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Autor Thema: 2005-2019  (Gelesen 2062 mal)

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InaDiva

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Re: 2005-2019
« Antwort #15 am: 19 August 2019, 19:19:19 »

 
Bitte keine urheberrechtlich geschützten Inhalte im Forum veröffentlichen!
Dieser Bereich ist für selbst verfasste Gedichte / Geschichten vorgesehen.

Für die, die es interessiert: Gepostet wurde der Text "Der Zug des Lebens" von Ellen Hoffmann.

(Tut mir leid, cricri – daran hätte ich bereits gestern denken müssen, bevor ich es kommentiert habe!)
 
« Letzte Änderung: 20 August 2019, 08:55:55 von InaDiva »
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cricri

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Mein Liebster..
« Antwort #16 am: 20 August 2019, 18:22:00 »

Schweißgebadet bin ich aufgewacht
nur geträumt und wieder nur an dich gedacht.
Hab dich mit meinem inneren Auge gesehn
du warst hier bei mir und ließt mich nicht gehn.
Du wolltest mir was sagen, etwas das dir wichtig war,
ich hab dich nicht verstanden, war wie taub scheinbar.
Kein Lärm ringsum, waren ganz allein nur du und nur ich <3
es tut so unheimlich gut dich zu berühren – lieb allweil dich!
Wir standen engumschlungen auf irgendnem großen Platz,
mutterselenalleine – die Welt schien angehalten - nur ich und mein Schatz.
Schritte kamen näher, waren sehr gut zu hören, in der Totenstille
ich wurde weggerissen von ner starken Person und du um Gotteswillen.
Du lagst vor mir, durchsichtig, und deine Hülle war mit Blut getränkt
Polizei kam und die starke Person hat den Focus allein auf mich gelenkt.
In Handschellen wurd ich abgeführt und meine Hilferufe nicht erhört
der Platz war plötzlich voll mit Leuten doch Niemand hat mich gehört.
Was hab ich dir nur angetan? War das denn wirklich ich?
Könnt ich denn sowas übers Herz bringen? Ich liebe doch dich!
Keinerlei Antworten auf meine Fragen, die ich in meiner Not rief
so lass ich lass dich liegen mein Liebster und spring hinab ganz tief.

In Liebe L.
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Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, [...]
Gesellschaft ist wo alles menschenleer, [...]
Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.
©Lord Byron

InaDiva

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Re: 2005-2019
« Antwort #17 am: 20 August 2019, 18:55:55 »

 
Wow! Du hast Deinen (Alb)Traum wirklich toll und sehr bildhaft beschrieben! Ich habe Dein Gedicht nun dreimal gelesen und bin beeindruckt von der Stimmung, die Deine Zeilen entstehen lassen. Ich habe die "Geschichte" während des Lesens wie einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen sehen.

Vielen Dank, dass Du dieses besondere Gedicht mit uns teilst!
 
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cricri

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Trigger!
« Antwort #18 am: 21 August 2019, 16:13:50 »

[.. ]
Denn wenn mir die Tränen wie ein Wasserfall über mein Gesicht laufen
schreit mein Kopf: „Schreib dein Gedicht oder geh einfach saufen“
um das zu verarbeiten was dir diese Tränen beschert
aber vergiss dabei nicht, du bist das Salz in der Suppe nicht wert!
Ne Millisekunde und die Worte sprudeln aus dem Kopf heraus
paradox im Grunde, sonst weiß ich weder ein noch aus.
Mein Hirn, ein aus Granit umschlossener Psychoballast, beinah vollständig
wenn Das nicht will, dann bin ich auch nicht lebendig.
Es steuert mich fern und versucht meine Gedanken
ich könnte mich selbst zerstören, gerate ins Wanken.
Da hilft die Flucht in diese wunderschöne, wattig weiche Welt
in der es meinem Kopf und Herzen ganz besonders gut gefällt.
Sie beruhigt mich und hilft mir, mich besser zu fühlen
sie lässt mir viel Zeit und verhindert weiteres Aufwühlen.
Dort ist es nicht stressig, es herrscht kein Druck weit und breit
ich spüre wunderbares Gelöst sein von allem, herrlich leicht und befreit.
Tiefer und tiefer taucht mein Bewusstsein genau dort hinein
Grelles Licht erlischt, Töne kommen gedämpft, das ist soo fein.
Alles würd ich in diesem Moment dafür geben
Alles, damit ich nimmer zurück muss in mein nüchternes Leben.
Nur noch einschlafen und nie mehr wach werden müssen, das weiss ich wohl
dieser Sehnsucht komm ich näher durch nen noch tieferen Rausch mit Alkohol.
Wenn ich denn sterbe dann möcht ich so sehr gern
dass ich meiner armseligen Welt bin exakt so weit fern,
wie in diesem wunderschönen und vernebelten Sinneswahn
keinen Abschied fühlen, mein Leben lebt weiter in gewohnter Bahn.
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Die Bachforelle
« Antwort #19 am: 26 August 2019, 18:35:35 »

