Nur Ruhe - Selbsthilfeportal über Depressionen und Selbstmord

Allgemeines Nur-Ruhe Forum => Gedichte => Thema gestartet von: cricri am 13 Mai 2019, 21:20:45

Titel: 2005-2019
Beitrag von: cricri am 13 Mai 2019, 21:20:45
ihr kennt das auch - sicherlich,
da kommt so ein alter brauch - unverhofft.
du öffnest deinen browser automatisiert - für dich,
deine hand die mouse sicher durchs labyrinth führt - wie so oft.
ein klick entfernt dann bist du da - sicherlich,
der link ist erloschen alles scheint so nah - unverhofft.
gebetsmühlenartig wiederholst du es klick um klick - für dich,
ganz still und leise geht [d]ein 'leben' weg - wie so oft.
ihr kennt das auch - sicherlich,
virtuelles sterben so ein alter 'brauch' - unverhofft.
deine hand und die mouse sind wie feuer und flammen - für dich,
ein klick entfernt dann bist du gebrochen - wie so oft.



...... danke
Titel: 7x
Beitrag von: cricri am 14 Mai 2019, 17:40:51
ein ganz bestimmter grund treibt mich umher
es fehlen die eignen worte, sie kommen nie mehr.
die erinnerung dran verblasst tag um tag ein stück
und mir tut mein herz so weh weils kommt nimmer zurück.
wie schön es war auch anfangs, wasn riesiges glück für mich
ich wüsste nicht wo & ob ich heut noch wär so ganz ohne dich.
rastlos, schlaflos, machtlos, mutlos, ja beinah leblos gingen jahre ins land
jahre voller ungewissheit, kummer, freude und schmerz bis ich dann ihn fand.
trotzdem gings nicht komplett ohne 'hiersein' an meinem liebsten vertrauten ort
nimmer so häufig wie zuvor - relativ regelmässig - niemals gänge ich komplett von da fort!
ich brauch es doch, meinen gesamten gedankenmüll abladen können tat meiner seele unglaublich gut
mein geliebtes tagebuch ist weg, auf irgendnem rechner bis nach dem 7. übergeschreibsel dort ruht :/
Titel: Fass
Beitrag von: cricri am 15 Mai 2019, 13:31:06
du bringst das fass zum überlaufen
soviel alkohol kann kein mensch saufen
als dich jeden tag mit deiner überheblich eingebildeten art zu ertragen
ohne rücksicht auf uns andere, ohne nach unserem befinden zu fragen!
du bist allen übels grund
du, mit deinem losen mund
du solltest erst dein hirn einschalten, falls denn überhaupt was bei dir vorhanden ist
dann vielleicht auch etwas zum thema beitragen wenn deine meinung erwünscht ist!
halt dich endlich einfach mal zurück
das wäre zur verbesserung der situation ein gutes stück
denn wenn du das nicht bald mal selbst verstehst
du ganz schnell und allein auf der andern seite stehst!


... Danke!
Titel: Du liebst mich
Beitrag von: cricri am 17 Mai 2019, 14:52:29
Wenn ich dir in die Augen schau
Angesicht zu Angesicht
Seh ich Glitzer und dein wunderschönes Blau!
Neben dir wirke ich oft wie ein kleiner Wicht
so unbedeutsam fast wie unsichtbar
du aber 'hebst mich hoch' mit deinem Tun
das ist so lieb von dir, so wunderbar!
Danke drückt meine Gefühle nicht aus; mit ner Umarmung allein kann mein Gewissen nicht ruhn
in meinem Kopf sprudeln zig tausend von Worten heraus
aber aus meinem Mund schafft es kein einziges raus.
Und dennoch liebst du mich
mindestens halbsoviel wie ich dich <3


... Danke
Titel: herzhaftmild
Beitrag von: cricri am 20 Mai 2019, 13:30:27
Die Gier nach Wärme steigt in mir auf
Berührungen nicht die gabs heut zuhauf.
Ob zufällig oder gezielt gewollt vielleicht
auf die Art von Wärme ists Gedächtnis geeicht?
Nein... nicht diese Wärme meine ich
[zwischen dir und mir] sondern innerlich!
Es wärmt Stück um Stück
so muss es sich anfühlen, das Glück.
Ich geh den Weg wie so oft am Tag
diesen Weg ich auch mit Alzheimer zugehen vermag
da kommt sie ins Sichtfeld schon steigt Wärme in mir auf
Berührungen nicht die gabs heut zuhauf...
Ich öffne das kleine Kästchen das vor mir steht
entnehme ein rundes Kleines leg es ein und prüfe was geht.
Schnell noch das Ding mit Henkel darunter und abschalee^^
brüht die Maschine mir einen frischen Kaffee <3
Schluck um Schluck diese Wärme ist da
sie fühlt sich an ganz wunderbar!
Schwarz oder Weiß oder Rehbraun oder wasweißich nicht
der Kaffee der einfach lecker schmeckt - ein Gedicht...

