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Allgemeines Nur-Ruhe Forum => Nur-Ruhe - Einfach nur Ruhe! => Thema gestartet von: Bubble am 24 November 2018, 21:29:41

Titel: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 24 November 2018, 21:29:41
Hallo bin neu hier, ich bin verzweifelt. Ich habe seit fast 3Jahren Depressionen. Statt das sie besser werden, werden sie schlimmer. So schlimm, das ich vor fast 2 Wochen, das erste mal Selbstmord Gedanken hatte.  Seit dem Denke ich oft daran, mir das Leben zu nehmen.war deswegen auch beim Therapeuten und was macht er, er ruft meinen Mann in der Arbeit an und sagt das ich Suizid Gedanken habe. Somit war Stress vorprogrammiert. Ich nehme Antidepressiva am Tag und in der Nacht, ab und zu Tavor. Beim Therapeuten bin ich auch schon lange und mache Tiefenpsychologie. Ich habe fast jeden Tag Depressionen und komme damit nicht mehr klar. Es ist verdamme schwer für mich, den Tag zu überstehen. Mein Herz schlägt schneller, Schwindlig, Panikattacken, Nadelstiche, ich kann nicht richtig essen, Denken funktioniert nicht, fühle mich schlapp, extrem weiche Knien  sie. Wie ein Virus. Meine Depressionen fing an: als es um meine Kinder ging. Mein kleiner ist in einer Sonderschule gekommen. Das war Hart für mich. Da er entwicklungsverzögert ist. Meine Grosse hat exostose ( Knochenkrankheit),Kündigung mit Eigenbedarf ( Wohnungssuche),Fahrschule, Stress mit 2 Freundinnen ( Freundschaft verloren). Ich fühle mich wie in einen Hamsterrad gefangen. Beim Therapeuten komm ich auch nicht weiter. In mir drinnen spüre ich wie ein Schmerz/ Schrei  oder irgend etwas was raus will. Ich bin verzweifelt und kann es auch nicht akzeptieren das ich Depressionen habe und komme damit nicht mehr klar. Wie kann ich das ändern? Was kann ich machen wenn eine Depression kommt? Ich versuche schon alles: lesen, baden, zocken, spazieren, googeln usw...aber nichts funktioniert. Meine Gedanken sind mit der Depression beschäftigt. Wenn ich Weinen möchte, muss ich mich auch verstecken, das mich mein 8Jähriger Sohn es nicht mitbekommt. Er würde sich nur Sorgen um mich machen. Er versteht es nicht. Meine Grosse weiss es und versucht ihren Bruder abzulenken. Sie ist aber auch nicht immer da. Ich möchte einfach das es aufhört. Normalerweise müsste ich Glücklich sein: Mann, Kinder, Job, Freunde, Dach über den Kopf, voller Kühlschrank alles. Ich fühle mich hilflos. Ich klammere mich an meine Kinder. Meine Grosse wird uns bald verlassen ( Ausbildung), mein Herz ist am zerbrechen. Ich kann nicht los lassen. Ich muss dazu sagen, das ich eine scheiss Kindheit hatte. Eltern sind bis heute noch Alkoholiker. Sie waren nicht für mich oder meinen Geschwistern da. Wir wurden mit Gürtel/ Schuhe geschlagen, keine Liebe, keine Unterstützung, fast nix zum essen,ich selber wurde ausgesetzt von meinen Vater, Klamotten solang getragen bis man gestunken hatte usw.... Ich möchte einfach keine DEPRESSIONEN oder SELBSTMORDGEDANKEN haben. Meine Kids brauchen verdammt noch mal mich. Kann mir jemand rat geben?
Das ist hier nur eine kurze Beschreibung.

Danke schön 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 25 November 2018, 08:24:26
Hallo Bubble!

Willkommen im Forum. Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Vielleicht hilft es dir dich mit anderen auszutauschen die nachfühlen können wie es dir geht. Außenstehende können das leider oft nicht wirklich nachvollziehen.

Wenn ich mir deine Zeilen so durchlese frage ich mich natürlich sofort, ob du die richtigen Medikamente bekommst. Sprich doch mal mit deinem Arzt darüber. Die falschen Pillen können eine Depression auch verschlimmern, wie ich am eigenen Leib erlebt habe. Das war furchtbar!
Eine tiefenpsychologische Therapie ist natürlich etwas sehr langwieriges, aber ich bin überzeugt, dass sie hilft.

Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist wenn du krampfhaft versuchst dein Problem vor deinem Sohn zu verstecken. Kinder haben meist ein sehr feines Gespür dafür wenn etwas nicht stimmt - und wenn man nicht ehrlich zu ihnen ist. Natürlich musst du behutsam vorgehen und ihm möglichst kindgerecht erklären, dass Mama einfach manchmal sehr traurig ist, es aber nicht an ihm liegt. Das ist ganz wichtig weil er sonst Schuldgefühle entwickeln könnte.  Jetzt wirst du wahrscheinlich denken, die hat leicht reden! Die weiß ja nicht wie mein Kind tickt. Natürlich kenne ich deinen Sohn nicht und ich weiß nicht wie schlimm seine Entwicklungsverzögerung ist, aber ich weiß wie schrecklich es für eine Mutter ist, wenn das Kind in die Förderschule gehen muss.


Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft!

Liebe Grüße
Fool
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 26 November 2018, 20:46:22
Hey, danke schön .
Es tut gut das mich jemand versteht.
Das mit meinen Sohnemann werde ich machen. Ich muss das tun, da ich mich nicht ständig verstecken möchte. Vielleicht versteht er es ja. Ich muss mich nur trauen, das zu sagen.

Mit meinen Therapeuten reden ich schon die ganze Zeit über,  irgendwie kommt es bei ihn nicht an. Ich muss dazu sagen, das ich mehr als 2 Jahre gebraucht habe mich zu öffnen.  Es ist verdammt schwer für mich gewesen  Bsp. Weinen.... seit dem ich die Selbstmordgedanken hatte, muss ich mich aller 2 bis 3 Tage telefonisch melden.

Bein Psychiater war ich vor fast 2 Wochen auch schon. Er hat gemeint, das er die Antidepressiva nicht weiter höher setzen darf. Citalopram 20mg und Mirtazepin 30 mg. Wenn es nicht besser wird, soll ich noch mal kommen, dann überlegt er sich was.  Was ich bekommen habe sind Tavor und Schlaftabletten. Ein Gespräch von 2 min. Toll.

Mit meiner Tochter wird es wahnsinnig schwer werden. Ich stehe ihr nicht im Weg und kann sie auch nicht aufhalten. Es ist nur das mein Herz am zerbrechen ist. Ich muss es lernen und das ist für mich noch ein weiter Weg.
Ich weiss nicht, wie ich die Depressionen akzeptieren kann. Es geht nicht in meinen Kopf. Mein Mann hat es akzeptiert und ich nicht. Soll ich zu mir selber sagen,  ja ich habe Depressionen???? Stehe ratlos dar.

Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Feli am 27 November 2018, 09:28:34
Soll ich zu mir selber sagen,  ja ich habe Depressionen???? Stehe ratlos dar.

Hallo Bubble, ja, genau das sollst Du machen. Wenn Du etwas anderes hättest, Krebs zb, müsstest Du dann nicht auch zu Dir sagen, ja, ich habe Krebs und tue alles um auf bestmögliche Weise damit umzugehen?

Lies doch mal auch die Beiträge in den neusten Gast-Threads durch, da sind richtig gute Tipps drin!

Viel Kraft für Dich!
lg
Feli
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 27 November 2018, 10:28:20
Mit meinen Therapeuten reden ich schon die ganze Zeit über,  irgendwie kommt es bei ihn nicht an. Ich muss dazu sagen, das ich mehr als 2 Jahre gebraucht habe mich zu öffnen.  Es ist verdammt schwer für mich gewesen  Bsp. Weinen.... seit dem ich die Selbstmordgedanken hatte, muss ich mich aller 2 bis 3 Tage telefonisch melden.


Hi Bubble!

Das verstehe ich total. Ich hab auch über zwei Jahre gebraucht bis ich mich so richtig auf die Therapie einlassen konnte. Als ich soweit war bin ich in eine Tagesklinik gegangen und das hat mir dann wirklich geholfen.

Mir erscheint es auch sehr wichtig die Depression zu akzeptieren. Sie ist ein Teil von dir und wird es vermutlich auch bleiben. Selbst wenn du wieder völlig gesund wirst und keinerlei Rückfälle bekommst, die Zeit wird dich prägen. Das ist aber vermutlich auch gar nicht so schlimm. Ich habe durch die Depression jedenfalls sehr viel gelernt, auf mich zu achten, mich an Kleinigkeiten zu freuen, gelassener zu werden.... usw.

Alles Gute!
Fool
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: tamute69 am 27 November 2018, 20:09:02
Hallo,

Das mit deinen Kindern kann ich verstehen, ich musste und bin immer noch am lernen meine Tochter los zu lassen.
Das mit der Klinik fände ich nicht schlecht. Sie können dich auch mit den Medikamenten einstellen. Mit dem akzeptieren
, und dem sich was gutes tun ist das so eine Sache. Wenn man in einer Depression steckt ist es schwer sich was gutes zu tun.
Ich selbst bin neun hier und suche Kontakt zu gleich gesinten.
Halte durch.
tamute 69
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 27 November 2018, 21:20:56
Danke schön für die lieben Antworten,

es ist schön, das man sich hier austauschen kann.
Wenn ich mal keine Depressionen habe, sehe ich die Situation anders. So wie ,das ich es schaffen kann. Wenn die Depressionen da sind ,bin ich hilflos. So wie jetzt.
3 Tage war alles gut und nun sind sie da. Warum? Weil ich mich wieder ausgenutzt fühle. Ich tue und mache alles jeden Recht aber keiner Dankt es mir. Ich bin auch so blöd und kann nicht, aus meinen Fehlern lernen. Es reicht mir jetzt.