Eine kleine Bachforelle
dreht ihre Runden fleißig,
in des klaren Wassers Welle,
ganz gleich ob kühl oder eisig.

Erquickt sich an des Wassers Strom
ist ein gar sehr lebendger Fisch,
dessen Mühe wert ist der Tageslohn,
nicht zu landen auf des Menschen Tisch.

Ach lass mich doch so sein
wie eine Bachforelle,
so fleißig und lebendig sein
niemals ängstlich vor einer Welle.

Das Leben einzig so zu leben
und wie vorbestimmt von der Natur,
für die Arterhaltung seine Gene weitergeben,
so wäre Leben vermutlich Lebensfreude pur!
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Septembersonne 2019 <3
« Antwort #20 am: 10 September 2019, 16:37:21 »

Die Sonne scheint vom Himmelszelt
erstrahlte dabei die gesamte Welt.
Ob fröhlich, traurig, krank oder einsam
alle Menschen freuen sich gemeinsam.
Weil diese warmen Sonnenstrahlen
Jedermanns Herz guttun und gefallen.
Drum fang dir recht viele Sonnenstrahlen ein
damit sich auch dein Herz fühlen kann so fein.
Erfreu dich daran in deinen traurigen Stunden
dass du hast ‚damals‘ diese Sonnenstrahlen gefunden.
Die so schön wärmen und grad dann so furchtbar tun gut
die dich unterstützen und dir geben wieder neuen Lebensmut!
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Part I
« Antwort #21 am: 16 September 2019, 16:41:06 »

Webradio an und laut stellen so laut Regler kann
is bisserl ne Freiheit möglich im Kopf dann.
Bis die externen Boxen in lieblichen Tönen schallen
will nix anders mehr hören, kein Gerede, kein Türenknallen.
Ruhe sonst überall, Stille hier
lieg auf dem Sofa und denk mich zu dir,
wie dir grad wohl so gehn mag nach all der Zeit
du trittst ein in ein Leben was längst nimmer zu zweit
gelebt wird sondern von mir alleine und
da du dich gemeldet hast weiss ich du bist gesund!
Oder wars die Kaution die dich zurück 'gebracht' hat?
Sonst lief es für dich ja prima, alles lief glatt.
Freu dich!
Ich freu mich
nicht für dich
du bist wien fieser Wespenstich
Rutsch mir den Buckel runter, lass mich in Ruh
uns gibts nimmer, weil da gehören zwei dazu!
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Part II
« Antwort #22 am: 16 September 2019, 23:21:35 »

Es ist schwer nicht zu weinen aber ich muss stark sein
Stark sein damit du nicht ‚gewinnst‘ verstehst du? Nein,
ich möcht nicht dass du mich mit geschwollnen und verheulten Augen siehst
dich so unehrlich herablässt zu mir, dich womöglich auch noch niederkniest.

Du sollst mich in Ruh lassen, jetzt und für alle Ewigkeit
Du hattest deine Chance und wir hatten unsre Zeit.
Es ist verdammt schwer nicht zu weinen, weil ich tapfer sein will
alles andre bringt mir obendrein sowieso auch nicht wirklich viel.