... Herzhaftmild
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: Feli am 21 Mai 2019, 15:18:11
Hallo cricri, das Gedicht "Herzhaftmild" finde ich richtig gut! :)
Titel: [M]ein Daheim
Beitrag von: cricri am 24 Mai 2019, 16:47:02
Es war einmal ein junges Mädel ganz zierlich dünn und nem Dickschädel
das Hilfe suchte und welche fand 'Freunde' und 'Gleichgesinnte' nahmen sie bei der Hand.
Trotzdem gings bergauf und bergab und wieder bergauf,
so nahm Tag für Tag Woche für Woche Monat für Monat Jahr für Jahr seinen Lauf
mal mehr mal weniger teilte sie sich mit ganz nach ihrem Befinden,
verdammt schwer zu schreiben und dabei 'alle' Hürden zu überwinden.
Aber 'Daheim' da fühlte sie sich sicher und wohl, 'Daheim' - ihre Zuflucht so nah und doch so weit wie der Nordpol
es machte ihr nix aus hier das gesamte Leben offen zu legen,
ganz im Gegenteil - das brachte Erleichterung - so das Gehirn zu pflegen.
Ab und an kamen 'Freunde' in ihrem 'Daheim' sie besuchen,
nahmen Gedanken mit und hinterliesen Spuren wie Krümel von einem Kuchen
alles erlaubt und gut so geschehen wie das auch alles letztlich geschehen war
auf gings weiter nach vorn - Hauptsache weiter und immer weiter auch auf in ein neues Jahr.
Plötzlich an einem Tag - glaub es war der Schwärzeste aller Tage
nicht nur ihr 'Daheim' war weg - alles weg - nix mehr da - welch unerträgliche Lage
damit musste sie von jetzt auf gleich klarkommen - alles realisieren - erstmal alles betäuben
das tat sie auch eine zeitlang jeden Tag bis sich nimmer in der Lage war sich dagegen zu sträuben...
aller Anfang ist schwer doch das war dieser Anfang eigentlich garnicht
verändert hat sich nach einiger Zeit nur die Fröhlichkeit im Gesicht
denn die war weg und zwar ganz und gar und kam erst wieder nachdem ihr 'Daheim' wieder da war.
Zuspät? Zufrüh? oder genau zur rechten Zeit? letzendlich echt egal denn endlich war da wieder Herzlichkeit!
So baute sie es behutsam wieder weiter auf - virtuell - und Stein um Stein
konnte seither allweil zurück in ihr 'Daheim' - in ihr über alles geliebte Wolkenkuckucksheim.
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: hardworking fool am 24 Mai 2019, 21:16:50
Hallo cricri!

Leider kann ich dir im Moment nicht viel schreiben, aber ich wollte dich wissen lassen, dass ich deine Texte gelesen habe und sie sehr beeindruckend finde.

Alles Gute!

Fool
Titel: Gott schütze den Vatertag
Beitrag von: cricri am 30 Mai 2019, 11:17:34
Früh am Morgen geht es los die Gruppe zehn Mann groß
Den Wagen beladen mit Bier und Schnapps ist gaaanz famos.
Wochenlange Planungen zeigen heut ihr wahres Gesicht
Alle erwarten dass der Huber heuer sein Rekord an Weißbier bricht.
Der kann Weißbier saufen bis kein Andrer mehr steht
Und sich selber feiern bis wirklich gar_nix_mehr_geht!
Drei Zwischenstationen bis zum heiligen Endziel wurden festgelegt
Zweimal ne Grillparty mit Futtern wie bei Muttern bis der Grill leergefegt.
Einmal noch 'bloß' einen Biergarten, ohne groß Tamtam
Extra die letzte Zwischenstation, 'weil mir da all kein Hunger mehr ham'
Um den Durscht zu Stillen ist selbstverständlich aber da auch gesorgt
Und beim Kumpel der da arbeitet wird dann schon mal Geld geborgt.
Aufraffen heißts danach zum Endspurt, das letzte Ziel fest im 'Blick'
Die Endstation wartet und da isses total schick.
'Da hupfen die Maderln mim Dirndl umher
Mei, da wirds Herzlerl mir allweil ganz schwer'...^^
'Weil ich dich mein Schatz da ja so schrecklich vermiss,
Hab ich mit diese Maderln im Dirndl als einzigster ned son Geschiss
Wie meine Freunde aus der Gruppe die 10 Mann groß
Ah ne Schmarrn, am End sind mir sicher 6 Mann bloß!'
Ganz herzallerliebst krieg ich einen Anruf aufs Handy, spät auf die Nacht
'Schatz holst mich ab bitte, mirs soo schlecht, hab ins WC schon gelacht' ^^
All das ists was ich heut zu Erwarten/Denken vermag,
Gott schütze diesen bescheuerten Vatertag!

... Merci vielmals und haut rein heut liebe Väter oder 'Werdnoch-'Väter
Titel: Haushaltskram
Beitrag von: cricri am 09 Juli 2019, 19:43:28
Wäsche waschen - Staub wegsaugen
nedmal richtig wach - noch Sand in den Augen.
Die Pflicht hat mich ausm Schlaf gerissen
da beginnt son Tag dochma richtig bescheiden.
Müll rausbringen - Abwasch machen
Bett aufschütteln und noch andre Sachen.
Die Lust auf den Tag vergeht mir noch im Bett
dann bleib ich besser liegen dann ist der Tag auch nett!
Ich dreh mich nach links und kurz dauf auf den Bauch
vielleicht doch besser nach rechts denn so drückt es auch.
Von rechts wieder nach links und dann auf den Rücken
die Spinne an der Lampe spinnt ihr Netz mit Entzücken.
Ich fühl mich schrecklich, ich fühl mich antriebslos und müde
Haushaltskram - tzz - kommt mir heut echt nicht in die Tüte!
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: cricri am 22 Juli 2019, 19:42:05
Du bist mein Leben du bist mein Sein
Ohne dich gehts mir besser ohne dich keine Pein.
Die Sonne sie strahl mit ihrer ganzen Kraft
vom Himmel auf mich nieder regt den Lebenssaft.
Du bist mein Leben du bist mein Sein
Ohne dich gehts mir besser ohne dich kein Schrein.
Mein Herz schlägt gleichmässiger als sonst wärst du hier
es tät sich beinah überschlagen als schlägts in nem Stier.
Du bist mein Leben du bist mein Sein
Ohne dich gehts mir besser ohne dich kein Mein.
Die Wohnung schaut schlimm aus verlottert beinah
ich hab keinen Antrieb für Wen sollt ich putzen für wahr.
Du bist bist mein Leben du bist mein Sein
Ohne dich gehts mir besser ohne dich wirds anders Sein.
Drum verschließ ich die Augen nimmer und schau in Himmel hinauf
atme tief ein und atme tief aus - bin ganz unten - es geht nur bergauf.
Du warst einmal mein Leben du warst einmal mein Sein
Bald gehts mir wieder besser ohne dich wirds zurückkehren - mein Sein!
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: InaDiva am 22 Juli 2019, 20:22:22
 
Du warst einmal mein Leben du warst einmal mein Sein
Bald gehts mir wieder besser ohne dich wirds zurückkehren - mein Sein!