Ich kann nicht mal so eben in einer Tagesklinik gehen. Ich bin selbstständig und arbeite von zu Hause aus. Und das ist gut so, für die aussen Welt, bin ich noch nicht gemacht. Wenn ich nicht arbeite, kann ich auch keine Beiträge zahlen oder Miete, essen usw. Wir brauchen ein zweites Gehalt. Im einer Klinik ist man doch min. 3- 6 Wochen. Wer würde auf meine Kids aufpassen? Mein Mann nicht. Er ist Koch und hat richtig blöde Arbeitszeiten. Ich weiss, das klingt nach einer Ausrede. Es hängt soviel daran. Ich würde gerne, das mit der Klinik probieren.
Ich versuche jetzt in eine Selbsthilfegruppe rein zu kommen. Das ist bei uns neu, von der Caritas. Da lerne ich auch Menschen mit Depressionen kennen. Da bin ich gespannt,  wenigstens bin ich nicht die einzige dort ,die nicht alle Tassen im Schrank hat( Spass).
 
Ich fühle mich gerade nur scheisse. Ich weiss, das mein Körper mir irgendetwas sagen will.
Den ganzen Tag über lenke ich mich ab und abends werde ich erschlagen von der Depression. Ich möchte einfach, ich sein. Ist das denn so schwer? Warum funktioniert mein Kopf nicht oder meine Seele?

Ich Frage mich immer, was muss sich bei mir ändern?
Wenn man mir was sagt, überlege ich solange und zerstückle alles, nehme alles zu ernst, beziehe alles auf mich. Wie kommt man aus so einen Teufelskreis raus?

MfG Bubble
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 27 November 2018, 22:27:27
 
Hallo Bubble,

auch hier nochmal: Herzlich willkommen im Forum!

Es freut mich, dass Dir der Austausch hier gut tut.


3 Tage war alles gut und nun sind sie da. Warum? Weil ich mich wieder ausgenutzt fühle. Ich tue und mache alles jeden Recht aber keiner Dankt es mir.

Erst heute hatte ich einen sehr ähnlichen Gedanken...

Du könntest versuchen, es beim nächsten Mal ganz bewusst NICHT zu tun. Wenn Du immer und jederzeit bemüht bist, den (vermeintlichen?) Erwartungen anderer gerecht zu werden, halten sie Deine Hilfsbereitschaft mittlerweile vielleicht für selbstverständlich, weil sie es nicht mehr anders kennen. Das ist traurig, aber viele Menschen sind nun mal so. Erst, wenn es wegfällt, wird ihnen bewusst, dass es eben NICHT selbstverständlich ist und dass es Wertschätzung verdient, was für sie getan wird.

Für andere da zu sein und zu helfen, wenn man kann, ist an sich ja eine durchaus positive Eigenschaft. Du musst nur aufpassen, dass Du Dich selbst dabei nicht vergisst und Deine eigenen Bedürfnisse nicht grundsätzlich denen Deiner Mitmenschen unterordnest. Du bist wichtig, also achte auch auf DICH!


Ich versuche jetzt in eine Selbsthilfegruppe rein zu kommen. Das ist bei uns neu, von der Caritas. Da lerne ich auch Menschen mit Depressionen kennen. Da bin ich gespannt,  wenigstens bin ich nicht die einzige dort ,die nicht alle Tassen im Schrank hat( Spass).

Sehr schön, das halte ich für eine gute Idee! Sofern Du nicht gerade akut kurz vorm Suizid stehst, ist eine Selbsthilfegruppe eine gute Möglichkeit, Dich mit Deiner Erkrankung auseinanderzusetzen und allgemein ein besseres, klareres Verständnis von (und für) Depressionen zu bekommen. Der direkte Austausch mit anderen Betroffenen kann (!) für manch einen sogar tatsächlich hilfreicher sein als eine Therapie, z.B. weil für sie viel wichtiger als eine Aufarbeitung der Vergangenheit ist, dass sie (endlich) von jemandem verstanden und angenommen werden, wie sie sind. Hängt davon ab, was mit einem los ist, wo es "hakt" und was man wirklich braucht usw.

Ich selbst habe mit Selbsthilfegruppen jedenfalls gute Erfahrungen gemacht.


Den ganzen Tag über lenke ich mich ab und abends werde ich erschlagen von der Depression. Ich möchte einfach, ich sein. Ist das denn so schwer? Warum funktioniert mein Kopf nicht oder meine Seele?

Hast Du Dir damit nicht schon selber die Antwort gegeben?

Du lenkst Dich so viel und so oft wie möglich von Deinen Gedanken ab. Und wenn das nicht mehr möglich ist, prasselt natürlich alles auf einmal in voller Härte auf Dich ein... Ein Mittelweg wäre sinnvoll, denke ich. So lange Du vor Dir wegrennst, wirst Du diese Gedanken und Gefühle nicht los. Sei achtsam und hör Dir zu, auch wenn es weh tut! Hör Deinem Schmerz, Deinem Kummer und Deinen Ängsten zu – dann hast Du auch die Möglichkeit, Dich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen sowie herauszufinden, was Dir fehlt.

Alles Liebe
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 28 November 2018, 18:52:45
Hey,
Kann mir jemand rat geben. Vor fast 3 Jahren, wo die Depressionen anfingen, habe ich in 3 Wochen 12 kg verloren. Und jetzt muss ich feststellen, das ich 6 kg wieder verloren habe.  Was heisst das jetzt? Ich esse Kleinigkeiten, da ich nicht soviel runter bekomme. Heisst das jetzt, ich stehe davor ,das es schlimmer wird? Ich mache mir gerade grosse Sorgen. Damals  lag ich 2 Wochen flach. Es macht mich gerade närrisch ohne ende.
Kann mir jemand Helfen?
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: tamute69 am 28 November 2018, 20:11:05
Hallo Bubble,
mir ist zu meiner letzten Antwort noch etwas eingefallen. Als ich vor Jahren in die Klinik war meine Tochter noch jung, und
ging in die Grundschule. Der Papa musste arbeiten, und auch mein Gehalt fiel aus. Wir haben von der Krankenkasse eine
Familiehilfe bekommen. Sie kam jeden Tag und hat den Haushalt gemacht und gekocht und auf unsere Tochter aufgepasst.
Ich weiß das es eine Eintscheidung ist die gut überlegt werden sollte.Was sagt dein Partner dazu?
Viele Grüße
tamute
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 28 November 2018, 20:27:36
Hallo tamute,
Mein Mann ist da gegen. Ich soll es so probieren.  Er ist nicht begeistert davon. Da die in der Klinik sowieso nicht viel machen, ausser Medikamente einstellen. Meinung von meinen Mann. Ist aber gut zu wissen mit der Haushaltshilfe. Das finanzielle ist nicht so leicht zu stemmen. Keine Arbeit =kein Geld= keine Krankenkassenbeiträge= keine Therapeuten Behandlungen. So schaut der Rattenschwanz aus. Oder ich muss meine Arbeit aufgeben und muss zum Arbeitsamt gehen. Da wird dann meine Krankenkasse übernommenen.  Aussage von der Krankenkasse.

An den anderen schreiber:
Ich habe kein Infekt oder irgend ein Darminfekt. Ich denke das, es die vielen Depressionen sind, die ich hinter einander habe. Das komische is nur, das ich Antidepressiva nehme. Da mals war es am Anfang gewesen.  Und jetzt?
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 29 November 2018, 06:24:56
Mein Mann ist da gegen. Ich soll es so probieren.  Er ist nicht begeistert davon. Da die in der Klinik sowieso nicht viel machen, ausser Medikamente einstellen. Meinung von meinen Mann.


Entschuldigung, aber wenn ich so etwas im 21. Jahrhundert noch lesen muss möchte ich am liebsten kotzen. Dein Mann ist sicher eine wichtige Person für dich, aber es ist DEIN Leben.

Wenn es medizinisch notwendig ist, dass du in eine Klinik gehst, was bitte hat dein Mann dann dazu zu sagen? Würdest du ihn auch fragen, wenn du einen komplizierten Beinbruch hättest, der operativ versorgt werden müsste?

(Nichts für ungut, aber das musste ich einfach mal sagen.)

Was das Inhaltliche seiner Aussage anbelangt: Selbst wenn die dich dort "nur" besser auf Medikamente einstellen würden, wäre doch schon viel gewonnen! Aber es ist ja nicht so als würde da bloß morgens und abends eine Schwester vorbeikommen, dir ein paar Pillen geben und das war's dann.
Ich habe zwar keine Erfahrung mit stationären Aufenthalten, aber die Zeit in der Tagesklinik habe ich als überaus intensiv erlebt. Nicht nur die diversen angebotenen Therapieformen empfand ich als hilfreich, sondern vor allem auch die "therapeutische Gemeinschaft" das Miteinander mit anderen Betroffenen. Zu wissen, dass man nicht allein ist. 

LG Fool
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 30 November 2018, 08:36:26
Hallo an alle, danke schön für die Antworten und Anregungen.

Leider sehen ich es immer zu spät, das ich ausgenutzt werde. Ich bin dann traurig und kann es nicht verstehen. Dann denke ich so lange darüber nach/ zerstückelt alles, das ich Depressionen bekomme. Ich weiss, selber Schuld. Leider habe ich nie gelernt, wie man mit so einer Situation umgeht. Oder wenn man zu mir die Meinung sagt. Da denke ich immer ,was bin ich für ein schlechter Mensch. Ich suche bei mir die Fehler.

