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Autor Thema: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?  (Gelesen 204 mal)

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Unwissend

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Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« am: 09 Januar 2019, 09:55:17 »

Ich möchte garnicht viel zu meiner Vorgeschichte ausholen (Depressionen seit 4 Jahren).

Was kann ich tun, wenn das Leid absolut unerträglich ist, eine Selbsteinweisung aber überhaupt nicht zur Debatte steht, Therapeuten/Therapien/Medikamente mangels Krankenversicherung (bin in Deutschland abgemeldet, um der Pflicht zu Entkommen, wohne aber inoffiziell noch hier) wegfallen und ich jegliche Motivation zum Weiterleben verloren habe?
Meine Gesamtsituation ist nicht mehr zu meistern, ich bekomme nichts mehr auf die Reihe.
Lebe nurnoch von meinem Ersparten, weil ich vor dem Bitcoin-Hype investiert habe und vom restlichen "Barvermögen" (meine Schulden übersteigen eigentlich das Vermögen, Insolvenz nicht möglich da Schulden aus wirtschaftlicher Straftat) versuche, mich noch irgendwie möglichst lange am Leben (eher vegetieren) zu halten (für meine Mutter oder Freundin?).

Ich würde gerne nocheinmal in einem anderen Land von neu anfangen, aber leider kann hier meine Freundin nicht einfach so alles Stehen und Liegen lassen (klar), und es würde wohl meine letzten Reserven aufzehren.

Meine Situation ist auswegslos, ich fürchte mich vor Tag X, an dem alles zerbricht (nicht aber vor dem Tod selbst).
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Toni

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #1 am: 09 Januar 2019, 15:38:32 »

Erwartest du jetzt hier eine Antwort darauf, wie du zum einen deine Straftaten vertuschen und einer möglichen Strafe und jeglichen Pflichten entgehen kannst und gleichzeitig möglichst deine Depressionen behandeln (lassen) kannst?

Meiner Meinung nach wäre es das Beste, wenn du zu deinem bisherigen Verhalten stehst und die Sache ausbadest statt dich zu verstecken. Dann hättest du nämlich auch die Chance einer Privatinsolvenz und könntest ganz legal Hilfen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Wenn du allerdings offiziell auch gar nicht mehr in Deutschland lebst - warum suchst du dann nicht Hilfe in dem Land, in dem du jetzt gemeldet bist? Es gibt überall Recht und Pflichten. Man kann nirgendwo nur Rechte für sich in Anspruch nehmen und die Pflichten verweigern!

Dann schreibst du, du könntest ja deine Freundin nicht so einfach im Stich lassen. Aber den Tod, den fürchtest du nicht? Eins kann dir genau sagen: Tod nützt du deiner Freundin gar nichts!

Es tut mir leid, wenn ich das jetzt hier alles sehr hart formulieren, aber du hast dich selbst in diese Lage gebracht und willst jetzt nichts von dir geben, um da wieder rauszukommen. Dafür habe ich nicht das geringste Verständnis!

Viele Grüße von Toni
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hardworking fool

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #2 am: 09 Januar 2019, 16:41:43 »

Ich nehme mal an, dass du von Toni nicht die Antwort bekommen hast die du dir erhofft hast. Nun, von mir wirst du sie, fürchte ich, auch nicht bekommen.
Du schreibst, dass du der "Pflicht entkommen" wolltest. Damit hast du dich aus der Solidargemeinschaft ausgeklinkt, trotzdem würdest du wahrscheinlich eine Behandlung bekommen wenn du zum Sozialamt gehst. (Ich schreibe das ganz wertfrei.)

Die Behauptung, dass du nicht in Insolvenz gehen kannst, halte ich nicht für stichhaltig, aber ich lasse auch das mal dahingestellt. Auch wenn mich natürlich wundert, wie jemand gleichzeitig von gewaltigen Schulden und von vorhandenen Reserven und seinem Ersparten sprechen kann.