Das wünsche ich Dir sehr, cricri!

Ich möchte Dich nur wissen lassen, dass mich Deine heutigen Zeilen berühren und ich Dir alles Gute und ganz viel Kraft wünsche.
Bitte achte gut auf Dich und pass auf Dich auf!
 
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: cricri am 24 Juli 2019, 15:09:46

Du warst einmal mein Leben du warst einmal mein Sein
Bald gehts mir wieder besser ohne dich wirds zurückkehren - mein Sein!

Das wünsche ich Dir sehr, cricri!

Ich möchte Dich nur wissen lassen, dass mich Deine heutigen Zeilen berühren und ich Dir alles Gute und ganz viel Kraft wünsche.
Bitte achte gut auf Dich und pass auf Dich auf!
Das ist sehr lieb! Vielen Dank.
Titel: Seid gegrüßt dunkle Gedanken
Beitrag von: cricri am 02 August 2019, 16:01:26
Hör euch kommen auf leisen Sohlen
spür euch kommen seit Tagen schon
ihr habt mir meine Lebensfreude gestohlen
Lächeln is unecht noch möglich, welch Hohn.
Traurigkeit steigt auf und umschlingt mein Herz
so fest dass es wehtut und zu platzen scheint
trotzdem suhle ich mich in dem wunderbaren Schmerz
und hab dennoch letzte Nach verdammt viel geweint.
Ihr kamt näher und näher Tag um Tag und Stück für Stück
inzwischen seid ihr direkt neben mir angekommen
dass ihr mich noch nicht aufgefressen habt is mein Glück
nur meine Gedanken habt ihr schon völlig eingenommen.
Lasst mich doch einfach mein Leben leben
ohne euch lästiges Übel als schweren Ballast im Kopf
man könnt ohne euch tatsächlich auch was anstreben
aber so sitz ich wie ne Gefangene im heißen Suppentopf.
Komm nicht raus egal wie ich mich auch anstrengen werd
aussichtslos, ein Kampf gegen Windmühlen der schon verloren ist
denn je mehr ichs versuch umso höher gedreht wird der Herd
desto heißer im Suppentopf desto größer wird der gesamte Mist.
Hör euch kommen auf leisen Sohlen
spür euch kommen seit Tagen schon
ihr habt mir meine Lebensfreude gestohlen
Lächeln is unecht noch möglich, welch Hohn.
Titel: Merci beaucoup @Unbekannter Schriftsteller
Beitrag von: cricri am 19 August 2019, 18:25:17
 
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___________

Gelöscht wegen Verstoß gegen das Urheberrecht.
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: InaDiva am 19 August 2019, 19:19:19
 
Bitte keine urheberrechtlich geschützten Inhalte im Forum veröffentlichen!
Dieser Bereich ist für selbst verfasste Gedichte / Geschichten vorgesehen.

Für die, die es interessiert: Gepostet wurde der Text "Der Zug des Lebens" von Ellen Hoffmann.

(Tut mir leid, cricri – daran hätte ich bereits gestern denken müssen, bevor ich es kommentiert habe!)
 
Titel: Mein Liebster..
Beitrag von: cricri am 20 August 2019, 18:22:00
Schweißgebadet bin ich aufgewacht
nur geträumt und wieder nur an dich gedacht.
Hab dich mit meinem inneren Auge gesehn
du warst hier bei mir und ließt mich nicht gehn.
Du wolltest mir was sagen, etwas das dir wichtig war,
ich hab dich nicht verstanden, war wie taub scheinbar.
Kein Lärm ringsum, waren ganz allein nur du und nur ich <3
es tut so unheimlich gut dich zu berühren – lieb allweil dich!
Wir standen engumschlungen auf irgendnem großen Platz,
mutterselenalleine – die Welt schien angehalten - nur ich und mein Schatz.
Schritte kamen näher, waren sehr gut zu hören, in der Totenstille
ich wurde weggerissen von ner starken Person und du um Gotteswillen.
Du lagst vor mir, durchsichtig, und deine Hülle war mit Blut getränkt
Polizei kam und die starke Person hat den Focus allein auf mich gelenkt.
In Handschellen wurd ich abgeführt und meine Hilferufe nicht erhört
der Platz war plötzlich voll mit Leuten doch Niemand hat mich gehört.
Was hab ich dir nur angetan? War das denn wirklich ich?
Könnt ich denn sowas übers Herz bringen? Ich liebe doch dich!
Keinerlei Antworten auf meine Fragen, die ich in meiner Not rief
so lass ich lass dich liegen mein Liebster und spring hinab ganz tief.

In Liebe L.
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: InaDiva am 20 August 2019, 18:55:55
 
Wow! Du hast Deinen (Alb)Traum wirklich toll und sehr bildhaft beschrieben! Ich habe Dein Gedicht nun dreimal gelesen und bin beeindruckt von der Stimmung, die Deine Zeilen entstehen lassen. Ich habe die "Geschichte" während des Lesens wie einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen sehen.

Vielen Dank, dass Du dieses besondere Gedicht mit uns teilst!
 