Das mit meinen Mann: er findet, das ich Aufgegeben habe. Und so kennt er mich nicht. Ich weiss selber nicht, ob mir ein Klinik Aufenthalt gut tun würde.
Meine Hoffnung ist jetzt erst mal auf Ende Dezember gerichtet. Da habe ich seit 9.Jahren, mal 2 Wochen Urlaub. Da freue ich mich drauf. Ich werde auch mein Handy ausschalten. Ich bin doch selbstständig und arbeite mit Kindern zu Hause. ( süsse kleine Mäuse). Sie sind mein halt und meine Kinder. Sie sind der Grund warum ich aufstehe, lebe und Kämpfe. Daran halte ich fest. Die Konfrontation von den Eltern, machen einen fertig. Jetzt weiss ich, das die der Grund sind, das ich lernen muss damit umzugehen. Ich nehme mir immer gleich alles zu Herzen.

Hab aber noch eine Frage. Ich hatte gestern, während der Autofahrt eine Panikattacke. Echt nur eine kurze Strecke. Meine Grosse war da bei und ich meinte nur: Texte mich zu mit Antworten. Und ich musste laut Atmen. Ich war Angespannt, der Herz schlug ohne Ende, mit Schwindelgegühl. ( davor habe ich erfahren, das mich ein Kind verlässt). Deswegen war ich schon zuvor etwas traurig. Kann man was machen, wenn sowas während der Autofahrt passiert?
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 30 November 2018, 10:47:47
 
Ich hatte gestern, während der Autofahrt eine Panikattacke. Echt nur eine kurze Strecke. Meine Grosse war da bei und ich meinte nur: Texte mich zu mit Antworten. Und ich musste laut Atmen. Ich war Angespannt, der Herz schlug ohne Ende, mit Schwindelgegühl. ( davor habe ich erfahren, das mich ein Kind verlässt). Deswegen war ich schon zuvor etwas traurig. Kann man was machen, wenn sowas während der Autofahrt passiert?

Schwierig. Wahrscheinlich macht es Sinn, früher anzusetzen und nicht erst etwas zu unternehmen, wenn die Panikattacke schon da ist. Soll heißen: Strategien entwickeln, um es gar nicht so weit kommen zu lassen. In den meisten Fällen lassen sich solche Situationen vermeiden, allerdings muss man sich selbst dafür gut kennen und einschätzen können.

Damit meine ich, dass Du in Zukunft genau beobachten solltest, was bei Dir zu Panikattacken führt. Wenn Du die ungefähren Auslöser kennst, kannst Du dementsprechend handeln, Dich also z.B. nach Ereignis xyz (welches in ähnlicher Form evtl. schon mal Panik und hohe Anspannung ausgelöst hat oder einfach etwas Negatives in Dir antriggert) am besten gar nicht erst ins Auto setzen. Lieber erstmal nach innen horchen, achtsam für die eigenen Gefühle sein, aufkommenden emotionalen Stress abklingen lassen bzw. die Anspannung runterregulieren. Wichtig ist dabei, dass man sich nicht in Gedanken oder Spekulationen verliert, sondern klar im Hier und Jetzt bleibt.

Das ist nun nichts, was man von heute auf morgen lernt und sofort perfekt umsetzen kann, aber es gibt viele Übungen, durch die sich die Selbstwahrnehmung verbessern lässt und man achtsamer für sich und seine Gefühle wird; Methoden, mit denen man einen anderen / neuen Umgang mit solchen Situationen erlernen und trainieren kann; und natürlich eine Reihe von Skills, die man anwenden kann, wenn es akut ist.

Etwas ganz Simples, was vielen hilft, wenn innere Unruhe / Anspannung aufkommt (daraus kann ja durchaus eine Panikattacke entstehen bzw. beginnt sie meistens so): Ein Igelball / Massageball. Der ist klein und handlich und passt in jede Handtasche oder sogar Jackentasche. Wenn Du merkst, dass viele ungute Gefühle in Dir aufkommen und sich Druck aufbaut, nimmst Du Dir den Ball, drückst ihn fest mit einer Hand zusammen oder rollst damit über die Hand und den Arm o.ä.. Es könnte Dir helfen, bei Dir zu bleiben – eben im Hier und Jetzt – weil Du Deine Aufmerksamkeit darauf lenkst, was  in dem jeweiligen Moment wirklich passiert. Und davon abgesehen spürst Du Dich selbst besser und alles fühlt sich "realer" an. Es muss auch kein Igelball sein; genauso gut kannst Du einen kleinen Stein in der Hosentasche bei Dir tragen oder ein Gummiband am Handgelenk tragen und in entsprechenden Situationen mit der anderen Hand daran ziehen und es auf die Haut "flipsen" lassen. Das tut nicht wirklich weh, macht nichts "kaputt", aber Du spürst Dich und driftest eventuell nicht so schnell weg. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten (Skills), bei denen es eigentlich immer darum geht, die Sinne anzuregen.

Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag, ein paar Ideen zu sammeln: https://www.nur-ruhe.de/smf/index.php?topic=2541.msg172391#msg172391

Das Hilfreichste ist auf lange Sicht aber wohl tatsächlich die Sache mit der Achtsamkeit und der Selbstwahrnehmung sowie das Erlernen von Methoden zum Kanalisieren der Emotionen und zur Reduzierung der hohen inneren Anspannung.

Liebe Grüße
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 02 Dezember 2018, 18:02:22
Hallo, ich danke euch für die Anregungen,
Die werde ich machen.

Wie kann ich meine Psyche beeinflussen? Zur Zeit drehe ich durch. Ich habe das Gefühl, das mein Herz zu schnell schlägt,dazu habe ich einen hohen Puls ( 102 oder mein Rekord 121), Blutdruck ist normal . Ich war ca vor 6 . Monaten beim Herzspezialisten.  Er sagte, das alles ok ist. Es ist mal besser oder mal schlechter. Ich habe das bestimmt seit 2 Wochen. Jeden verfluchten Tag. Dazu kommen der Schwindel. Das ist ein scheiss.
Ich konzentriere mich schon darauf, selbst wenn ich mich ablenke. Bin richtig Ratlos und verzweifelt. Wenn ich zum Arzt gehen, sagt er mir wieder das alles ok ist.  Wie kann ich das ändern. Mein Mann wird verrückt von mir.

Ob das gut oder schlecht ist weiss ich nicht. Ich musste gestern Abend zum Therapeuten, da es mir überhaupt nicht gut ging. Ich habe seit Monaten mal mit meiner Mama gesprochen und hatte den Mut ,sie darauf anzusprechen, wegen unsere katastrophalen Kindheit.
Meine Mama sagte zu mir, das wo ich Ausgezogen bin, hatte sie Depressionen bekommen. Es zerbrach ihr das Herz, sie hatte  kein Kind mehr zu Hause. ( von 4 Kinder )
Ich habe meine Lehre begonnen und das 500 km entfernt.
Das mit der Depression wusste ich überhaupt nicht, sie hatte das niemanden gesagt. Sie hat soviel vergessen, die ganzen Schläge oder das wir geschlagen wurden usw.. Das Alkoholproblem wusste Sie.
Meine Mama meinte nur, sie hat vieles vergessen oder verdrängt. Und sie würde mir gerne helfen und kann es aber nicht. Da sie nicht weiss wie. Sie konnte uns auch nicht helfen wo wir noch Kinder waren. Es tat alles so weh. Sie hat alles verdrängt. Ich konnte das in den Moment nicht verstehen und für mich brach eine Welt zusammen. So sehr, das ich zum Therapeuten musste. Mein Therapeut meinte ,das es Zeit wurde, das ich ein wenig meine Mama verstehe, ihr Gefühle usw.
Die Depression war heftig aber jetzt sehe ich es anders. Meine Mama konnte nicht anders oder?

Es tut auch mal gut, so was aufzuschreiben. Hoffe nur es ist verständlich geschrieben. Bin gerade ein wenig wirr im Kopf.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 02 Dezember 2018, 18:28:38
 
Hallo Bubble,

das klingt überhaupt nicht wirr. Dennoch: Lass das Gespräch mit Deiner Mama erstmal sacken. Lass es in Ruhe auf Dich wirken und schau, was Du mit den neu gewonnenen Gedanken anfangen kannst. Wenn es Dich nicht ZU viel Kraft kostet, Du Dich bereit dazu fühlst und glaubst, dass es Dich weiterbringen könnte, weitere Gespräche mit Deiner Mutter zu führen, frag sie ruhig, ob sie ebenfalls Interesse daran hat. Dein Blickwinkel hat sich, wie Du sagst, ja schon durch dieses eine Gespräch ein wenig gewandelt. Das ist schön zu lesen! Vielleicht ist es ein Teil, der zur Aufarbeitung Deiner Kindheit beitragen könnte.

Den Ansatz von Deinem Therapeuten finde ich sinnvoll: "das es Zeit wurde, das ich ein wenig meine Mama verstehe, ihr Gefühle usw."

Das wäre auch für mich genau das gewesen, was ich gebraucht hätte, (bisher?) aber leider nicht möglich war. Wäre meine Mutter einsichtig, würde sie sich mir erklären und könnte ich ihr Verhalten verstehen, fiele es mir mit Sicherheit leichter, ihr irgendwann zu verzeihen, was ich damals alles erleben musste. Und genau das – das Verzeihen – ist in meinen Augen ein ganz wichtiger und notwendiger Schritt, um das Erlebte im Heute akzeptieren zu können und mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen.

Vielleicht ist es bei Dir ähnlich... (Kann ich natürlich überhaupt nicht beurteilen. Es ist nur so ein Gedanke, weil mich einige Deiner Zeilen an meine eigenen Gedanken von früher erinnert haben, ich also so eine Art Parallele darin sehe.)

Ich finde es gut, dass Du Deinen Therapeuten aufgesucht hast, denn ich weiß, wie schwer es ist, in solchen Momenten alleine "klarzukommen" bzw. mit seinen Gedanken allein fertigwerden zu müssen.