Ich halte es für unbedingt notwendig, dass du dich der Realität stellst.
Du willst auswandern? 
Ach so, das geht ja nicht wegen deiner Freundin. Du selbst würdest das ja ganz toll hinbekommen!
Noch mal, du willst in einem anderen Land neu anfangen? Das wird nicht passieren, denn da müsstest du auch Verantwortung für dich, dein Leben und deine Handlungen übernehmen. Und dazu bist du ja offensichtlich nicht bereit.
Vielleicht könntest du deine Energie ja sinnvoller nutzen als dich selbst zu bemitleiden.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, Depressionen sind etwas Furchtbares und ich habe absolutes Verständnis dafür, dass deine Situation schwierig ist, aber die Umstände wirst du nicht ändern. Du kannst nur bei dir selbst anfangen.

Nur so ein Tipp: die medizinische Versorgung im Knast ist gar nicht so schlecht - und man braucht nicht einmal eine Krankenversicherung. ^^

Alles Gute!
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Wahrlich, keiner ist weise der nicht das Dunkel kennt.
Hermann Hesse

Unwissend

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #3 am: 09 Januar 2019, 19:40:14 »

Ich möchte mich erstmal für die Anteilnahme bedanken.
Allerdings scheint es, als habe man meinen Beitrag völlig missverstanden.
Ich darf kurz aufklären:
Erwartest du jetzt hier eine Antwort darauf, wie du zum einen deine Straftaten vertuschen und einer möglichen Strafe und jeglichen Pflichten entgehen kannst und gleichzeitig möglichst deine Depressionen behandeln (lassen) kannst?

Meiner Meinung nach wäre es das Beste, wenn du zu deinem bisherigen Verhalten stehst und die Sache ausbadest statt dich zu verstecken. Dann hättest du nämlich auch die Chance einer Privatinsolvenz und könntest ganz legal Hilfen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Wo geht aus meinem Beitrag hervor, dass ich eine Straftat vertuschen möchte bzw. mich einer Strafverfolgung entziehen möchte?
Tatsächlich wurde ich bereits wegen Steuerhinterziehung in Höhe von ca. 34.000€ verurteilt, die Geldstrafe konnte ich damals begleichen, weshalb ich auch nicht ins Gefängnis musste um die Tagessätze abzusitzen.

Steuerschulden die aus einer Straftat entstanden sind, sind nicht von der Restschuldbefreiung erfasst:
https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/keine-bagatellgrenze-fuer-die-restschuldbefreiung_166_477654.html

Eine Insolvenz wäre zwar möglich, aber kompletter Unsinn, da ich dadurch nicht schuldenfrei werden kann.
Ich stottere monatlich einen Betrag in Höhe von 50€ ab, auch wenn dieser kaum die Zinsen tilgt.

Zitat
Auch wenn mich natürlich wundert, wie jemand gleichzeitig von gewaltigen Schulden und von vorhandenen Reserven und seinem Ersparten sprechen kann.
Darum habe ich das Wort "Barvermögen" in Anführungszeichen gesetzt, und explizit nicht von "Vermögen" per se gesprochen.
Es hat seinen Grund, warum ich nurnoch Barmittel besitze (Konten gepfändet, Vermögen beschlagnahmt).
Mit einer Vorstrafe wie Steuerhinterziehung muss dir keine Bank ein Jedermannkonto einrichten, da ein wichtiger Grund zur Ablehnung gegeben ist.
Mein "Vermögen" besteht aus knapp 11.000€ Barmitteln, die aus dem Verkauf meiner letzten Bitcoins stammen.

Zitat
Wenn du allerdings offiziell auch gar nicht mehr in Deutschland lebst - warum suchst du dann nicht Hilfe in dem Land, in dem du jetzt gemeldet bist? Es gibt überall Recht und Pflichten.
Sprachliche Barrieren, schlechte medizinische Versorgung.
Ich bin in einem baltischen Staat gemeldet, bei dem ich auch eine Krankenversicherung habe (die monatlich weniger als 20€ kostet, da kein Einkommen).

