Nur Ruhe - Selbsthilfeportal über Depressionen und Selbstmord

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Autor Thema: 2005-2019  (Gelesen 3064 mal)

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cricri

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Einfach von der Seele reimen..
« Antwort #30 am: 29 Dezember 2019, 19:25:44 »

Die Sonne steigt hoch hinauf ins Himmelszelt
spendet ihre Freude für alles Leben auf der Welt.
Auch für dich keine Grille, vergiss das niemals nicht
du lebst ein Leben, so finde den Weg zurück ins Licht.
Schau noch einmal zurück auf 2019 und seine, deine Tage
Schreibs hier auf und schliess das Kapitel ohne eine Frage.

Mit unglaublichen Schneemassen begann das Jahr
Schnee wohin das Auge reichte, sooo wunderbar <3
Unsre Wohnung, eine kleine Wohlfühloase pur
ich mochte sie so wie sie war, gefehlt hast du nur.
Ziemlich lange wars frostig kalt und nass wurd‘s dann im Februar
der Himmel weinte beinah soviel, wie gefühlt im gsamten Jahr.
Vielleicht schon der Hinweis auf die Tränen war,
die da folgen würden, leise, bitterlich und kristallkar?

Im März erhielten alle auf Arbeit zur großen Freude
außer dem verdienten Lohn auch eine Bonusausbeute.
Geld, welches ich gern in unsere Oase inverstiert habe
auch um dir Freude zu bereiten, dafür besitz ich die Gabe.
Der Frühling und auch der Frühsommer hielt Einzug im April,
dem Monat, der nicht so recht weiß, was er denn will.
2005 – 2019 ohne jegliche Hoffnung auf Wiederkehr
vermiste mein Wolkenkuckucksheim schon sehr…

Geburtstag feierten wir alleine, ich & Jule und Jule & ich
mit zwei Flaschen ‚on the rocks‘, betrunken aber glücklich.
Ich liebte es, wenn du lachst und ich der Grund dafür war
wie bei deinem letzten Anruf aus dem Iran, sooo wunderbar.
Glücklich betrunken sein ist ein ganz ein wunderbares Gefühl
tät da am liebsten die Welt umarmen und davon spenden, sehr viel
an Lebewesen, die es brauchen können, grad im selben Augenblick
die diese wunderbare Glückseligkeit schätzen und nutzen für sich jedes Stück.

Balsam für die Wunden und meine Seele war der Wonnemonat Mai
nach der Registrierung hier fühlte ich mich lebendig und irgendwie frei.
Arbeitstechnisch gings wiedermal bergab. Man brauchte mich nicht mehr
wie gern hätt ich dich da an meiner Seite gewusst, du fehltest ehrlich sehr.
Grenzwertig waren die Sommermonate, der Juni, der Juli und der August
da gings drunter und drüber. Auf Freude folgten stets Tränen, Kummer und Frust.
Im Biergarten lies es sich gut über die Sorgen sprechen, von meinem Bruder
er hat das alles so auch nicht verdient, aber saß da schon nimmer am Ruder.

Im September / Oktober musste ich unsre kleine Wohlfühloase räumen
‚unsre‘ Mietschulden brachten das Glas des Vermieters zum Überschäumen.
Es gingen Tage, ja Wochen ins Land ohne feste Bleibe in Sicht.
Tränen laufen gerade hinunter, beim Festhalten in diesem Gedicht.
Eine neue Arbeit und eine Wohnung fand ich dann endlich im letzten Quartal,
Schichten kräfteraubend, Lebensumfeld grenzwertig, tägliches Betäuben, fatal.
Deinen Rat für meine Sorgen, Zuhören, mal uneingeschränkte Anwesenheit für mich,
sogar nur eine Umarmung von dir hätten ausgereicht, stattdessen der finale Stich…

Gewachsen sind in der Zeit der Chat und XX zu tragenden Säulen in meinem Leben
das XX als kleine ‚Oase‘ und der Chat kann meinem Kopf ein Wohlfühlen geben.
Da gibt’s echt noch Menschen, die können durchdringen meine hoch gebaute Mauer
sind einfach da, wenn ich sie brauche, ohne Vorurteile ‚liegen wartend auf der Lauer‘.
Geben mir so unglaublich viel und zerstören dadurch meinen eigentlichen Plan,
den ich sorgfältig zurechtgelegt hab, für den Fall, dass ich wann garnimmer kann.
Selbst Weihnachten wurde so überstanden, zum allerersten Mal mutterseelenallein
Zwar fast durchgehend fünf Tage wach und betäubt aber trotzdem mit Bewusstsein.

Es hat lange gedauert, bis ich wusste was du so sehr verbergen wolltest vor mir,
das, was in meiner Seele blutete als ich unser Foto betrachtete, war die Existenz von ihr.
Ich stellte mir dich vor, glücklich mit ihr, wenn ihr erstmal eure kleine Familie habt
euer Glück kam im Dezember zur Welt und du hast dich an meinen Tränen gelabt.
Wie viel kann meine Seele noch ertragen? Wie lange kann mein Herz dazu im Takt schlagen?
Es ist nicht so, dass ich ein Engerl bin, nur was du mir angetan hast, muss ich nun ertragen.
Niemals würde ich durch meine Worte, mein Tun oder meine eigene Schulterlast
Lebewesen so derart zertreten oder vernichten, wie du das mit mir gemacht hast.

Die Anwesenheit unglaublich wertvoller Menschen im virtuellen Leben
konnten mir das Gefühl von Wärme, Liebe und Wertschätzung geben.
So zogen die Tage vorrüber, mein Herz schlägt weiter und atme immer noch
träume wieder Träume, die sich bewahrheiten in wenigen Stunden Schlaf jedoch.
Vielleicht ist meine nächste Stufe bereits erreicht?
Bis zu dieser wars keine Anstrengung, es ging eigentlich ganz leicht.
Wies weitergehen wird im neuen Jahr, steht aktuell noch nicht sicher fest.
Der Weg für Plan B liegt vor meinen Füssen, könnte ihn gehen, auch erstmal nur zum Test.

Ganz tief jedoch in meinem zerstörten Herzen
toben längst schon die Versagensschmerzen.
Es herrschen Selbstzweifel, es fehlt Mut, es fehlt vorallem an Energie und Kraft,
mit diesem Cocktail hab ich noch nie zuvor wirklich was Gutes geschafft.
Reichtest du mir noch ein einziges mal deine Hand,
würde ich vermutlich mit dir zusammen gehen können durch dieses unbekannte Land.
Weil ich dir inzwischen wirklich vertraue, dich und deine Gedanken zu schätzen weiss,
könnte es funktionieren, wenn für dich nicht zu hoch ist dein Einsatz für den 'Preis'.

Und jede Nacht zieht die Sonne ihre Strahlen wieder zurück,
um am nächsten Morgen die Welt zu erobern mit Wonne und Glück.
Schlag auf deine wunderschönen Augen und zeige ihnen deine vielen Farben
erlebe bewusst den Tag kleine Grille, fülle deine Existenz nicht mit Narben.
Hüpf hinaus in die große, weite Welt
tu was du musst, was dir gut tut und gefällt!
Gespeichert
Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, [...]
Gesellschaft ist wo alles menschenleer, [...]
Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.
©Lord Byron

Mickie

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Re: 2005-2019
« Antwort #31 am: 30 Dezember 2019, 23:11:10 »

Cricri ich umärmel dich einfach, dieses Gedicht ich bin sprachlos und doch da
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