Liebe Grüße
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 03 Dezember 2018, 11:47:09
Was ist nur los mit mir?
Wird das alles vom Gehirn/ Gedanken gesteuert?
Ich fühle mich wie in einen Kreisel,der nicht aufhört zu drehen. Mein Blutdruck spinnt heute, mal zu hoch mal zu niedrig und mein Puls immer über 110 bis 117. Das ist doch nicht normal. Mir ist nur schwindlig. Wann hört das mal auf. Ich bekomme schon Angst.
Hilfe
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 03 Dezember 2018, 19:48:51
Es wird nicht besser, ich drehe innerlich durch.
Hab heute mit Muskelentspannung nach Jacobson angefangen, hoffe das es nach paar Wochen eine Wirkung zeigt. Bin so angespannt.
Kennt sich jemand damit aus? Hilft so was wirklich?

Danke
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Mickie am 03 Dezember 2018, 19:54:37
Huhu Bubble,

ich kann dir nicht sagen was los ist, so ein Kreislauf ausser Rand und Band ohne das Ärzte was finden kann ganz unterschiedliche Ursachen haben.Verhütungsmittel wie Pille oder Hormonspirale (mit der hatte ich so ein Kasper beim Puls etc.), die Psyche, Wechseljahre und und und.
Im Zweifel alle Docs mal durch gehen.

Darüber hinaus konnte ich aus deinen Berichten mitnehmen wie sehr dich loslassen beschäftigt, zumindest kam es mir gleich in den Sinn als ich von der Panikattacke im Auto gelesen habe, nachdem vorher erfahren wurde ein Kind verlässt einen. Auch als du über dein Erstaunen über deine Mutter geschrieben hast, war das Thema Loslassen gleich präsent, Depression nach Auszug des letzten Kindes.
Zeitgleich nehme ich ein grollen war, sowas wie "Wie kann meine Mutter alles vergessen haben, sie muss doch wissen was damals war" und zeitgleich kommt bei mir eine Sehnsucht an, von der eigenen Mutter einfach nur geliebt zu werden und zu spüren das ihr Dinge leid taten.

Ich glaube solche Gespräche wie du sie mit deiner Mutter hattest können helfen ein bischen zu verstehen wie Dinge geschehen konnten, sie für sich neu zu sortieren und vielleicht auch irgendwann zu verzeihen ohne das Geschehene als richtig zu akzeptieren.
Ich weiss aber auch das dieser Weg sehr schwer ist und kann nur von mir sagen, ich komme da manchmal bis heute an meine Grenzen. Ich habe zu meiner Mutter noch immer ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis und selbst wenn ich heute einiges nachvollziehen kann, komme ich mit anderen Dingen gar nicht klar. Was mich oft erschüttert, dass sie bestimmte Dinge heute noch genauso machen würde oder bestimmte Dinge als normal ansieht.
Ich durfte allerdings erleben, eine Entschuldigung von Herzen zu bekommen. Es hat mich damals sehr beeindruckt als mein Vater nach vielen Zoffs, Streitereien, Vorwürfen, vorsichtigem Annähern eines Tages sich bei mir Entschuldigt hat was er mir damals angetan hat und das es damals keine anderen Wege wusste.
Deswegen tut alles was war oft noch genauso weh, aber dieses Entschuldigung hat einiges leichter gemacht.

Ich wünsche dir Mut den Weg zu dir selbst weiter zu gehen und das du deine Beschwerdena auf den Grund gehst. Schritt für Schritt in deinem Tempo.

Achte gut auf dich.

Lg. Mickie

P.S. Muskelentspannung nach Jacobsen wirkt wenn man es regelmässig anwendet wie viele andere Entspannungsverfahren auch. Daneben hilft aber auch das Grundproblem anzugehen. Ich glaub an dich.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 04 Dezember 2018, 10:02:17
Hallo Mickie,
Es tut so gut das zu lesen oder verstanden zu fühlen.
Ich musste sogar fast weinen. Heute geht es mir immer noch nicht besser, das ich beschlossen habe zum Arzt zu gehen. Obwohl ich das Gefühl habe,nur meine Bestätigung zu bekommen das es die Psyche ist. Mal schauen, was der Arzt sagt.

Das mit den Kind verlassen, sind nicht meine eigenen gemeint. Ein betreutes Kind . Es kam nur unerhoft.
Bei meinen eigenen Kinder, würde meine Welt zusammen brechen. Leider wird es in paar Jahren passieren.
Gestern kam die Bestätigung, das sie eine Lehrstelle bekommen hat als Biolaborantin. Ich habe mich erst wahnsinnig gefreut und dann kamen nur negative Gedanken, das es bald soweit ist( das lustige erst in 3, 5 Jahren, hoffentlich), und uns verlassen wird. Ich weiss sie wird gehen und ich kann sie nicht aufhalten und werde ich auch nicht machen. Ich weiss bloss nicht, wie ich es verarbeiten soll. Bin ein Klammeraffe.

Das mit der Muskelentspannung bleib ich auch dran. Ich merke ja selber, das ich bei so einer Übung angespannt bin. Es wird mir gut tun und mich auch ein wenig ablenken oder wenigstens 30 min für mich haben.

Danke fürs zuhören und natürlich auch Danke an die anderen schreiber. Danke dir Ina.
Manchmal braucht man mehrere Anläufe, um etwas zu verstehen .
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 04 Dezember 2018, 19:55:55
 
Nur kurz:

Danke fürs zuhören und natürlich auch Danke an die anderen schreiber. Danke dir Ina.
Manchmal braucht man mehrere Anläufe, um etwas zu verstehen .

Falls sich das mit dem Verstehen auf meine Beiträge bezieht, möchte ich Dir von Herzen sagen: Wenn Du etwas nicht verstehst oder unsicher bist, hab bitte keine Scheu, einfach kurz nachzufragen, wie etwas gemeint war. Ich versuche dann gerne, es nochmal mit anderen Worten zu erklären. :)


Wie ist denn Dein Termin beim Arzt heute verlaufen? Gibt es etwas Neues?

Ich wünsche Dir einen möglichst ruhigen Abend, Bubble!
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 07 Dezember 2018, 16:43:46
Mein Leben ist echt bescheiden.
Meine Gedanken kreiseln ohne Ende. Ich möchte so sein wie zu vor. Einfach Ich sein. Einfach Kraft haben und raus gehen.  Seit 1 Monat verkrieche ich mich zu Hause und mag grossartig nicht machen( nur das nötigste). Ich gehe sogar ungern zum Einkaufen,  alles ist so schwer. Alles ist negativ.
Ich müsste Glücklich sein. Meine Tochter hat 2 Bewerbungen losgeschick und hat 2 Zusagen bekommen.  Jetzt hat sie die Wahl der Qual. Roche oder Max Planck Institut.  Wow oder? Und warum freue ich mich nicht?
Ich denke mir die ganze Zeit über, bald ist sie weg. Ja in 3,5 Jahren erst. Das ist doch Doof sone Gedanken. Und in 7 Jahren ist mein jüngste weg.
Ich muss lernen los zu lassen. Das sind ständig meine Gedanken. Jeden Tag.

Ich bin jetzt mit meiner Mama öfters in Kontakt, also Telefonisch. Es tut gut zu reden, leider nicht über das was ich möchte ( vergangenheit). Ich muss mich gedulden, vielleicht habe ich bald wieder die Chance über das Thema zu reden.

Und anscheinend meine eingebildeten Krankheiten, werde ich auch noch abklären.
So jetzt ist Schluss mit meckern. Bald ist Weihnachten und ich wünsche mir, das ich die Zeit gut überstehe ohne Depressionen.  Bitte bitte
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 07 Dezember 2018, 16:54:42
Und anscheinend meine eingebildeten Krankheiten, werde ich auch noch abklären.

Hey Bubble!

Das mit den eingebildeten Krankheiten streichst du mal ganz schnell aus deinem Gedächtnis. Selbst wenn es keine physische Ursache für deine Beschwerden gibt, auch psychosomatische Symptome sind absolut real - und genau so quälend wie alle anderen.

Es ist, finde ich, auch völlig normal sich Gedanken über die Zukunft seiner Kinder zu machen. Ich grüble z.B. jetzt schon darüber nach wie es wohl meinem Sohn ergehen wird wenn ich mal nicht mehr da bin. Und ich hoffe doch, dass das noch weit länger als 3,5 Jahre dauern wird! ;-)

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit, viel Kraft und gute Gedanken!

LG Fool
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 07 Dezember 2018, 18:48:05
Ich bekomme gerade Angst und hab das Gefühl, das meine Welt zusammen bricht. Gerade kommt eine heftige Depressionen. Mein Herz rast. Ich denke echt das ich das habe. Es macht mich gerade wahnsinnig. Depressionen und psychosomatisch Symptome. Wie weit könnte sowas kommen. Mein Kinder sind da, was kann ich machen? Ich möchte weinen.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Mickie am 08 Dezember 2018, 19:46:26
Huhu Bubble,

wie weit kann es kommen... Weisst der Körper gibt meist Signale damit wir die Möglichkeit erhalten gegenzusteuern, manchmal wenn wir ignorieren dann kommt etwas neues dazu, meist geht es soweit bis man anfängt etwas zu ändern, manchmal bis zum Zusammenbrucht.

Weisst was ich aber bei dir Sehe? ich sehe du erkennst schon viel, weisst irgendwo in dir drin auch schon dass das Kind wohl den Namen Depression bekommen könnte und das es Zeit ist Hilfe anzunehmen.
Als ich das erste mal an diesem Punkt war, wollte ich es auch oft nicht wahrhaben, frei nach dem Motto ich doch nicht muss mich doch einfach nicht so anstellen und hab das so vor mich hingeschoben. Mein Hausarzt war ja dann irgendwann anderer Ansicht und drückte mir die Nummer eines Therapeuten in die Hand. Ich googelte so ein wenig und dachte damals noch, na ja kann ja mal anrufen, Wartezeit wirste sicher auch haben. Mein Schock war gross das ich damals schnell ran kam.
Am Ende war es aber das Beste was mir passieren konnte, weil ich dadurch heute noch bin. Komisch war auch immer wenn ich dann die Diagnosen so gelesen habe und welchen Verdacht auf so im Raum stand, einiges wollte ich nicht wahrhaben, aber ich habe auch gemerkt wenn ich das erstmal akzeptiere und schaue wie weit passt es wirklich zu mir um so leichter konnte ich die Hilfen annehmen.