Titel: Trigger!
Beitrag von: cricri am 21 August 2019, 16:13:50
[.. ]
Denn wenn mir die Tränen wie ein Wasserfall über mein Gesicht laufen
schreit mein Kopf: „Schreib dein Gedicht oder geh einfach saufen“
um das zu verarbeiten was dir diese Tränen beschert
aber vergiss dabei nicht, du bist das Salz in der Suppe nicht wert!
Ne Millisekunde und die Worte sprudeln aus dem Kopf heraus
paradox im Grunde, sonst weiß ich weder ein noch aus.
Mein Hirn, ein aus Granit umschlossener Psychoballast, beinah vollständig
wenn Das nicht will, dann bin ich auch nicht lebendig.
Es steuert mich fern und versucht meine Gedanken
ich könnte mich selbst zerstören, gerate ins Wanken.
Da hilft die Flucht in diese wunderschöne, wattig weiche Welt
in der es meinem Kopf und Herzen ganz besonders gut gefällt.
Sie beruhigt mich und hilft mir, mich besser zu fühlen
sie lässt mir viel Zeit und verhindert weiteres Aufwühlen.
Dort ist es nicht stressig, es herrscht kein Druck weit und breit
ich spüre wunderbares Gelöst sein von allem, herrlich leicht und befreit.
Tiefer und tiefer taucht mein Bewusstsein genau dort hinein
Grelles Licht erlischt, Töne kommen gedämpft, das ist soo fein.
Alles würd ich in diesem Moment dafür geben
Alles, damit ich nimmer zurück muss in mein nüchternes Leben.
Nur noch einschlafen und nie mehr wach werden müssen, das weiss ich wohl
dieser Sehnsucht komm ich näher durch nen noch tieferen Rausch mit Alkohol.
Wenn ich denn sterbe dann möcht ich so sehr gern
dass ich meiner armseligen Welt bin exakt so weit fern,
wie in diesem wunderschönen und vernebelten Sinneswahn
keinen Abschied fühlen, mein Leben lebt weiter in gewohnter Bahn.
Titel: Die Bachforelle
Beitrag von: cricri am 26 August 2019, 18:35:35
Eine kleine Bachforelle
dreht ihre Runden fleißig,
in des klaren Wassers Welle,
ganz gleich ob kühl oder eisig.

Erquickt sich an des Wassers Strom
ist ein gar sehr lebendger Fisch,
dessen Mühe wert ist der Tageslohn,
nicht zu landen auf des Menschen Tisch.

Ach lass mich doch so sein
wie eine Bachforelle,
so fleißig und lebendig sein
niemals ängstlich vor einer Welle.

Das Leben einzig so zu leben
und wie vorbestimmt von der Natur,
für die Arterhaltung seine Gene weitergeben,
so wäre Leben vermutlich Lebensfreude pur!
Titel: Septembersonne 2019 <3
Beitrag von: cricri am 10 September 2019, 16:37:21
Die Sonne scheint vom Himmelszelt
erstrahlte dabei die gesamte Welt.
Ob fröhlich, traurig, krank oder einsam
alle Menschen freuen sich gemeinsam.
Weil diese warmen Sonnenstrahlen
Jedermanns Herz guttun und gefallen.
Drum fang dir recht viele Sonnenstrahlen ein
damit sich auch dein Herz fühlen kann so fein.
Erfreu dich daran in deinen traurigen Stunden
dass du hast ‚damals‘ diese Sonnenstrahlen gefunden.
Die so schön wärmen und grad dann so furchtbar tun gut
die dich unterstützen und dir geben wieder neuen Lebensmut!
Titel: Part I
Beitrag von: cricri am 16 September 2019, 16:41:06
Webradio an und laut stellen so laut Regler kann
is bisserl ne Freiheit möglich im Kopf dann.
Bis die externen Boxen in lieblichen Tönen schallen
will nix anders mehr hören, kein Gerede, kein Türenknallen.
Ruhe sonst überall, Stille hier
lieg auf dem Sofa und denk mich zu dir,
wie dir grad wohl so gehn mag nach all der Zeit
du trittst ein in ein Leben was längst nimmer zu zweit
gelebt wird sondern von mir alleine und
da du dich gemeldet hast weiss ich du bist gesund!
Oder wars die Kaution die dich zurück 'gebracht' hat?
Sonst lief es für dich ja prima, alles lief glatt.
Freu dich!
Ich freu mich
nicht für dich
du bist wien fieser Wespenstich
Rutsch mir den Buckel runter, lass mich in Ruh
uns gibts nimmer, weil da gehören zwei dazu!
Titel: Part II
Beitrag von: cricri am 16 September 2019, 23:21:35
Es ist schwer nicht zu weinen aber ich muss stark sein
Stark sein damit du nicht ‚gewinnst‘ verstehst du? Nein,
ich möcht nicht dass du mich mit geschwollnen und verheulten Augen siehst
dich so unehrlich herablässt zu mir, dich womöglich auch noch niederkniest.

Du sollst mich in Ruh lassen, jetzt und für alle Ewigkeit
Du hattest deine Chance und wir hatten unsre Zeit.
Es ist verdammt schwer nicht zu weinen, weil ich tapfer sein will
alles andre bringt mir obendrein sowieso auch nicht wirklich viel.

Welch Hohn,
gar kein Lohn..
Allweil die alte Leier, der stete alte Ton,
und du steigst wieder hinauf auf deinen ‚Thron‘…

Was sollt das ganze Gerede denn noch bringen?
Allweil das alte Liedchen singen?
Ich bin so leid und so satt!
Du machst mich fertig und platt.

Lieber bin ich allein,
Als wieder deine Sklavin zu sein.
Du machst mich fertig und platt
ich hab dich wirklich so verdammt satt!

Mit allem zurück- und im Stich gelassen hast du mich
Hinterrücks entschieden für ne Andre, nicht für mich.
Du gehst deinen Weg doch schon so lange ohne mich
Warum meldest du dich denn überhaupt jetzt? Frag ich mich!

Meldest dich monatelang nicht. Kommt nix von dir, Null,
sagt du gehst ins Ausland für deinen Job, hast son gutes Gefühl.
Holst mich sicher ganz schnell nach, sagtest du
Und ich glaubs dir auch noch, ich dumme Kuh.

Dabei lebst du längst dein neues Leben völlig unbeschwert
Hast ne Neue an deiner Seite, die dich total verehrt.
Ne kleine Familie wirst auch bald mit ihr haben
Glückwunsch, kannst dich ja an meinen Wunden laben.