Welch Hohn,
gar kein Lohn..
Allweil die alte Leier, der stete alte Ton,
und du steigst wieder hinauf auf deinen ‚Thron‘…

Was sollt das ganze Gerede denn noch bringen?
Allweil das alte Liedchen singen?
Ich bin so leid und so satt!
Du machst mich fertig und platt.

Lieber bin ich allein,
Als wieder deine Sklavin zu sein.
Du machst mich fertig und platt
ich hab dich wirklich so verdammt satt!

Mit allem zurück- und im Stich gelassen hast du mich
Hinterrücks entschieden für ne Andre, nicht für mich.
Du gehst deinen Weg doch schon so lange ohne mich
Warum meldest du dich denn überhaupt jetzt? Frag ich mich!

Meldest dich monatelang nicht. Kommt nix von dir, Null,
sagt du gehst ins Ausland für deinen Job, hast son gutes Gefühl.
Holst mich sicher ganz schnell nach, sagtest du
Und ich glaubs dir auch noch, ich dumme Kuh.

Dabei lebst du längst dein neues Leben völlig unbeschwert
Hast ne Neue an deiner Seite, die dich total verehrt.
Ne kleine Familie wirst auch bald mit ihr haben
Glückwunsch, kannst dich ja an meinen Wunden laben.

Es ist schwer nicht zu weinen aber ich muss stark sein
Stark sein damit du nicht ‚gewinnst‘ verstehst du? Nein,
ich möcht nicht dass du mich mit geschwollnen und verheulten Augen siehst
dich so unehrlich herablässt zu mir, dich womöglich auch noch niederkniest.

Du sollst mich in Ruh lassen, jetzt und für alle Ewigkeit
Du hattest deine Chance und wir hatten unsre Zeit.
Es ist verdammt schwer nicht zu weinen, weil ich tapfer sein will
alles andre bringt mir obendrein sowieso auch nicht wirklich viel.

Gott schütze dich O.
Tief verletzt, aber auch unendlich froh,
schrei ich meine Tränen stumm hinaus in die Nacht,
es hat endlich ein Ende! Nur so eins hätt ich nie gedacht..
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non lo so
« Antwort #23 am: 04 Oktober 2019, 10:00:19 »

[Psychisch schwere Kost / könnte Triggern!]

Die Haut tut weh, die Knochen schmerzen,
fühlt sich unerwünscht, krank, allein im Herzen.
Schädel hämmert pausenlos, Augen verheult und geschwollen,
ein Donnerwetter zieht auf, dunkles Grollen.

Es macht keine Angst, es freut umso ehr
lieb auch Donner und Blitze so sehr.
Wünscht, auf ner Donnerwolke durch die Luft sausen,
mit am Blitzschlag noch einmal hinab zur Erden brausen.

An Unglück dort anrichten, wo längst hätt ‚sollen sein‘,
ist voll bewusst, klingt ziemlich gemein!
Wenn ein gefährlicher Mix ein Leben bestimmt,
Kraft fürn Tag, Lebenswillen und Mut wegnimmt,
kaum mehr was auf die Kette bekommen kann,
welch Schaden richtet dann noch ein Blitzschlag an?

Viel zu schwach, weitere Prüfungen zu bestehen,
des Wiederaufstehens leid und stetig rückwärts zu gehen.
Ein reales Leben, von der Vergangenheit bestimmt,
aus der Traumwelt die Überlebensenergie mitnimmt.

Bete zu Gott, wünscht so sehr,
‚bitte lenk nen Superblitz direkt hier her.
Lösch mit eim Schlag aus [m]ein sinnloses Leben,
kannst einem andren Geschöpf ne Chance geben.
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Himmelsstern
« Antwort #24 am: 06 Oktober 2019, 20:46:47 »

Du bist so groß wie eine Faust von mir,
durch dein Pochen, nehm ich allweil Notiz von dir.
Wohnst tief in mir drinnen, kann dich fühlen,
weil du dich durch meinen Kreislauf tust wühlen.
Kein einziger Tropfen Blut geht dabei verloren,
du bist Profi von Beginn an, seit wir waren geboren.