Gönn dir die Hilfe die du brauchst und staune um wieviel weniger es schlimm ist als weiter nur darüber zu grübeln.

Pass gut auf dich auf.

Lg
Mickie
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 08 Dezember 2018, 23:35:41
Hallo Mickie,
Danke dir noch mal, das du dir Zeit genommen hast um mir zu antworten.

Wie meinst du das mit Hilfe holen? Ich bin doch schon seit 2,5 Jahren beim Therapeuten.
Ich weiss das ich was ändern muss, bloss was?
Wenn ich es wüsste, würde ich es sofort umsetzten.
Leider lernen ich nur in ganz langsamen Schritten.

Es hat mich umgehauen mit den psychosomatisch Symptome. Das zu verstehen, war sehr hart für mich.

Ich erkenne schon langsam das es Depressionen sind die da kommen. Wenn die Depressionen da sind, fühle ich mich Hilflos und gerade sehr schnell in Panik.
Ich muss irgendwie lernen damit umzugehen/ mein Weg finden.

Ich muss echt sagen,  das alle hier im Forum, lieb sind.
Es beruhigt einen sehr. Und ich profitiere von eurem Erfahrungen.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 12 Dezember 2018, 19:11:30
Ich möchte Leben, ganz normal, wie jeder gesunder Mensch. Ohne Depressionen, ohne irgend etwas zu haben.
Ich möchte wieder Glücklich sein, alles machen.  Wann kommt die Zeit wieder? Wieso macht die Seele mir so ne Schmerzen? Ich verstehe es nicht. Man kann es mir tausend mal erklären, ankommen tut nix. Ich verstehe mich selber nicht mehr. Ich würde gerne jedem sagen, Ey ich habe Depressionen, lasst mich in Ruhe. Aber es soll ja nicht jeder Wissen das ich Depressionen habe. Sonst hätte ich keinen Job mehr. All so ne unnütze Gedanken. Das Gedankenkarusell dreht sich wieder.
Es soll endlich mal alles aufhören
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 14 Dezember 2018, 09:36:02
Ich kann nicht mehr. Muss arbeiten und würde gerne schreien und weinen. Warum nur? Stattdessen muss ich alles durch ziehen und mir nichts anmerken lassen. Was für ein Leben, auf das ich verzichten kann. Scheiss Depressionen. Es wird ja schon zum Dauer zustand. Warum nur? Sind es meine Gedanken? Wie kann ich sie besser lenken? Ich sehe nicht alles positiv. Zum Glück habe ich heute einen Termin beim Therapeuten. Dort kann ich weinen. Ich hoffe, das es mir Erleichterung bringt. Oder das er mir einiges erklären kann. Hat das alles mit meiner Kindheit zu tun? Alles ist so schmerzhaft.
Ich bin soooo frohe, das ich von zu Hause aus arbeiten kann, für die aussen Welt bin ich zur Zeit nicht geschaffen.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 23 Dezember 2018, 13:38:44
Hab vor zwei Tagen heftige Depressionen gehabt und habe es überstanden ohne Therapeuten. Jetzt heisst es irgendwie durchhalten für Weihnachten. Wir werden Besuch bekommen, die werden auch Übernacht bleiben. Ich hoffe das ich an diesen Tagen keine Depressionen bekomme. Sonst weiss ich echt nicht was ich machen soll. Ich glaube ,das ich mich selber unter Stress setze.
So ein misst von Weihnachten. Der ganze Stress. Dieses Jahr kann ich darauf verzichten. Is schon komisch. Da ich eigentlich Weihnachten mag. Mal schauen was alles passiert   .
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: deadalus am 24 Dezember 2018, 22:37:00
@Bubble

Geh den Weg der Therapie. Und ja, es ist nicht alles einfach. Aber es kann besser werden. Wir selbst vergessen das oft, aber für andere ist es leicht zu sehen. Vielleicht ist dir es selbst schon aufgefallen, dass man für andere ..wesentlich positiver denkt, so man sie nicht hasst.

Schreib, lass deine Gedanken hier. Es kann helfen, und jedes Werkzeug ist gut.

Ich wollte mal sterben. Vielleicht will ein Teil von mir es immernoch. Aber was ich in der zwischenzeit erlebt habe, war die Reise wert.




____

Passage entfernt, die sich auf gelöschten Beitrag bezieht.
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 24 Dezember 2018, 22:55:55
 
Liebe Bubble,

ich wünsche Dir, dass Du die Weihnachtstage gut überstehst und Dich nicht zu sehr unter Druck setzt.

Du hast schon recht damit, dass Weihnachten Stress bedeutet. Andererseits ist es aber auch eine Zeit, in der Ruhe in die Herzen einkehren soll. Ruhe und Besinnlichkeit – Zeit für Gedanken, der Sinn für Schönes, Gemütlichkeit, Wärme, Herzlichkeit. Vielleicht kannst Du es spüren. Und vielleicht kannst Du sogar genießen, dass Du Deine Familie und liebe Menschen um Dich hast. So oft hat man das ja auch nicht...

In jedem Falle wünsche ich Dir ein ehrliches Lächeln auf den Lippen, dass Du Dich zwischendurch ausruhen kannst und Dich "trotz" Gesellschaft / Besuch wohlfühlst.

Alles Liebe
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 21 Januar 2019, 19:02:28
Danke Ina das du in mein Leben getreten bist.
Schade das du nicht gleich um die Ecke wohnst. Da hätte ich wenigstens jemanden der mich versteht und ich würde dich fast täglich knuddeln. Du bist ein ganz besonderer Mensch mit sooo viel Wissen.

Danke schön auch an die anderen Forum-Mitglieder.  Es gibt echt einige die mich auch aufgefangen haben mit Zuspruch. Danke  danke danke.

Ich lese sehr oft das was ich geschrieben habe und dazu die Antworten. Es lenkt mich extrem ab und somit komme ich auf andere Gedanken. Es gibt mir halt das Forum. Is schon komisch. Alle seine Gedanken zuschreiben ist schwer und dafür nicht verurteilt zu werden, erleichtert es.
 Wenn es die Depressionen nur nehmen könnte, wäre alles perfekt. Wieso habe ich das Gefühl, das es mich in der Therapie nicht weiter bringt? Tue ich alles dafür? Nur reden und reden oder ab und zu weinen.
Ich mag nicht mehr. Keine Kraft. Ich weiss nicht ob ich vor einen Nervenzusammen Bruch stehe. Wie schaut so was aus? Gibt es ein Unterschied zwischen Depressionen und Nervenzusammen bruch?
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Mond am 21 Januar 2019, 21:51:37
Hallo Bubble,
ich habe grade mal alles hier durchgelesen und ich finde, Du machst es alles richtig gut.

Du wirst es vielleicht mit einem Kopfschütteln lesen.
Es gut machen...obwohl es Dir nicht gut geht?

Du machst es aber, weil Du dich intensiv mit Dir beschäftigst. Gefühle kennen lernen, du erkennst, wann die Depression schlimmer wird...und wann es gut ist.
Dein Weg geht nur langsam...dränge dich nicht schneller machen zu wollen. Akzeptiere, dass es halt Zeit braucht.

Die Muskelentspannung ist ein wichtiger Punkt. Lerne deinen Körper kennen. Fühle spannung und entspannung.
Mir hat es immer beim einschlafen geholfen...mit Kopfhörer, dass keine Hintergrundgeräusche ablenken können.

Was ich bedenklich fand ist, dass Du freiwillig Zuhause arbeiten willst.
Lass es...gehe zur Arbeit und nutze die Zeit, was anderes zu sehen.
Das Zuhause bleiben fördert eher den Rückzug. Und da kommt man schwer wieder raus. Man fühlt sich grade mit Depressionen alleine wohler...als unter Leuten.
Und genau da musst du kämpfen, dass es nicht soweit kommt.

Ich weiß, dass es unglaublich schwer ist und an vielen Tagen auch überwindung kostet...aber du kannst es schaffen.
Nimm es als übung...wenn das Gefühl kommt, ich kann nicht...frag dich...warum du nicht kannst.
Würdest du dich besser fühlen..wenn du alleine bist...oder würde es das schlimme Gefühl vielleicht sogar verstärken?
Wenn du die Türe dann hinter dir zu machst...und auf der Arbeit begegnest du jemanden...der dir ein lächeln schenkt...meinst du nicht, dass du dann zurück lächeln würdest?
Auch wenn es vielleicht anfangs ein gestelltes lächeln ist....die Chance, dass es irgendwann ein echtes lächeln ist...solltest du nutzen.

Aber auch hier...du musst dich zwar ab und zu zwingen...pass aber dennoch gut auf dich auf.
Es wird nicht immer klappen...du wirst bestimmt ab und an den Weg zur Arbeit nicht schaffen....thats it...dann aber wieder am nächsten Tag.
Erlaube Dir, auch mal etwas nicht zu schaffen. Nur achte darauf, dass du immer wieder versuchst...dieses Gefühl zu überwinden.

Mir hat die Arbeit sehr geholfen. Ablenkung, mal nicht nur nachdenken, sondern abschalten.
Das dauert...aber vielleicht hilft es dir irgendwann.

Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Rückschläge tun weh...man zweifelt...aber akzeptiere, dass es so ist.

Deine Kinder sollten wirklich wissen, dass es da eine Krankheit gibt, die einen traurig macht. Das sie aber nicht lebensbedrohlich ist...
Deine Kinder dürfen nicht das,Gefühl kriegen...dass es was ist, woran man sterben könnte. Verlustängste wären das Ergebnis.
Spreche mit deinem Psychologen...wie man das Kindern am besten erklärt.