@hardworking fool:
Zitat
Die Behauptung, dass du nicht in Insolvenz gehen kannst, halte ich nicht für stichhaltig, aber ich lasse auch das mal dahingestellt. Auch wenn mich natürlich wundert, wie jemand gleichzeitig von gewaltigen Schulden und von vorhandenen Reserven und seinem Ersparten sprechen kann.
Siehe oben, Steuerschulden aus einer Steuerstraftat sind nicht von der Restschuldbefreiung erfasst und bleiben nach einer erfolgreichen Insolvenz daher bestehen.

Ergänzend wollte ich hier noch erwähnen, dass es keine rechtliche Gründe gibt, die mir eine richtige physische Auswanderung nicht erlauben würden.
Meinen ehemaligen Beruf kann ich von Zuhause aus ausüben (wie ich es 14 Jahre davor in DE tat), weshalb ich nicht auf Almosen im neuen Land angewiesen wäre.

Leider hat mein Beitrag den Anschein erweckt, dass ich konkrete Lösungsvorschläge zu meinen Problemen einholen wollte, in diesem Fall hätte ich aber natürlich mehr ausgeholt und die komplette Vorgeschichte erzählt.
Mir geht es ganz akut sehr schlecht wegen meinen Depressionen, ich hatte mir Ratschläge erhofft, wie ich diese sehr dunklen Momente meistern bzw. überstehen kann... (Sofortmaßnahmen)

Ich nehme euch eure Beiträge natürlich nicht böse, ich weiß dass ihr mir im Grunde nur helfen wolltet.
Ich hätte ein paar Sachen einfach nicht erwähnen sollen, um Missverständnisse zu vermeiden, mein Fehler!
Gespeichert

Toni

  • Gast
Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #4 am: 09 Januar 2019, 20:20:34 »

Hallo unwissend,

gut, dass du deinen Beitrag noch mal näher erklärt hast. Ich kann leider immer nur zu dem etwas schreiben, was du selbst angeführt hast - und das war deine wirtschaftliche und soziale Situtation.

Zitat
Wo geht aus meinem Beitrag hervor, dass ich eine Straftat vertuschen möchte bzw. mich einer Strafverfolgung entziehen möchte?

Das habe ich, offensichtlich fälschlicherweise, hieraus geschlossen:
Zitat
bin in Deutschland abgemeldet, um der Pflicht zu Entkommen
Zitat
Insolvenz nicht möglich da Schulden aus wirtschaftlicher Straftat

Aber du schreibst ja jetzt, dass du bereits verurteilt wurdest und
Zitat
Tatsächlich wurde ich bereits wegen Steuerhinterziehung in Höhe von ca. 34.000€ verurteilt, die Geldstrafe konnte ich damals begleichen

Die Schulden aus der Straftat sind demnach also getilgt. Ich verstehe jetzt gerade nicht so richtig, warum du dann
a) immer noch monatlich 50 € abstottern muss; dann müssten ja noch über 11000 € Schulden vorhanden sein
b) warum du dich dann in Deutschland abmelden "musstest" und in der Folge hier keinen Anspruch auf medizinische Versorgung und Sozialleistungen hast
c) warum du deinen Beruf, den du in einem anderen Land ohne Weiteres von zu Hause ausüben könntest, nicht von Deutschland aus weiter ausübst um die Einkommenslage zu verbessern

Es ist schwer, jemandem Tipps zu geben mit einer Situation umzugehen, wenn man keinerlei Anhaltspunkte hat, wie die Depression sich äußert bzw. was da gerade das Problem ist. Die einzigen konkreten Problem, die du geschildert hast, sind die, die hier angesprochen wurden. Die einzige Möglichkeit, die mir einfällt wäre ein Sozialpsychiatrischer Dienst. Dort benötigt man keine Unterlagen (wie Krankenkassenkarte, Personalausweis, Aufenthaltsgenehmigung) um sich (auch therapeutisch) beraten zu lassen. Und es ist auch kostenlos. Schau doch mal im Internet, wo es bei dir in der Nähe solche Beratungsstellen gibt.