Es ist schwer nicht zu weinen aber ich muss stark sein
Stark sein damit du nicht ‚gewinnst‘ verstehst du? Nein,
ich möcht nicht dass du mich mit geschwollnen und verheulten Augen siehst
dich so unehrlich herablässt zu mir, dich womöglich auch noch niederkniest.

Du sollst mich in Ruh lassen, jetzt und für alle Ewigkeit
Du hattest deine Chance und wir hatten unsre Zeit.
Es ist verdammt schwer nicht zu weinen, weil ich tapfer sein will
alles andre bringt mir obendrein sowieso auch nicht wirklich viel.

Gott schütze dich O.
Tief verletzt, aber auch unendlich froh,
schrei ich meine Tränen stumm hinaus in die Nacht,
es hat endlich ein Ende! Nur so eins hätt ich nie gedacht..
Titel: non lo so
Beitrag von: cricri am 04 Oktober 2019, 10:00:19
[Psychisch schwere Kost / könnte Triggern!]

Die Haut tut weh, die Knochen schmerzen,
fühlt sich unerwünscht, krank, allein im Herzen.
Schädel hämmert pausenlos, Augen verheult und geschwollen,
ein Donnerwetter zieht auf, dunkles Grollen.

Es macht keine Angst, es freut umso ehr
lieb auch Donner und Blitze so sehr.
Wünscht, auf ner Donnerwolke durch die Luft sausen,
mit am Blitzschlag noch einmal hinab zur Erden brausen.

An Unglück dort anrichten, wo längst hätt ‚sollen sein‘,
ist voll bewusst, klingt ziemlich gemein!
Wenn ein gefährlicher Mix ein Leben bestimmt,
Kraft fürn Tag, Lebenswillen und Mut wegnimmt,
kaum mehr was auf die Kette bekommen kann,
welch Schaden richtet dann noch ein Blitzschlag an?

Viel zu schwach, weitere Prüfungen zu bestehen,
des Wiederaufstehens leid und stetig rückwärts zu gehen.
Ein reales Leben, von der Vergangenheit bestimmt,
aus der Traumwelt die Überlebensenergie mitnimmt.

Bete zu Gott, wünscht so sehr,
‚bitte lenk nen Superblitz direkt hier her.
Lösch mit eim Schlag aus [m]ein sinnloses Leben,
kannst einem andren Geschöpf ne Chance geben.
Titel: Himmelsstern
Beitrag von: cricri am 06 Oktober 2019, 20:46:47
Du bist so groß wie eine Faust von mir,
durch dein Pochen, nehm ich allweil Notiz von dir.
Wohnst tief in mir drinnen, kann dich fühlen,
weil du dich durch meinen Kreislauf tust wühlen.
Kein einziger Tropfen Blut geht dabei verloren,
du bist Profi von Beginn an, seit wir waren geboren.

Doch lange schon tu ich dir ständig weh,
wieder und wieder, weil ich mitten im Leben steh?!
Obwohl du unermüdlich und tapfer arbeitest, tagein .. tagaus
schick ich dir nur traurige Grüße hinab, welch ein Graus :/
belaste dich mit meinen dunklen Gedanken,
und du hast nicht mal die Chance, frische Luft zu tanken.

Dafür lies ich ein hohes Gemäuer um dich bauen,
das schreckt ab und niemand wird sich mehr trauen,
dich zu verletzen, achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen!
Das wird nie mehr geschehen, kannst dich drauf verlassen.
Mit der Mauer lebst du zwar sehr kühl, fast wie in am Schattenreich,
doch bringst du so unglaublich viel Wärme rein, bemerke ich gleich.

So leben wir beide nun schon Ü30 Jahre zusammen,
eh klar, wo wir doch aus ein und der selben Zelle stammen.
Wir sind ein Team und nichts kann uns trennen,
uns scheidet, wenn nur der Tod, wenn sie uns verbrennen.
Du legst dann deine Arbeit nieder, hörst auf zu schlagen,
dankbar für deine tapfere Lebenszeit tät ich mich nie beklagen!

Es erklingen auf nem weißen Flügel unsre liebsten Lieblingslieder,
wir lauschen ihnen, weinen und knien uns nieder,
falten die Hände und beten hinauf zu dem Herrn.
Ganz still und leise wird erleuchtet ein neuer Stern.
Dort droben am Himmel dürfen wir ganz hell erstrahlen,
unsern Dank allen Gefährten so zurück zahlen!
Titel: Willensstärke
Beitrag von: cricri am 14 Oktober 2019, 13:51:50
Ein letzter Atemzug und vorbei ist dein Leben
was bleibt ist dir die letzte Ehre zu geben.
All die schönen Erinnerungen an dich
tun gerade ziemlich weh, jeder Gedanken ein Stich.
Dein letzter Ausweg hat unsere Gefühle erstarren lassen,
es war dein Wille, dafür sollte dich niemand hassen.
Ich bete zu Gott, dem Allmächtigen Herrn,
dass er deine Seele aufnimmt. Wir hatten dich gern!

Die Kripo untersuchte alles, dein gesamtes Hab und Gut,
sicherte Fingerabdrücke. Dazu gehörte wirklich Mut.
Der Anblick muss auch für sie schlimm gewesen sein,
sie ließen nicht mal deine Familie hinein…
Es dauerte Stunden, bis Ärzte und Polizisten löschten das Licht,
sie kamen und wünschten uns Beileid, kreidebleich und schlicht.
Wir durften dich sehen, zum allerletzten Mal,
im Seesack auf des Bestatters Trage, wir hatten ja keine Wahl.

Deine Waffe und Alkoholflaschen wurden alle sichergestellt,
sonst fehlt nichts. Nun geh getrost hinauf in die andere Welt.
In uns lebst du weiter, wir werden die niemals vergessen,
so oft hast du auf deiner Bank vorm Haus im Abendrot gesessen!
Sie steht immer noch da, deine Bank, dem Regen ausgesetzt,
ob sie jemals wieder wird sein so häufig besetzt?
Die Nacht legt ihren Schleier auf das blutrote Geisterhaus,
kein Fenster wird sich mehr öffnen, denn alles ist aus......
Titel: Stille Nacht
Beitrag von: cricri am 30 Oktober 2019, 15:23:54
Die Stille der Nacht legt sich langsam und sanft übers Tal,
instinktiv steigt die Angst auf, sie wird regelrecht zur Qual.
Entsetzlich weh tut diese Einsamkeit im Herzen
sie ist kaum zu ertragen, verursacht ungeheure Schmerzen.