Deine Tochter geht ihren Weg...und du wirst die Momente genießen, wenn sie dich besuchen kommt.
Du wirst dich freuen...wenn Du merkst, wie sie ihr Leben meistert. Du wirst lächeln...wenn dir auffällt, wie viel sie von Zuhause mitnimmt. Damit meine ich Rituale...die Art, wie sie manche Dinge macht. Du wirst staunen, wie viel Kinder vom gelernten Familienleben mit in das eigene Zuhause übertragen.
Ich habe das auch durch...und ich freue mich immer wieder, wenn ich sehe, was ich ihr vermittelt habe und wie sie das in ihrem eigenen Zuhause weiter führt.

Das was ich lernen musste war, Freunden und Familie erklären, was mit mir los ist.
Wie sollen sie dich verstehen...wenn sie nicht wissen, wie es dir geht?
Zurück ziehen...wird vielleicht als “kein Interesse“  gewertet. Obwohl es ja gar nicht so ist.

Ich selbst konnte nicht sprechen...ich habe ein Buch gekauft und es meinen Eltern gegeben...danach meinen Geschwistern....dann meinen besten Freunden.
Als dann die ersten Fragen kamen...wusste ich, sie versuchen zu verstehen.
Richtig verstehen werden sie es nicht. Nur wer Depresdionen mal gefühlt hat...kann es nachvollziehen.

Ich höre jetzt mal auf zu schreiben... 😊

Aber bitte mach genauso weiter...es wird ein langer und schwerer Weg...aber man kann es schaffen, mit Depressionen zu leben.
Sie werden immer da sein...aber sie werden schwächer...du musst sie annehmen, als einen Teil von Dir.

Ich habe ca. 8 Jahre gebraucht.
Ich habe noch heute Phasen, wo es mir nicht gut geht...wo ich verletzlich bin, wo ich mich angegriffen fühle.
Aber man kann lernen, damit umzugehen.

Ich werde bei Dir weiter mitlesen...und ich wünsche Dir für DEINEN Weg...ganz viel Kraft.

Lg
Mond
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Mond am 21 Januar 2019, 22:13:30
Nur, damit du weißt, dass ich mitfühlen kann...

Ein Missbrauch und Übergriff ....danach die Depression
Bis hin zu Suizidgedanken. Selbsteinweisung in die Psychatrie...weil ich Angst hatte..es zu tun.

3 monate Psychosomatische Klinik
3 Jahre Therapie

8 Monate krank geschrieben
Rückzug...Angst nach draußen zu gehen
Keine Einkäufe mehr...Wochenlang zuhause

Das alles mir 2 kleinen Kindern.

Dann habe ich angefangen zu akzeptieren...zu kämpfen.

Dieses Forum hat mich gestärkt...und der entscheidende Moment, wo ich angefangen habe...was zu tun, den gab mit Pudel.
Ich werde das nie vergessen.
Ich saß im Chat...war total verzweifelt...und Pudel schrieb....steh auf und geh jetzt sofort zum Arzt.
Das habe ich dann tatsächlich auch gemacht....und mein Weg ging los.

Nun kennst du die kurzfassung...und so wie du dich hier reflektieren kannst, ist richtig gut.
Weiter so...und nutze hier das Forum für Dich.
Ina, Pudel...Stern...und alle anderen sind klasse und machen hier einen richtig guten job (umgangssprachlich gemeint) 😊
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 26 Januar 2019, 19:58:43
Ich habe Überlegt ob ich es schreiben soll,ob ich verstanden werde. Ich weiss es nicht wie ich das alles in Worten wieder geben soll. Da ich nicht so Wort gewand bin.
Gestern war der Termin beim Therapeuten und er verlief eigentlich super. Nur zum Schluss hat er mir was zum Nachdenken mit gegeben. So wie, das ist der wahre Grund für meine Depressionen. Schon komisch für mich, da ich es anders sehe. Darum schreibe ich es noch mal um es vielleicht besser zu versehen.
Vor 3 Jahren fingen meine Depressionen an. Dachte das der Grund ist: viel zu viel Stress/ Sorgen. Mein Sohn ist Entwicklungsverzögert und geht deswegen in eine Sonderpädagogische Schule. Es war für mich sehr schwer das zu akzeptieren. Gleichzeitig hatte meine große Tochter die Diagnose Knochenkrebs( gutartig ) bekommen, das hat mir die Füsse vom Boden weggezogen. Dazu kam noch Eigenbedarf Kündigung und noch meine besten Freundinnen verloren ( Freundschaft), Fahrschule neben bei gemacht, Wohnung gesucht, Vollzeit gearbeitet, Weiterbildungen gemacht. Nach dem Umzug haben wir gedacht, das jetzt alles besser wird. Leider nicht. Unsere Nachbarn haben uns nicht akzeptiert ( bis heute). Das Ende vom Lied : Bourn out mit Depressionen. Diagnose vom Hausarzt. Nur eine kurze Zusammenfassung von mir.
Und jetzt: gestern beim Therapeuten über einen grossen Wunsch gesprochen über ein drittes Kind. Warum: ich musste weinen da 2 Freundinnen schwanger sind und ich neidisch auf sie bin. Ich freue mich wahnsinnig für die zwei aber in meinen inneren hatte ich schon immer den Wunsch noch mal Schwanger zu werden. Es ist nicht so einfach mal eben Schwanger zu werden für mich. 1 Kind war ein schöner Unfall den ich nicht bereue. Das zweite Kind war schon ein Wunsch. Es hat über 6 Jahre gedauert. Zischen den Kindern ist ein Jahres Unterschied von 7 Jahren. Tja beim jetzigen Stand zu dritten wären es 9 Jahre Unterschied. Irgendwie werde ich nicht so leicht schwanger.
Der Therapeut meinte nur zum Schluss: jetzt haben wir den Grund für meine Depressionen!!!!!!
Jetzt versteht er mich besser und warum ich erst jetzt damit komme????? Ich verstehe es wirklich nicht.
Er meinte nur das ich es mit meiner Arbeit als Tagesmutter damit ausgleiche. Tageskinder sind mein Ersatz für meinen Kinderwunsch. Deswegen nehme ich die Arbeit auch so ernst. Und nehme alles auch persönlich was die Eltern zu mir sagen. Ich weiss nicht Recht ob ich meinen Therapeuten glauben sollte. 
Ich bin dieses Jahr schon 10 Jahre Tagesmutter und mein Pech fing vor 3 Jahren an. Das hat doch damit nichts zu tun oder. Sehe ich das alles falsch. Ich weiss nicht was ich dazu sagen kann.
Ist das so sehr in meinen inneren gespeichert, das ich deswegen Depressionen habe und nicht wegen dem anderen Gründen.  Das wäre doch gelacht.
Hoffe, das mich da jemand versteht was ich meinte.
Ohe je, komme mir irgendwie Doof gerade vor.   
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Fräulein Greta am 27 Januar 2019, 13:24:27
Du brauchst dir nicht doof vorzukommen.

Ob dein Beruf nun wirklich der Grund deiner Depressionen ist, kann ich nicht beurteilen. Doch der "Ausbruch" deiner Depressionen scheint auch mit den Sorgen um deine Kinder verbunden zu sein. Das deine Nachbarn euch nicht akzeptieren und du dir Kritik bezüglich deiner Arbeit sehr zu Herzen nimmst, wirkt auf mich, als hättest du ein starkes  Harmoniebedürfnis. Du möchtest natürlich alles richtig machen.

Der Kinderwunsch und der Wunsch mit Kindern zu arbeiten hängen vielleicht wirklich zusammen. Unbewusst.
Du schreibst zwar, dass die Depressionen vor 3 Jahren erst anfingen und sie deiner Meinung nach Stress bedingt sind. Aber von welcher Art von Stress redest du dabei? Dein Sohn benötigt sonderpädagogische Hilfe. Deine Tochter wird krank und natürlich ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Ich glaube du wünscht dir einfach, wie jede Mutter, dass deine Kinder "normal" und glücklich aufwachsen können.
Der Umzug, den du gezwungenen Maßen auf dich nehmen musstest, kommt einen Knüppel gleich, der dir zusätzlich zwischen die Beine geworfen wird.

Muttergefühle, Kinderwunsch und die Arbeit mit Kindern. Ich glaube es könnte sich lohnen, dass mit deinem Therapeuten weiter zu besprechen.

Das ist natürlich nur mein laienhafter Eindruck, aus den wenigen Zeilen deines Beitrags.

LG
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 28 Januar 2019, 18:55:55
 
Danke Ina das du in mein Leben getreten bist.
Schade das du nicht gleich um die Ecke wohnst. Da hätte ich wenigstens jemanden der mich versteht und ich würde dich fast täglich knuddeln. Du bist ein ganz besonderer Mensch mit sooo viel Wissen.

Liebe Bubble,

Du hast mir hier so liebe Zeilen hinterlassen und ich habe sie leider heute erst entdeckt... Ich danke Dir für Deine schönen und wertschätzenden Worte und möchte Dich gerade einfach nur wissen lassen, dass es mir wirklich gut getan hat, sie zu lesen! Danke. :)

Was Deine Therapiestunde betrifft: Ich glaube, in den meisten Fällen kann man die Ursache seiner Depressionen gar nicht so klar an einem einzigen Erlebnis / Umstand festmachen. Es kommen so viele Faktoren zusammen, die Einfluss auf die Seele, das Denken und Wohlbefinden nehmen... Und irgendwann ist es einfach zu viel und es trifft einen wie ein Schlag, weil einem gar nicht bewusst war, unter welch einem Druck man schon seit langer Zeit steht und wie sehr einen verschiedene Dinge wirklich belasten. Das kann z.B. damit zusammenhängen, dass man Dinge verdrängt hat und ihnen, vor allem aber sich selbst (!), nicht ausreichend Beachtung geschenkt und Bedeutung beigemessen hat. Dann schiebt man sie gedanklich beiseite, so gut es einem möglich ist, und kommt noch eine ganze Weile gut damit zurecht. Bis es eben – wie gesagt – irgendwann einfach zu viel ist...