Vielleicht bringt dich das etwas weiter.

Viele Grüße von Toni



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Unwissend

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #5 am: 09 Januar 2019, 20:48:00 »

Hallo Toni,

Zitat
Die Schulden aus der Straftat sind demnach also getilgt. Ich verstehe jetzt gerade nicht so richtig, warum du dann
Nein, nur die Geldstrafe zu der ich verurteilt wurde.
Die Steuerschulden mit Zinsen betragen aktuell noch ca. 39.000€, ein Vergleich mit dem Finanzamt ist nicht möglich (ich habe damals fast 50% der Summe anbieten können).

Zitat
warum du dich dann in Deutschland abmelden "musstest" und in der Folge hier keinen Anspruch auf medizinische Versorgung und Sozialleistungen hast
Ich habe mich noch während meiner ehemaligen Selbstständigkeit abgemeldet, um Krankenversicherungsbeiträge zu sparen (die als Unternehmer immens hoch sind), anders wäre ich viel früher finanziell untergegangen.

Zitat
warum du deinen Beruf, den du in einem anderen Land ohne Weiteres von zu Hause ausüben könntest, nicht von Deutschland aus weiter ausübst um die Einkommenslage zu verbessern
In anderen Ländern (gerade in den baltischen Staaten) sind die Lebenshaltungskosten und die Steuerlast viel geringer, ich könnte mit viel weniger Geld auskommen (weniger Arbeitszeit, was meiner Krankheit zugute kommen würde).

Ich darf in Deutschland nicht mehr als Unternehmer tätig werden (erweiterte Gewerbeuntersagung wegen der Steuerstraftat), daher fällt Deutschland komplett flach. Ich bin eigentlich aus der Not heraus Unternehmer geworden (und 14 Jahre geblieben), weil ich keine abgeschlossene Berufsausbildung und Probleme mit Autoritätspersonen über mir habe.
Gescheiterte Unternehmer haben es hier nicht leicht, gerade weil man auch weiß, dass diese meist starke Probleme mit Weisungen haben.
(ich glaube, dass ein Neuanfang woanders die aber nötige Motivation mit sich bringen würde)

Zitat
Die einzige Möglichkeit, die mir einfällt wäre ein Sozialpsychiatrischer Dienst. Dort benötigt man keine Unterlagen (wie Krankenkassenkarte, Personalausweis, Aufenthaltsgenehmigung) um sich (auch therapeutisch) beraten zu lassen. Und es ist auch kostenlos. Schau doch mal im Internet, wo es bei dir in der Nähe solche Beratungsstellen gibt.
Das ist tatsächlich eine gute Idee, die ich nicht kannte.
Wenn das wirklich so zutrifft und man auch kurzfristig Hilfe bekommen kann, wäre das sicher eine gute Übergangslösung.
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Unwissend

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #6 am: 09 Januar 2019, 21:06:16 »

Nachtrag (weil ich nicht editieren kann):
Nur damit keine Missverständnisse wegen der 2 verschiedenen Summen aufkommen: 34.000€ waren die hinterzogenen Steuern.
Die im letzten Beitrag erwähnten 39.000€ sind der aktuell offene Betrag der sich aus den nachzuzahlenden Steuern, Auslagen und Zinsen abzüglich der bisherigen Zahlungen zusammensetzt.
Die Zahlen spielen eigentlich keine Rolle, aber um Nachfragen diesbezüglich zu vermeiden.
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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #7 am: 09 Januar 2019, 22:26:44 »

Das mit dem sozialpsychiatrischen Dienst ist wirklich eine gute Idee. Viel Erfolg damit.

Ich hoffe, dass ich dir nicht zu nahe getreten bin. Es ist nicht so, dass ich dir deine Depression nicht glaube, oder die bescheidene Lage in der du dich befindest, trotzdem hatte und habe ich beim Lesen deines Beitrags das Gefühl, dass du viel zu viel Energie darauf verwendest zu begründen warum dieses und jenes nicht geht, statt dir zu überlegen was du wirklich tun kannst.