Doch lange schon tu ich dir ständig weh,
wieder und wieder, weil ich mitten im Leben steh?!
Obwohl du unermüdlich und tapfer arbeitest, tagein .. tagaus
schick ich dir nur traurige Grüße hinab, welch ein Graus :/
belaste dich mit meinen dunklen Gedanken,
und du hast nicht mal die Chance, frische Luft zu tanken.

Dafür lies ich ein hohes Gemäuer um dich bauen,
das schreckt ab und niemand wird sich mehr trauen,
dich zu verletzen, achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen!
Das wird nie mehr geschehen, kannst dich drauf verlassen.
Mit der Mauer lebst du zwar sehr kühl, fast wie in am Schattenreich,
doch bringst du so unglaublich viel Wärme rein, bemerke ich gleich.

So leben wir beide nun schon Ü30 Jahre zusammen,
eh klar, wo wir doch aus ein und der selben Zelle stammen.
Wir sind ein Team und nichts kann uns trennen,
uns scheidet, wenn nur der Tod, wenn sie uns verbrennen.
Du legst dann deine Arbeit nieder, hörst auf zu schlagen,
dankbar für deine tapfere Lebenszeit tät ich mich nie beklagen!

Es erklingen auf nem weißen Flügel unsre liebsten Lieblingslieder,
wir lauschen ihnen, weinen und knien uns nieder,
falten die Hände und beten hinauf zu dem Herrn.
Ganz still und leise wird erleuchtet ein neuer Stern.
Dort droben am Himmel dürfen wir ganz hell erstrahlen,
unsern Dank allen Gefährten so zurück zahlen!
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Willensstärke
« Antwort #25 am: 14 Oktober 2019, 13:51:50 »

Ein letzter Atemzug und vorbei ist dein Leben
was bleibt ist dir die letzte Ehre zu geben.
All die schönen Erinnerungen an dich
tun gerade ziemlich weh, jeder Gedanken ein Stich.
Dein letzter Ausweg hat unsere Gefühle erstarren lassen,
es war dein Wille, dafür sollte dich niemand hassen.
Ich bete zu Gott, dem Allmächtigen Herrn,
dass er deine Seele aufnimmt. Wir hatten dich gern!

Die Kripo untersuchte alles, dein gesamtes Hab und Gut,
sicherte Fingerabdrücke. Dazu gehörte wirklich Mut.
Der Anblick muss auch für sie schlimm gewesen sein,
sie ließen nicht mal deine Familie hinein…
Es dauerte Stunden, bis Ärzte und Polizisten löschten das Licht,
sie kamen und wünschten uns Beileid, kreidebleich und schlicht.
Wir durften dich sehen, zum allerletzten Mal,
im Seesack auf des Bestatters Trage, wir hatten ja keine Wahl.

Deine Waffe und Alkoholflaschen wurden alle sichergestellt,
sonst fehlt nichts. Nun geh getrost hinauf in die andere Welt.
In uns lebst du weiter, wir werden die niemals vergessen,
so oft hast du auf deiner Bank vorm Haus im Abendrot gesessen!
Sie steht immer noch da, deine Bank, dem Regen ausgesetzt,
ob sie jemals wieder wird sein so häufig besetzt?
Die Nacht legt ihren Schleier auf das blutrote Geisterhaus,
kein Fenster wird sich mehr öffnen, denn alles ist aus......
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Stille Nacht
« Antwort #26 am: 30 Oktober 2019, 15:23:54 »

Die Stille der Nacht legt sich langsam und sanft übers Tal,
instinktiv steigt die Angst auf, sie wird regelrecht zur Qual.
Entsetzlich weh tut diese Einsamkeit im Herzen
sie ist kaum zu ertragen, verursacht ungeheure Schmerzen.

Drum träum dich schnell hinein, mein liebes Menschenkind
in deine Welt aus deinen Wolken und sanftem Sommerwind.
Lass deine irdischen Gedanken endlich los
sie helfen dir nicht, sie belasten dich bloss.