Drum träum dich schnell hinein, mein liebes Menschenkind
in deine Welt aus deinen Wolken und sanftem Sommerwind.
Lass deine irdischen Gedanken endlich los
sie helfen dir nicht, sie belasten dich bloss.

Spür doch, deine Seele, die will raus
heraus aus diesem, deinem Geisterhaus.
Aber was mach ich ohne der Seele Gunst?
Von Gefühlen und Liebe keinen Dunst?

Mutterseelenallein wandern durchs finstere Tal
während die Angst aufsteigt und erneut wird zur Qual?
Wie lange könnt man wohl so leben? So ganz allein?
Würdst sicher eingehn, still und leise, wie ein vergessnes Blümelein.

Sehnsucht und Hoffnung sinds, die lassen nimmer los
nach Liebe und Geborgenheit... so unendlich gross.
Dem Einen liegts zu Füssen und sieht es nicht
dem Andern wirds nie zuteil, man glaubt es fast nicht.

Verachte diese sinnlosen, bangen Stunden
sie streuen allweil nur Salz in deine Wunden...
bis dann endlich wieder ein Tag anbricht
und dir vielleicht neue Zuversicht verspricht.
Titel: Sonnenseite
Beitrag von: cricri am 06 November 2019, 10:33:30
Wie eine Last, die auf der Seele liegt und sich scheinbar kein Stück weiterbewegen lässt.
Egal wie positiv ich mir mein Leben zurechtrücken versuche, mir einbilde es_ist_doch_ganz_okay_so.... Es verändert sich nichts.
Tief durchschnaufen soll helfen, Sport und frische gesunde Luft *sfz* Zeitverschwendung, mehr noch, wertvolle Lebenszeitverschwendung...

Es macht mich fertig, nichts zu tun zu haben, sinnlos abzuhängen, sinnloses stundenlanges Warten auf Irgendwas,
Warten dass endlich irgendwas sein wird, irgendwas sich tut, irgendein verdammtes Etwas sich bewegt...
es hängen überall und jeden Tag und beinah zu jeder Stunde dieselben versoffenen Gestalten hier herum, einschließlich mir, außer wenn ich arbeiten darf.
Am Vormittag am Kiosk, Mittag wird drüben am Spielplatz gemacht und dann chillen/entrauschen auf den Bänken am Spielplatz oder
Manche haben sich dermaßen schon so hergerichtet, dass die torkelnd hier im Treppenaufgang laut grölend ihre Unterkunft suchen.
Klingeln und schlagen im Wahn an beinah jede Türe und werden Stockwerk um Stockwerk lauter und aggressiver, wenn sich die eigene Unterkunft nicht finden lässt.
Von den Abenden und Nächten mag ich erst garnicht schreiben.

Aber am allerschlimmsten empfinde ich diese schreckliche Ruhe, gestern schon und auch heute... ... die sich nimmer wie Ruhe anfühlt.
Es ist keine Erholung, ehr ne Rastlosigkeit und innere Unruhe, die sich in mir breit macht und mich auffordert, endlich was zu tun.
Arbeiten bis zum Umfallen könnt ich gerade mit dem Erfolg an so einem Tag vor Erschöpfung kaum mehr 'geradeaus laufen zu können'.
Einkaufen, essen machen, Wäsche machen, Haushalt generell mal machen, alles Fehlanzeige.
Einzig zum Kiosk laufen und Alkohol kaufen, dafür hab ich dann doch allweil genug Kraft und Energie.
Eingesetzte Kraft und Energie, die mir dann auch total normal vorkommt und nicht überflüssig oder gar verschwendet.
Betäuben, vergessen, unterdrücken, Frieden finden.. dass alles was ich dann will. Nicht mehr aber auch nicht weniger... …
Was ein ‚Leben‘…

Vielleicht wäre ich in nem andren Leben, in dem ich auf der Sonnenseite stehen würde, vielleicht wäre ich dann auch ehr kaltherzig?
Hätte son richtig kaltes Herz, dass wenn jemand schon am Boden liegt, ich dann auch nochmal drauftrete, weil
'diese Sorte von Menschen selbst Schuld ist an ihrem Zustand/Leben/Existenz/Dahinvegetieren' [Anführungszeichen beachten!]

Es bringt rein gar nichts darüber zu philosophieren, weil ich nichts an der Sache ändern kann.
Wie üblich hänge ich allein drinnen und löffle Suppe aus, die ich nicht haben wollte, die ich niemals alleine essen kann, aber jetzt mir gezwungenermaßen einverleiben muss.
Hilflosigkeit …
allein gelassen mit allem Chaos... …
Danke auch… … …

Stillstand heißt Seelenschmerz der besonderen Art... ... ...
Also was tun.
Irgendwas.
Scheißegal was, Hauptsache irgendwas, um nicht diese schreckliche Ruhe und erst recht nicht diese verdammte Stille spüren zu müssen.
Wegrennen würde ich am allerliebsten. Wegrennen aus dieser/meiner Existenz... …

Fühl ich mich wie in nem Laufrad gefangen, aus dem ich nicht rauskommen kann.
Es ist mir alles zu viel verschwendete Kraftanstrengung.
Ich bin es leid, bin müde.
Am Gescheitesten wird das sein, dass ich mich wieder ins Bett leg und weiter träume.
Am Ende aber möchte ich bin tapfer und stark sein und den Kampf gewinnen,

WEIL ICH IM GRUNDE MEINES WESENS VERDAMMT GUT AUSHALTEN KANN UND STARK BIN UND TAPFER... STARK BIN UND TAPFER…


Ein für cricri unüblicher Reim mit der Bitte -> Keine Kommentare!
Titel: Wolkenkuckucksheim
Beitrag von: cricri am 11 November 2019, 14:05:34
Mir tut mein Herz so weh
wenn ich dich in meinen Träumen seh
niemals darf ich mich über meine Kindheit beklagen
auch wenn einige Erinnerungen behaftet sind mit Fragen...