Alles Gute!

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Toni

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Re: Was tun, wenn man jegliche Hoffnung verloren hat?
« Antwort #8 am: 11 Januar 2019, 11:35:37 »

Hallo Unwissend,

ich wünsche dir auch viel Erfolg mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder einer ähnlichen Beratungsstelle! Wenn es gar nicht anders geht müsstest du vielleicht auch in den sauren Apfel beißen und einen Therapeuten selbst bezahlen. Da ist zwar auch nicht gerade billig, aber vielleicht reichen ein paar Stunden schon aus, um dich etwas zu sortieren und einen Lösungsansatz zu finden.

Vielleicht ist dir ja inzwischen selbst aufgefallen, dass du mit "Rosinenpickerei" auf Dauer nicht weiter kommst. Wenn ich mir deine Situation ansehe, wie du sie bisher geschildert hast, hättest du ja mehrere Möglichkeiten, allerdings ist keine der Lösungen nur vorteilhaft. In jedem Fall wirst du die eine oder andere Kröte schlucken müssen:

a) so weiter machen wie bisher, d. h. dein vorhandenes Vermögen "verstecken" um der Zahlungspflicht zu entgehen, dich dafür in einem Land melden, in dem du die Sprache offensichtlich nicht sprichst, und eine Krankenversicherung für wenig Geld zu haben, die du dann aber nicht in Anspruch nehmen kannst, weil du die Sprache nicht sprichst und darüber hinaus die Versorgung schlecht ist (wird wohl seinen Grund haben, warum die Versicherung nur 20 € kostet); diese Lösung wird sich am Tag X in der Tat selbst erledigen, nämlich dann, wenn das Vermögen aufgebraucht ist

b) du könntest dich wieder in Deutschland anmelden, das Vermögen in die Schulden stecken und dann Sozialleistungen und medizinische Versorgung in Deutschland beanspruchen; dabei ist natürlich zu bedenken, dass du möglicherweise keinen Anspruch auf Hartz IV hast, wenn du bei deiner Freundin wohnst und sie dann wegen der Versorgungsgemeinschaft für dich aufkommen muss. Willst du das? Will sie das? Auf Dauer müsstest du dann wohl die Kröte schlucken, einen Job anzunehmen, in dem du dich unterordnen musst. Hier ist die Frage nicht "Willst du das?" (nee - willst du nicht!) sondern "Kannst du das?" (vielleicht mit Unterstützung einer Therapie?)

c) du und deine Freundin, ihr brecht eure Zelte hier ab und geht in ein anderes Land. Du willst das ja, wenn ich es recht verstanden habe. Bleibt aber die Frage: Will deine Freundin das? Außerdem: Könnt ihr das? Wenn du/ihr die Sprache dort nicht sprichst/sprecht wird ein Neuanfang auch nicht leicht. Wenn deine Freundin hier eine gesicherte Existenz hat (mal abgesehen von sozialen Kontakten und Netzen), wird sie die möglicherweise nicht für eine Reise ins Ungewisse aufgeben wollen.

d) du gehst alleine in ein fremdes Land, baust dort eine Existenz auf und deine Freundin kommt nach, wenn du dort eine gesicherte Existenz hast. Nachteil: ihr hättet eine Zeit lang eine Fernbeziehung. Willst du das? Will sie das? Wenn sie das überhaupt nicht will: Was ist dir wichtiger: Eine Existenz in einem anderen Land ohne Autoritäten über dir und ohne deine Freundin oder eine Existenz in Deutschland, bei der du dich möglicherweise irgendwo unterordnen muss. Wäre es eine Alternative, alleine ein neues Leben anzufangen?

Ich hoffe du findest Unterstützung dabei, dich einerseits aus deiner misslichen Lage zu befreien, und andererseits aus den Depressionen herauszukommen (die vermutlich durch deine Situation im höchsten Maße negativ beeinflusst werden).

Viele Grüße von Toni
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