Spür doch, deine Seele, die will raus
heraus aus diesem, deinem Geisterhaus.
Aber was mach ich ohne der Seele Gunst?
Von Gefühlen und Liebe keinen Dunst?

Mutterseelenallein wandern durchs finstere Tal
während die Angst aufsteigt und erneut wird zur Qual?
Wie lange könnt man wohl so leben? So ganz allein?
Würdst sicher eingehn, still und leise, wie ein vergessnes Blümelein.

Sehnsucht und Hoffnung sinds, die lassen nimmer los
nach Liebe und Geborgenheit... so unendlich gross.
Dem Einen liegts zu Füssen und sieht es nicht
dem Andern wirds nie zuteil, man glaubt es fast nicht.

Verachte diese sinnlosen, bangen Stunden
sie streuen allweil nur Salz in deine Wunden...
bis dann endlich wieder ein Tag anbricht
und dir vielleicht neue Zuversicht verspricht.
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Sonnenseite
« Antwort #27 am: 06 November 2019, 10:33:30 »

Wie eine Last, die auf der Seele liegt und sich scheinbar kein Stück weiterbewegen lässt.
Egal wie positiv ich mir mein Leben zurechtrücken versuche, mir einbilde es_ist_doch_ganz_okay_so.... Es verändert sich nichts.
Tief durchschnaufen soll helfen, Sport und frische gesunde Luft *sfz* Zeitverschwendung, mehr noch, wertvolle Lebenszeitverschwendung...

Es macht mich fertig, nichts zu tun zu haben, sinnlos abzuhängen, sinnloses stundenlanges Warten auf Irgendwas,
Warten dass endlich irgendwas sein wird, irgendwas sich tut, irgendein verdammtes Etwas sich bewegt...
es hängen überall und jeden Tag und beinah zu jeder Stunde dieselben versoffenen Gestalten hier herum, einschließlich mir, außer wenn ich arbeiten darf.
Am Vormittag am Kiosk, Mittag wird drüben am Spielplatz gemacht und dann chillen/entrauschen auf den Bänken am Spielplatz oder
Manche haben sich dermaßen schon so hergerichtet, dass die torkelnd hier im Treppenaufgang laut grölend ihre Unterkunft suchen.
Klingeln und schlagen im Wahn an beinah jede Türe und werden Stockwerk um Stockwerk lauter und aggressiver, wenn sich die eigene Unterkunft nicht finden lässt.
Von den Abenden und Nächten mag ich erst garnicht schreiben.

Aber am allerschlimmsten empfinde ich diese schreckliche Ruhe, gestern schon und auch heute... ... die sich nimmer wie Ruhe anfühlt.
Es ist keine Erholung, ehr ne Rastlosigkeit und innere Unruhe, die sich in mir breit macht und mich auffordert, endlich was zu tun.
Arbeiten bis zum Umfallen könnt ich gerade mit dem Erfolg an so einem Tag vor Erschöpfung kaum mehr 'geradeaus laufen zu können'.
Einkaufen, essen machen, Wäsche machen, Haushalt generell mal machen, alles Fehlanzeige.
Einzig zum Kiosk laufen und Alkohol kaufen, dafür hab ich dann doch allweil genug Kraft und Energie.
Eingesetzte Kraft und Energie, die mir dann auch total normal vorkommt und nicht überflüssig oder gar verschwendet.
Betäuben, vergessen, unterdrücken, Frieden finden.. dass alles was ich dann will. Nicht mehr aber auch nicht weniger... …
Was ein ‚Leben‘…

Vielleicht wäre ich in nem andren Leben, in dem ich auf der Sonnenseite stehen würde, vielleicht wäre ich dann auch ehr kaltherzig?
Hätte son richtig kaltes Herz, dass wenn jemand schon am Boden liegt, ich dann auch nochmal drauftrete, weil
'diese Sorte von Menschen selbst Schuld ist an ihrem Zustand/Leben/Existenz/Dahinvegetieren' [Anführungszeichen beachten!]