Ob an deinen Gesten oder mit deinen Worten
schon von weitem konnte deinen Zustand orten.
Diese trügerische Stille hatte dich damals verraten;
*Warum bin stets ich in deine Wutausbrüche geraten?

Mal ins Gesicht, auf den Kopf oder gar zugedrückt meine Kehle
es war nur mein Körper, längst entschwunden meine Kinderseele
in diesen, deinen Augen dann, sah ich, dass ich meiner Existenz nicht wert,
meine Liebe zu dir, meine Angst vor dir haben dich jedoch nicht gestört.

Nach deinen Anfällen saß ich meist wimmernd und einsam in einem Eck
rote Tränen bildeten langsam einen glänzenden Bodenfleck
jeden dieser Flecken konnte meine Seele in Bildern wiedergeben
*Warum? Was hab ich falsch gemacht? Warum muss ein Kind das erleben?

In diesen Momenten wusste ich überhaupt nichts mehr
die physichen und psychischen Wunden schmerzten viel zu sehr.
Der krasse Gegensatz folgte anschließend noch Wochen danach
mit Nichtbeachtung gestraft, alles wurde totgeschwiegen, ach…

Groß war meine Angst dann, wenn du besoffen warst, du warst so unberechenbar zu mir,
dir gings verammt schlecht, ich hab dich gesehn, trankst viel zu oft aus diesen Flaschen vor Gier.
Oft schaute ich weinend hinauf zum Himmel oder einfach aus meinem Fenster hinaus
betete zu Gott, dass er mich wegholt zu seinen Engeln, zumindest raus aus diesem Haus.

Später wurd mir klar, dass Gott hier nicht helfen kann und du würdst mich eh überall finden
was viel besseres musste ich für mich daher als [Er-]lösung finden...
und das hab ich,
wahrlich, Jahre später gefunden und nur für mich!

Zu sehen ist sie auf meiner Haut, fast überall, wien großflächiges Tattoo
[m]ein Meisterwerk aus 1000 und einer Nacht und meine Seele lächelt mir beim Betrachten zu.
Bitte lass mich heute meine Träume träumen, bitte lass mich wenigstens im Schlaf in Ruh,
bin alt genug zum Verstehen ... ich bin nunmal ich … Mum … und du warst nunmal du...


Seelenreinigung -> bitte keine Kommentare!
Titel: Gehirnentzündung
Beitrag von: cricri am 13 Dezember 2019, 20:39:27
Es liegt ein dunkler Schatten, der stetig wächst und nährt sich groß
von meinen inneren Sonnenstrahlen, die nur sehr wenig an der Zahl.
Alles fühlt sich schwarz und traurig, so gottserbärmlich und tonnenschwer

Weinen beginnt, begleitet und beendet den Tag, dazwischen steh ich gefühlt bloß.
Nichts macht wirklich mehr Freude, nichts geht von alleine, alles scheint reine Qual
geschwollene Augen brennen wie Feuer, müder Körper fleht um Betäubung, keine Kraft mehr.

Wie ferngesteuert prüft das betäubte Gehirn die Liste der Vorräte in den Depots ab
die tägliche Inventur, ein beruhigendes Ritual und doch voller Emotion.
Starker Druck, Gier nach Erlösung bringt Zittern, lässt mich so schwach werden...

Fühl mich fokussiert auf diese Gedanken, sie halten mich wenigstens wach, macht nicht schlapp
das Monster aus armseliger Traurigkeit und Ödnis. Sucht Befriedigung heißt seine Motivation.
Vermeintlich klarer Verstand auf Betäubungsmittel, die heiligste Erfindung auf Erden.

Einzig der Gedanken Stress kommt und geht dann noch, wie es ihm gerade passt
lässt die längst ohnmächtige Seele dennoch spüren, aber alle Schmerzen am Körper sind taub.
Keine Angst mehr vor dem Dunkel der Nacht, selbst wenn gar kein Licht mehr am Himmel steht.

Die Gehirnentzündung reift zum Ende. Kein dunkler Schatten liegt mehr als Last.
Im Traum umschließt mich schützend ein schwarzer Schleier, bestückt mit feinem Glitzerstaub
lässt mich an die Stärke der realen [cricri] denken und dass damit vielleicht ein Leben geht...


Seelenreinigung -> bitte keine Kommentare!
Titel: Einfach von der Seele reimen..
Beitrag von: cricri am 29 Dezember 2019, 19:25:44
Die Sonne steigt hoch hinauf ins Himmelszelt
spendet ihre Freude für alles Leben auf der Welt.
Auch für dich keine Grille, vergiss das niemals nicht
du lebst ein Leben, so finde den Weg zurück ins Licht.
Schau noch einmal zurück auf 2019 und seine, deine Tage
Schreibs hier auf und schliess das Kapitel ohne eine Frage.

Mit unglaublichen Schneemassen begann das Jahr
Schnee wohin das Auge reichte, sooo wunderbar <3
Unsre Wohnung, eine kleine Wohlfühloase pur
ich mochte sie so wie sie war, gefehlt hast du nur.
Ziemlich lange wars frostig kalt und nass wurd‘s dann im Februar
der Himmel weinte beinah soviel, wie gefühlt im gsamten Jahr.
Vielleicht schon der Hinweis auf die Tränen war,
die da folgen würden, leise, bitterlich und kristallkar?