Depressionen sind häufig ein Zusammenspiel von mehreren Erlebnissen und Belastungssituationen und wie man damit umgegangen ist (Verdrängung oder Auseinandersetzung; destruktives oder lösungsorientiertes Handeln usw.). Nicht selten findet die Entstehung einer Depression über einen Zeitraum von mehreren Jahren statt und schleicht sich mehr und mehr ein. Es sammelt sich sozusagen einiges im Innern an. Was genau das nun war, ist nicht immer so leicht herauszufinden, jedenfalls nicht so schnell. Durch Gespräche und Selbstreflexion wird der Blick auf das Vergangene klarer und man kann immer besser und genauer einschätzen, was einem da eigentlich so zugesetzt und etwas im Innern verändert hat.

Ich denke, dass es für viele – und wahrscheinlich auch für Dich – wichtiger ist, erstmal zu lernen, die gegenwärtigen Gefühle und Wahrnehmungen zu erkennen, zu akzeptieren und einen Umgang mit ihnen zu finden (durch Verhaltensänderungen, Stressregulation usw.), um den Alltag einigermaßen meistern zu können. Wenn Du daran arbeitest, wirst Du Dir selbst auch näher kommen. Ich schließe mich Mond an: Du bist auf einem guten und wichtigen Weg – allein schon deshalb, weil Du Dich mit Dir und Deinem Empfinden auseinandersetzt und gewillt bist, den Dingen auf den Grund zu gehen! Es kann dauern, bis Du merkst, dass sich etwas in Dir verändert... Aber der Zeitpunkt wird kommen, ganz bestimmt.

Mond hat Dir viele gute Gedanken und Tipps mit auf den Weg gegeben. Vielleicht kannst Du davon etwas für Dich mitnehmen!

Alles Gute und ganz liebe Grüße an Dich, liebe Bubble!
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Mickie am 28 Januar 2019, 19:41:25
Huhu Bubble,

ich glaube die eine Ursache für eine Depression gibt es selten, meist liegen doch verschiedene Auslöser hinter der Depression und am Ende wird dir keiner sagen können, nur wegen dem haste das bekommen.
Ich bin aber bei deinem Therapeuten dass dein Kinderwunsch, deine Arbeit als Tagesmutter als Ersatz für den Wunsch, die Auseinandersetzungen mit den Eltern und dadurch auch mit den eigenen Werten und Normen einen Teil deiner psychischen Misssituation ist.

Lass doch einfach wirken was der Therapeut dir auf dem Weg mitgegeben hat, manchmal bewegt sich dadurchein kleines Zahnrad und nach nach wird aus dem trüben Nebel ein Bild wo das verstehen kommt, das ist ein langer Prozess der  nicht von heut auf morgen geschieht, manchmal sich auch anfühlt wie ein Schritt zurück oder gar Stillstand, aber beim mir kommt ganz viel Bewegund bei dir.

Ich glaub an dich.

Lieben Gruß

Mickie
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 30 Januar 2019, 20:02:58
Hallo ihr Lieben,
ich bin so dankbar das es euch gibt und dieses Forum.
Die ganze Zeit über lese ich die Beiträge und sie geben mir halt. Schon komisch was Worte bewirken können.
Ab und zu Frage ich mich, ob ich euch verdient habe. Das mir zugehört wird und sooo viele gute Antworten.
Ihr seid der Hammer und mein beschützer. Danke

Seit gestern habe ich mal wieder Depressionsschübe, die selbst mein Mann mit bekommen hatte. Erst heute in der frühe konnten wir darüber reden. Er hatte sich Gedanken gemacht über das Warum. Da ich selber nicht darauf kam. Wo er mir sagte, das könnte das sein, war ich Paff. Er hatte Recht. Ich hatte das als nicht wichtig empfunden und sofort in einer Schublade gesteckt. Aber mein Inneres hatte es schon gespeichert und angerufen . Folge: Deppresionen.
Was war passiert: unser Sohn kam mit einen Eintrag von der Mittagsbetreuung nach Hause. Er hat die Betreuer beleidigt und den Stinke Finger gezeigt. Begeistert waren wir überhaupt nicht. Unser Sohn hat Tv und Zock Verbot bekommen. Irgend etwas hat am nächsten Tag Depressionen ausgelöst. Sind es Sorgen gewesen. Aber mein Mann meinte, das es der Auslöser ist dafür. Da Frage ich mich warum habe ich sowas sofort verdrängt.
Das muss ich erst mal selber verdauen.

Zur Zeit bin ich wahnsinnig Frohe das ich von zu Hause aus arbeiten kann. Die kleinen Mäuschen geben mir halt. Sie nehmen mich so wie ich bin und akzeptieren mich auch so wie ich bin. Die Eltern von den Kids sind auch überglücklich mich zu haben.
Ob ich mal die Kraft aufbringen kann um eine andere Arbeit nach zu gehen, weiss ich nicht. Ehrlich habe ich davor Angst.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 30 Januar 2019, 20:27:27
 
Liebe Bubble,

ich bin so dankbar das es euch gibt und dieses Forum.
Die ganze Zeit über lese ich die Beiträge und sie geben mir halt. Schon komisch was Worte bewirken können.
Ab und zu Frage ich mich, ob ich euch verdient habe. Das mir zugehört wird und sooo viele gute Antworten.

und ich bin froh, dass DU zu uns gefunden hast und Dich hier gut aufgehoben fühlst! :)

Du kannst Dir sicher sein: Hier wirst Du nicht allein gelassen. Es kann nicht immer jemand etwas sagen, aber mitlesen, zuhören und mitfühlen, das können ganz viele – und das tun sie gern. Du kannst Dich jederzeit ans Forum wenden oder auch einfach Deinen Gedanken freien Lauf lassen und sie niederschreiben.


Seit gestern habe ich mal wieder Depressionsschübe, die selbst mein Mann mit bekommen hatte. Erst heute in der frühe konnten wir darüber reden. Er hatte sich Gedanken gemacht über das Warum. Da ich selber nicht darauf kam. Wo er mir sagte, das könnte das sein, war ich Paff. Er hatte Recht.

Es freut mich sehr, zu lesen, dass Dein Mann sich Gedanken um Dich macht, er Dich verstehen und Dir helfen möchte und dass Ihr darüber sprecht, was in Dir vorgeht und woran es evtl. liegen könnte!

Ich wünsche Dir viel Kraft und einen ruhigen Abend.

Liebe Grüße
Ina
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 03 Februar 2019, 19:11:27
Depressionen, Depressionen was ist das schon. Für mich ist das ein Monster, was mir Angst und Schrecken einjagt.
Jeden Tag auf zustehen um zu kämpfen. Jeden Tag nicht zu wissen, wie ich es überstehen soll. Jeden Tag es zu spüren. Jeden Tag die Maske aufsetzen. Jeden Tag nicht zu wissen, ob ich Abends einschlafen kann. Für was das alles? Wann ist das Ende erreicht? Ich bin so langsam Kraftlos/ Gehirnlos/ Herzlos/ Gefühlslos/ Atemlos.
Und irgendwie einsam. Obwohl meine Kids da sind. Vielleicht brauche ich auch nur eine feste,liebevolle Umarmung.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 07 Februar 2019, 18:18:18
 
Jeden Tag auf zustehen um zu kämpfen. Jeden Tag nicht zu wissen, wie ich es überstehen soll. Jeden Tag es zu spüren. Jeden Tag die Maske aufsetzen. Jeden Tag nicht zu wissen, ob ich Abends einschlafen kann. Für was das alles?

"Für was das alles?" – gute Frage... Depressionen verschleiern die Sicht, liebe Bubble... Der Schmerz, die Traurigkeit, die Verzweiflung und Probleme rücken in den Fokus, während die positiven Erlebnisse und Gefühle in einer dunklen Wolke verschwinden... Aber überleg mal: Auch Du erlebst hin und wieder etwas Schönes und kannst Dich über Kleinigkeiten freuen. Ich glaube, man kann lernen, diesen Dingen wieder mehr Beachtung zu schenken.

Wie wäre es, wenn Du öfter mal in "Was hat dir heute Freude bereitet?" (oder an anderer Stelle, evtl. auch in einem privaten Tagebuch o.ä.) schreibst, was gut gelaufen ist? Es finden sich bestimmt mehr Dinge, als Du auf den ersten Blick vermutest (eben weil sie in dem ganzen Leid untergehen). Vielleicht kannst Du sie Dir besser verinnerlichen, wenn Du sie aufschreibst und später nochmal lesen kannst!
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 11 Februar 2019, 20:20:36
Danke Ina,
Da hast du vollkommen recht. Ich sehe schon nicht mehr die kleinen Dinge in meinen Leben. Die schönen Dinge wieder wahr zu nehmen, sie zu sehen oder zu spüren, habe ich total vergessen oder verlernt. Ich konzentriere mich immer nur auf das schlechte im Leben. Ich weiss, das es auch mal schöne Momente gibt aber ich nehme sie nicht wahr. So was Doofes.
Ich glaube das man das trainieren kann. Aufschreiben ist eine super Idee. Wenn das so weiter geht, kann ich schon langsam ein Buch schreiben.
Ich war jetzt eine Zeitlang ganz schön krank gewesen. Nicht doll aber ich hatte mal 6 Tage keine schlimmen Depressionen gehabt. Da war mein kleines Erbsengehirn mit was anderen beschäftigt. Jetzt wo ich langsam wieder Gesund werde, melden sich die Depressionen wieder.
Alles nur ein Scheiss. Ich brauche einen Zauberstab der mir einen Wunsch erfüllt: keine Depressionen mehr.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 11 Februar 2019, 21:49:12
Und vor allem musst du mal aufhören dich selbst fertig zu machen. Erbsenhirn und ähnliches!
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 28 Februar 2019, 18:47:41
Warum nur? Seit gestern Abend und heute sind die Depressionen wieder spürbar. Es zieht mich runter. Warum verzweifel ich an das was ich erreicht habe? Warum sehe ich nur das schlechte, obwohl es gut war? Warum vertraue ich mir selber nicht? Spinne ich mir was zusammen? Mein Kopf / denken funktioniert nicht mehr so gut. Warum denke ich nur schlecht über mich selber? Ich weiss selber das ich kein Selbstwertgefühl habe. Aber warum?
Ich möchte einfach normal Leben ohne zu leiden. Lieben / Liebe spüren/ Lust/ Vertrauen...... Das fehlt mir so sehr.

