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Autor Thema: Für meine Kinder die nicht bei mir sind  (Gelesen 140 mal)

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Müde Maus

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Für meine Kinder die nicht bei mir sind
« am: 16 November 2018, 12:30:01 »

Ihr lieben,
Ich vermisse euch so... habe euch ziehen lassen müssen noch bevor ich euch kannte... eines von euch habe ich sogar selbst ermordet.... ich konnte nicht anders.
Ich hatte erst kurz vorher mit meiner Familie hier auf der Erde einen Verlust erlebt - meine Erdenkinder waren noch total geschockt und in trauer. Ich könnte Ihnen doch nicht nochmal erzählen ich bin schwanger. Und du hättest auch nicht leben können. Du warst so schwer krank. Hättest vielleicht noch bis zur Geburt gelebt... aber wahrscheinlich wärst Auch auf bald im bauch gestorben. Es tut so weh.
Ich warte auf ein Geschwisterchen - immer noch... Aber es kommen keine frohen Botschaften mehr.
Mein erstes Kind Du hast sogar einen Platz bekommen, bei Deinem Opa auf dem Grab.
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hardworking fool

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Re: Für meine Kinder die nicht bei mir sind
« Antwort #1 am: 16 November 2018, 15:56:39 »

Ach, liebe Müde Maus!

Ich glaube, dass ich genau weiß was du meinst und was du fühlst. Mir scheint, dass wir Ähnliches erlebt haben. Deswegen möchte ich dich jetzt mal ganz, ganz fest in den Arm nehmen und dich ganz lang drücken.

Man sagt die Zeit heilt alle Wunden....

LG Fool
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Wahrlich, keiner ist weise der nicht das Dunkel kennt.
Hermann Hesse

Müde Maus

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Re: Für meine Kinder die nicht bei mir sind
« Antwort #2 am: 17 November 2018, 14:43:05 »

Vielen Dank liebe Fool - es gibt wohl nichts dunkles, was Du noch nicht erleben musstets... ein Wunder, dass Du immer noch auf Deinen Füßen stehst. Ich habe ja alleine nach diesen Erlebnissen das Handtuch schmeißen wollen. Dabei habe ich sonst im Leben die besten Bedingungen.

Und ich denke viele Frauen wissen und kennen um dieses Gefühl. Aber es ist jetzt 1,5 Jahre her... es schmerzt immer noch... der Abbruch war vor 11 Monaten. Am 19.12. kurz vor Weihnachten... im Mai diesen Jahres dann noch eine frühe FG und irgendwie denke ich es soll nicht sein und hätte es dennoch gerne anders...
ich hoffe Du behältst recht und die Zeit heilt wirklich die Wunden... ich habe Angst es wird nur gut irgendwo verpackt und verdrängt und irgendwann bricht es wieder hervor...

Und allein die nun wiederkehrende Mens zwingt mich wieder dazu mich mit dem Tid zu beschäftigen. ABER ich denke ich möchte nicht freiwillig gehen... es gibt (zum Glück) so viele Menschen hier die mich lieben und die ich nicht loslassen könnte und kann.
Der Tod tritt erst ein, wenn die Welt einen nicht mehr braucht und man selbst abgeschlossen hat. So weit bin ich noch lange nicht. Mein weg hier auf der Welt ist noch sehr weit und vielleicht kommt ja demnächst noch ein kleiner Lichtstrahl der dann bleibt...

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hardworking fool

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Re: Für meine Kinder die nicht bei mir sind
« Antwort #3 am: 17 November 2018, 17:00:48 »

Der Tod tritt erst ein, wenn die Welt einen nicht mehr braucht und man selbst abgeschlossen hat. So weit bin ich noch lange nicht. Mein weg hier auf der Welt ist noch sehr weit und vielleicht kommt ja demnächst noch ein kleiner Lichtstrahl der dann bleibt...

Liebes Mäuschen!

Was für wunderbare Worte! Ich bin mir allerdings gerade gar nicht sicher ob du wirklich begreifst was für einen wunderschönen Gedanken du da niedergeschrieben hast. Ich glaube ganz fest daran, dass unser Dasein einen Sinn hat - auch wenn wir ihn heute noch nicht erkennen, aber er ist da.

Die Sache mir dem "Handtuch schmeißen" … Ich war tatsächlich auch ganz oft kurz davor, aber irgendwann wurde mir bewusst, dass jeder einzelne neue Tag eine neue Chance ist. Jede Minute kann plötzlich etwas ganz Bedeutsames werden, jede Sekunde eine neue Möglichkeit eröffnen.

Ich weiß, dass das schwer zu verstehen ist, vielleicht wird sich der eine oder andere auch dadurch vor den Kopf gestoßen fühlen, aber ich bin heute sehr froh, dass ich eine Depression bekommen habe. Ich sehe das mittlerweile tatsächlich als Geschenk. Niemals hätte ich mich sonst so intensiv mit mir selbst, der menschlichen Psyche und den essentiellen Fragen des Daseins auseinandergesetzt.
Es ist unendlich schwer ständig gegen Windmühlen ankämpfen zu müssen - und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass sich der Kampf nicht lohnt. Ich weiß nicht ob ich nicht vielleicht doch irgendwann zugeben muss, dass ich verloren habe - aber ich werde diese Welt nicht verlassen ohne einen verdammt guten Kampf geliefert zu haben.

Bei mir sind es nun etwa 17 Jahre. Vergessen wird man so etwas nicht. Und trotzdem stimmt es, dass die Zeit alle Wunden heilt. Vielleicht habe ich damals die falsche Entscheidung getroffen, aber ich habe mittlerweile verstanden, dass ich damals keine andere Möglichkeit gesehen habe. Ich konnte nicht anders handeln. Und so konnte ich mit dem Ganzen Frieden schließen. Heute hätte ich vielleicht anders entschieden - aber heute bin ich auch ein Mensch der durch etliche Schicksalsschläge und zahlreiche, teils auch schmerzliche Erfahrungen gereift ist.

Keine Frau trifft eine solche Entscheidung unüberlegt, aus Jux und Tollerei. Du ganz sicher auch nicht.

Ich wünsche dir sehr, dass du deinen Frieden finden kannst. Lebe du! Das bist du dir selbst schuldig!

LG Fool
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