Im März erhielten alle auf Arbeit zur großen Freude
außer dem verdienten Lohn auch eine Bonusausbeute.
Geld, welches ich gern in unsere Oase inverstiert habe
auch um dir Freude zu bereiten, dafür besitz ich die Gabe.
Der Frühling und auch der Frühsommer hielt Einzug im April,
dem Monat, der nicht so recht weiß, was er denn will.
2005 – 2019 ohne jegliche Hoffnung auf Wiederkehr
vermiste mein Wolkenkuckucksheim schon sehr…

Geburtstag feierten wir alleine, ich & Jule und Jule & ich
mit zwei Flaschen ‚on the rocks‘, betrunken aber glücklich.
Ich liebte es, wenn du lachst und ich der Grund dafür war
wie bei deinem letzten Anruf aus dem Iran, sooo wunderbar.
Glücklich betrunken sein ist ein ganz ein wunderbares Gefühl
tät da am liebsten die Welt umarmen und davon spenden, sehr viel
an Lebewesen, die es brauchen können, grad im selben Augenblick
die diese wunderbare Glückseligkeit schätzen und nutzen für sich jedes Stück.

Balsam für die Wunden und meine Seele war der Wonnemonat Mai
nach der Registrierung hier fühlte ich mich lebendig und irgendwie frei.
Arbeitstechnisch gings wiedermal bergab. Man brauchte mich nicht mehr
wie gern hätt ich dich da an meiner Seite gewusst, du fehltest ehrlich sehr.
Grenzwertig waren die Sommermonate, der Juni, der Juli und der August
da gings drunter und drüber. Auf Freude folgten stets Tränen, Kummer und Frust.
Im Biergarten lies es sich gut über die Sorgen sprechen, von meinem Bruder
er hat das alles so auch nicht verdient, aber saß da schon nimmer am Ruder.

Im September / Oktober musste ich unsre kleine Wohlfühloase räumen
‚unsre‘ Mietschulden brachten das Glas des Vermieters zum Überschäumen.
Es gingen Tage, ja Wochen ins Land ohne feste Bleibe in Sicht.
Tränen laufen gerade hinunter, beim Festhalten in diesem Gedicht.
Eine neue Arbeit und eine Wohnung fand ich dann endlich im letzten Quartal,
Schichten kräfteraubend, Lebensumfeld grenzwertig, tägliches Betäuben, fatal.
Deinen Rat für meine Sorgen, Zuhören, mal uneingeschränkte Anwesenheit für mich,
sogar nur eine Umarmung von dir hätten ausgereicht, stattdessen der finale Stich…

Gewachsen sind in der Zeit der Chat und XX zu tragenden Säulen in meinem Leben
das XX als kleine ‚Oase‘ und der Chat kann meinem Kopf ein Wohlfühlen geben.
Da gibt’s echt noch Menschen, die können durchdringen meine hoch gebaute Mauer
sind einfach da, wenn ich sie brauche, ohne Vorurteile ‚liegen wartend auf der Lauer‘.
Geben mir so unglaublich viel und zerstören dadurch meinen eigentlichen Plan,
den ich sorgfältig zurechtgelegt hab, für den Fall, dass ich wann garnimmer kann.
Selbst Weihnachten wurde so überstanden, zum allerersten Mal mutterseelenallein
Zwar fast durchgehend fünf Tage wach und betäubt aber trotzdem mit Bewusstsein.

Es hat lange gedauert, bis ich wusste was du so sehr verbergen wolltest vor mir,
das, was in meiner Seele blutete als ich unser Foto betrachtete, war die Existenz von ihr.
Ich stellte mir dich vor, glücklich mit ihr, wenn ihr erstmal eure kleine Familie habt
euer Glück kam im Dezember zur Welt und du hast dich an meinen Tränen gelabt.
Wie viel kann meine Seele noch ertragen? Wie lange kann mein Herz dazu im Takt schlagen?
Es ist nicht so, dass ich ein Engerl bin, nur was du mir angetan hast, muss ich nun ertragen.
Niemals würde ich durch meine Worte, mein Tun oder meine eigene Schulterlast
Lebewesen so derart zertreten oder vernichten, wie du das mit mir gemacht hast.

Die Anwesenheit unglaublich wertvoller Menschen im virtuellen Leben
konnten mir das Gefühl von Wärme, Liebe und Wertschätzung geben.
So zogen die Tage vorrüber, mein Herz schlägt weiter und atme immer noch
träume wieder Träume, die sich bewahrheiten in wenigen Stunden Schlaf jedoch.
Vielleicht ist meine nächste Stufe bereits erreicht?
Bis zu dieser wars keine Anstrengung, es ging eigentlich ganz leicht.
Wies weitergehen wird im neuen Jahr, steht aktuell noch nicht sicher fest.
Der Weg für Plan B liegt vor meinen Füssen, könnte ihn gehen, auch erstmal nur zum Test.

Ganz tief jedoch in meinem zerstörten Herzen
toben längst schon die Versagensschmerzen.
Es herrschen Selbstzweifel, es fehlt Mut, es fehlt vorallem an Energie und Kraft,
mit diesem Cocktail hab ich noch nie zuvor wirklich was Gutes geschafft.
Reichtest du mir noch ein einziges mal deine Hand,
würde ich vermutlich mit dir zusammen gehen können durch dieses unbekannte Land.
Weil ich dir inzwischen wirklich vertraue, dich und deine Gedanken zu schätzen weiss,
könnte es funktionieren, wenn für dich nicht zu hoch ist dein Einsatz für den 'Preis'.

Und jede Nacht zieht die Sonne ihre Strahlen wieder zurück,
um am nächsten Morgen die Welt zu erobern mit Wonne und Glück.
Schlag auf deine wunderschönen Augen und zeige ihnen deine vielen Farben
erlebe bewusst den Tag kleine Grille, fülle deine Existenz nicht mit Narben.
Hüpf hinaus in die große, weite Welt
tu was du musst, was dir gut tut und gefällt!
Titel: Re: 2005-2019
Beitrag von: Mickie am 30 Dezember 2019, 23:11:10
Cricri ich umärmel dich einfach, dieses Gedicht ich bin sprachlos und doch da