Bin nur am heulen. Am Tag funktioniere ich soweit ganz gut und Abends fällt mir die Decke auf dem Kopf.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 28 Februar 2019, 19:27:58
Depressionen sind zu heftig. Ich packe das nicht. Warum denke ich gleich, das es schön wäre mir was an zu tun. Ich habe Angst. Sehr große Angst.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: liveanddie am 01 März 2019, 09:23:53
Guten Morgen Bubble,
ich hoffe es geht Dir heute Morgen etwas besser.

Fühl Dich mal gedrückt.
Ganz liebe Grüße,
liveanddie
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 02 März 2019, 20:45:17
Mir geht's es etwas besser. Es ist gerade nur alles zu anstrengend und nervig.
Bin frohe, das mein Mann da ist und alles regelt. Wenn ich ihn nicht hätte, ja dann wäre alles viel schlimmer für mich.

Danke liveanddie, für die liebe Umarmung. Sowas kann ich oft gebrauchen.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 05 April 2019, 23:06:22
Bin immer noch der Meinung das ich ,, Die Depressionen " als Monster an sehe. Oder besser gesagt, macht die Depression mich zum Monster? Ab und zu ja. Vom Gefühl her schon, das ist meine Meinung.
Ständig fühlt man sich überfordert. Man bewegt sich schon wie eine Schnecke und Nachdenken ,ja wenn mal was gescheites raus kommt. Ab und zu versehe ich was Depressionen sind und dann wenn Sie da sind, falle ich wie ein kleines Kind hin und muss weinen. Schon komisch alles. Man merkt selber an sich, das es immer wiederkehrende Situationen sind.....Und mal verläuft es besser....mal schlechter. Wenn dieses Gefühl der Hilflosigkeit nicht wäre und die ganzen Symptome von einer Depression....
Man mag es selber nicht glauben, das man Depressionen hat und das nach 3 Jahren....schon der Hammer. Habe ich nichts gelernt? Doch...Bin sensibel....denke zu viel mit dem Herz.....Bin einflussbar......möchte es jeden Recht machen....Rede/ denken und schreiben, alles durch einander....Hab mich nicht selber akzeptiert ....das weiss ich schon mal. Ach dieses Schneckentempo nervt langsam. Schritt für Schritt.
Bin ständig am Google über Depressionen. : Umgang, besser leben....Medikamente....was gibt es für Reportagen....alles um mich ab zu lenken.

Ist es auch Normal, das wenn die Depressionen da sind.....das man immer alles schwarz sieht? Da denkt man schon ab und zu mal wenn die Depressionen da sind, an unschöne Dinge. Die machen mir richtig grosse Angst . Wie kommt man aus so eine Situation raus? Damit habe ich grosse Probleme .
1 Schritt es akzeptieren, immer noch nicht geschafft.
Ach bin gerade am Boden ob ich es jemals lernen würde. Ja die Selbstzweifel
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: InaDiva am 06 April 2019, 06:55:55
 
Ja, liebe Bubble, dieses Schwarzsehen ist leider bei vielen Teil der Depression... Ich beschreibe es ganz gerne so: Je intensiver ich eine depressive Phase erlebe, desto mehr zieht sich der Himmel zu. Immer mehr dicke, schwarze Regenwolken schieben sich vor die Sonne – es wird immer dunkler, trister, grauer und im schlimmsten Falle schwarz. Die Sonne steht zwar noch am Himmel, aber ich kann sie nicht mehr sehen. Ihre Strahlen kommen nicht zu mir durch, sie erreichen mich nicht mehr. Egal, wo ich hinsehe: Alles erscheint mir dunkel, traurig oder in irgendeiner Weise "schlecht". Und so sieht es dann auch in meiner Seele aus. Da funkeln dann keine Hoffnung und kein Mut mehr, nein, sie ist voll von Traurigkeit, negativen Gedanken, Ängsten, Zweifeln und Sorgen... Die Depression verschleiert uns die Sicht. Und wenn alles so dunkel ist, können wir natürlich auch nichts oder nur noch wenig Gutes erblicken!

Wenn DU zurzeit "alles" schwarzsiehst, möchte ICH gerne für Dich "buntsehen": Das, was man an sich selbst als Schwächen betrachtet, nehmen andere Menschen tatsächlich manchmal eher als Stärken wahr. So geht es mir auch mit Dir:


Bin sensibel....

Du bist einfühlsam und empfindsam!


denke zu viel mit dem Herz.....

Du bist ein Gefühlsmensch und lässt viel Liebe in Deine Entscheidungen und Dein Handeln einfließen.


Bin einflussbar......

Du schaust nicht nur auf Dich selbst, sondern auch auf die Menschen, die Du liebst. Du nimmst Rücksicht auf sie, ihre Gefühle und Bedürfnisse, weil sie Dir nicht egal sind.


möchte es jeden Recht machen....

Du hast aber auch schon gelernt, dass Du das nicht MUSST und hast zudem bereits die Erfahrung gemacht, dass Du auch "anders" kannst. Erst kürzlich hast Du von einer solchen Situation berichtet und da war ich ganz stolz auf Dich, dass Du das geschafft hast!


Rede/ denken und schreiben, alles durch einander....

Du teilst Dich mit, lässt Deine Gefühle und Gedanken raus und holst Dir hin und wieder auch Rat. Das ist wunderbar, denn Du musst nicht mit allem alleine klarkommen. Ich finde, Deine Texte sind verständlich und nachvollziehbar. Zudem finde ich es in persönlichen Tagebüchern oder anderen Threads, in denen man sich einfach seinen Kummer von der Seele schreiben möchte, überhaupt nicht wichtig, dass sie ordentlich und strukturiert sind. Es muss auch nicht alles für andere nachvollziehbar sein und jedem logisch erscheinen. Die Hauptsache ist, dass Du nicht alles in Dich hineinfrisst und mit Dir selbst ausmachst. Ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn ich sehe, dass Du wieder etwas geschrieben und von Dir erzählt hast! :)


Du siehst, man kann die Dinge also auch ganz anders betrachten! Das ist jedenfalls meine Wahrnehmung – und die zeigt mir einen sehr liebenswerten Menschen namens "Bubble".



Bin ständig am Google über Depressionen. : Umgang, besser leben....Medikamente....was gibt es für Reportagen....alles um mich ab zu lenken.

Du informierst Dich über alle möglichen Dinge, die mit Depressionen zu tun haben. An sich finde ich das erstmal gut. Aber um Dich abzulenken? Um Dich von Deinen Sorgen und Ängsten abzulenken? Oder verstehe ich das gerade falsch? Wenn nicht, würde ich Dir eher empfehlen, Dich mit völlig anderen Dingen zu beschäftigen, wenn es Dir schlecht geht! Du bastelst gerne, liebst Bücher, kannst toll backen und kochen und bestimmt gibt es auch noch andere Beschäftigungen, die Dir gut tun und Dich wirklich (!) ablenken.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich selbst ein bisschen liebhaben kannst. Wenn nicht jetzt, dann in Zukunft. Du bist ganz viel wert, daran habe ich keinen Zweifel!
 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 06 April 2019, 07:27:13
Hallo Bubble,

wo bitte kann ich Inas Beitrag unterschreiben? Ich sehe das nämlich genau wie sie, du bist ein wirklich wertvoller, interessanter Mensch.
Ich nehme mal an, dass du dich hier nicht völlig anders gibst als du in Wirklichkeit bist, deshalb möchte ich dir sagen, dass ich Menschen wie dich sehr schätze und gerne mit Ihnen befreundet bin / wäre.

Was die Beschäftigung mit Büchern über Depression anbelangt, sehe ich das auch sehr kritisch. Ich weiß, dass mir derartige Bücher sehr geholfen haben (Motto: So viele Menschen haben Depressionen und haben es überlebt) aber ich weiß auch, dass solche Bücher gefährlich sein können. Eine gute Freundin von mir wird dadurch beispielsweise immer wieder nach unten gezogen. (Motto: Die haben das alle geschafft, aber ich hab jetzt schon so lange Depressionen, ich kann das nicht.)

Ich wünsche dir von Herzem, dass du es schaffst (d)einen Weg zu finden mit der Krankheit umzugehen und vielleicht verschwinden die Dunklen Wolken ja auch irgendwann ganz.

Alles Gute
Fool 
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: Bubble am 15 April 2019, 19:30:53
Etwas verspätet aber vielen Dank Ina und Fool. Ihr seid Engels für mich.

Ab und zu wenn es mir schlecht geht, lese ich hier mir alles durch. Es ist komisch aber es lenkt mich ab. Und das tut gut. Es tut auch immer wieder gut, das zu lesen was ihr alle schreibt. Für mich ist es wie auffangen, verstehen , verarbeiten und Umsetzen .
In schwarz sehen bin ich gut.....Jetzt muss auch mal die Sonnenstrahlen in meinen Leben sehen und festhalten.
Titel: Re: Depressionen komm nicht weiter
Beitrag von: hardworking fool am 15 April 2019, 20:23:01
Auch wenn ich definitiv kein Engel bin: Du schaffst das!