Es bringt rein gar nichts darüber zu philosophieren, weil ich nichts an der Sache ändern kann.
Wie üblich hänge ich allein drinnen und löffle Suppe aus, die ich nicht haben wollte, die ich niemals alleine essen kann, aber jetzt mir gezwungenermaßen einverleiben muss.
Hilflosigkeit …
allein gelassen mit allem Chaos... …
Danke auch… … …

Stillstand heißt Seelenschmerz der besonderen Art... ... ...
Also was tun.
Irgendwas.
Scheißegal was, Hauptsache irgendwas, um nicht diese schreckliche Ruhe und erst recht nicht diese verdammte Stille spüren zu müssen.
Wegrennen würde ich am allerliebsten. Wegrennen aus dieser/meiner Existenz... …

Fühl ich mich wie in nem Laufrad gefangen, aus dem ich nicht rauskommen kann.
Es ist mir alles zu viel verschwendete Kraftanstrengung.
Ich bin es leid, bin müde.
Am Gescheitesten wird das sein, dass ich mich wieder ins Bett leg und weiter träume.
Am Ende aber möchte ich bin tapfer und stark sein und den Kampf gewinnen,

WEIL ICH IM GRUNDE MEINES WESENS VERDAMMT GUT AUSHALTEN KANN UND STARK BIN UND TAPFER... STARK BIN UND TAPFER…


Ein für cricri unüblicher Reim mit der Bitte -> Keine Kommentare!
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cricri

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Wolkenkuckucksheim
« Antwort #28 am: 11 November 2019, 14:05:34 »

Mir tut mein Herz so weh
wenn ich dich in meinen Träumen seh
niemals darf ich mich über meine Kindheit beklagen
auch wenn einige Erinnerungen behaftet sind mit Fragen...

Ob an deinen Gesten oder mit deinen Worten
schon von weitem konnte deinen Zustand orten.
Diese trügerische Stille hatte dich damals verraten;
*Warum bin stets ich in deine Wutausbrüche geraten?

Mal ins Gesicht, auf den Kopf oder gar zugedrückt meine Kehle
es war nur mein Körper, längst entschwunden meine Kinderseele
in diesen, deinen Augen dann, sah ich, dass ich meiner Existenz nicht wert,
meine Liebe zu dir, meine Angst vor dir haben dich jedoch nicht gestört.

Nach deinen Anfällen saß ich meist wimmernd und einsam in einem Eck
rote Tränen bildeten langsam einen glänzenden Bodenfleck
jeden dieser Flecken konnte meine Seele in Bildern wiedergeben
*Warum? Was hab ich falsch gemacht? Warum muss ein Kind das erleben?

In diesen Momenten wusste ich überhaupt nichts mehr
die physichen und psychischen Wunden schmerzten viel zu sehr.
Der krasse Gegensatz folgte anschließend noch Wochen danach
mit Nichtbeachtung gestraft, alles wurde totgeschwiegen, ach…

Groß war meine Angst dann, wenn du besoffen warst, du warst so unberechenbar zu mir,
dir gings verammt schlecht, ich hab dich gesehn, trankst viel zu oft aus diesen Flaschen vor Gier.
Oft schaute ich weinend hinauf zum Himmel oder einfach aus meinem Fenster hinaus
betete zu Gott, dass er mich wegholt zu seinen Engeln, zumindest raus aus diesem Haus.

Später wurd mir klar, dass Gott hier nicht helfen kann und du würdst mich eh überall finden
was viel besseres musste ich für mich daher als [Er-]lösung finden...
und das hab ich,
wahrlich, Jahre später gefunden und nur für mich!

Zu sehen ist sie auf meiner Haut, fast überall, wien großflächiges Tattoo
[m]ein Meisterwerk aus 1000 und einer Nacht und meine Seele lächelt mir beim Betrachten zu.
Bitte lass mich heute meine Träume träumen, bitte lass mich wenigstens im Schlaf in Ruh,
bin alt genug zum Verstehen ... ich bin nunmal ich … Mum … und du warst nunmal du...


Seelenreinigung -> bitte keine Kommentare!
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