles haben wir geschafft,wie wir es uns ,schon Jahre zuvor,vorgenommen hatten,wenn es soweit ist.Dass das dann auch so geklappt hat,war wiederum "schön".

Weisst Du,gegen das Wort verarbeiten,bin ich immer etwas allergisch.
Sowas bleibt und zwar mein restliches Leben lang.Noch heute,vermisse ich ihn gaaaaaaaanz furchtbar und das wird auch so bleiben.Was sich ändert ist,dass man zunehmend,mit Freude,auch auf die schönen,gemeinsamen Erlebnisse zurück blicken kann.

... und nicht jedesmal,muss ich inzwischen dabei weinen.

Das wünsche ich auch Dir
L.G. Fee
Autor: Lilly
« am: 29 April 2011, 18:53:50 »

Huhu,

vielen Lieben Dank für eure Worte.

Einen Gedenkplatz für meinen Freund habe ich bereits in meinem Zimmer eingerichtet. Das Problem war einfach nur, dass man nie richtige sagen konnte warum er gestorben ist ( seine Ehefrau hat ihm das Leben genommen, danach sich). Daher rührt auch meine Angst, dass diese offenen Fragen mich wieder zurückwerfen könnten.

Aber ich denke auch, dass wenn es wieder soweit sein sollte, ich zum einem Arzt gehen werde und vorerst mein Leben ohne genieße.

Schreiben tue ich auch sehr viel, in schweren Zeiten schreibe ich einen Brief an ihn, sehr beliebt sind bei mir einfach auch Gedichte um die Momente in Worte zu fassen.

Ich sage nochmal danke und wünsche euch ein schönen Wochenende.

Fühlt euch lieb gegrüßt
Autor: Adrenalinpur
« am: 13 April 2011, 23:34:44 »

Ich denke auch schreiben hilft. Schreib so ein Kladde voll mit eueren Erlebnissen was ihr geredet und erlebt habt, vergesse nie eure Zeit miteinander