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Autor Thema: Entzug von AD.  (Gelesen 1031 mal)

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Igor007

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Re: Entzug von AD.
« Antwort #30 am: 11 Februar 2020, 19:12:00 »

Natürlich reagieren Kinder auf Placebos. Wer hätte noch nicht den Schmerz eines aufgeschlagenen Knies "weggepustet" oder mit Gummibärchen "betäubt"--Zitat.

Ich meinte hier AD-Forschung. Nicht Placebo allgemein. Also, bitte, nicht meine Wörter zu verdrehen.

Und worin besteht doch das Anliegen, bleibt mit echt schleierhaft. Ich nehme an, ich sei doch noch nicht absolut senil....lol...
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Igor007

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Re: Entzug von AD.
« Antwort #31 am: 11 Februar 2020, 19:33:57 »

Für das bessere Verständnis, um was es hier geht, ich schreibe ab das Zitat aus dem Buch von W.Schmidbauer,2017, S.149.


Eine kritische Auswertung aller von der amerikanischen Arzneimittelbehörde akzeptierten Studien durch den Havald-Forscher Irving Kirsch und seine Mitarbeiter in dem renommierten Internetportal
PLOS-Medicine (Februar 2008) legte nahe, dass auch der bisher für schwere Depressionen behauptete geringe Vorteil der Medikamente gegnüber dem Placebo nicht auf SPEZIFISCHEN Wirkungen der Antideppressiva beruht, sondern darauf, dass schwer Depressive generell schlechter auf Placebos reagieren. ( im Text.--kursiv).

So, und über Level von der Diskussion das andere Zitat.

Die Serotonin-Hypothese der Depression ist vergleichbar mit der Masturbations-Hypothese des Wahnsinns.

David Healy, in einer Rede 2002 am Institute of Psychiatry in London.
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Igor007

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Re: Entzug von AD.
« Antwort #32 am: 11 Februar 2020, 19:47:48 »

Schlussfolgerungen
Hinsichtlich der Wirksamkeit von Antidepressiva nehmen die Unterschiede zwischen Antidepressiva
und Placebos zwar als Funktion des Schweregrads der Erkrankung bei Studienbeginn zu, der
Unterschied ist jedoch selbst bei stark depressiven Patienten nur relativ gering. Die Beziehung
zwischen dem Schweregrad bei Studienbeginn und der Wirksamkeit der Antidepressiva ist eher auf
das geringere Ansprechverhalten äußerst depressiver Patienten auf Placebos, als auf ihr besseres
Ansprechverhalten auf die Medikamente zurückzuführen.

Das ist das Original von FDA(2008).
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Igor007

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Re: Entzug von AD.
« Antwort #33 am: 11 Februar 2020, 19:55:20 »

Auf dem DGPPN-Kongress 2016 in Berlin legte Kirsch nun nach: Mehr als 80 % der Antidepressivawirksamkeit be- ruhe auf dem Placeboe­ekt. Dies sei in- zwischen auch durch eine ganze Reihe von Metaanalysen anderer Arbeitsgruppen gezeigt worden. Keine davon habe für Antidepressiva eine klinisch signi.- kante Wirksamkeit nach den britischen NICE-Kriterien nachweisen können. Dafür ist eine Verum-Placebo-Di­erenz von 3 Punkten auf der Hamilton-De- pressionsskala (HAM-D) nötig. Kirsch hatte in seinen Analysen aus den Jahren 2002 und 2008 lediglich eine Di­erenz von 1,8 Punkten gefunden. Genau der Wert, den nun auch eine FDA-Analyse zu über 23.000 einzelnen Patienten erge-ben hat (Abb. 1). Kritik, das NICE-Kri- terium sei willkürlich festgelegt, lässt Kirsch nicht gelten: „Das gilt auch für die De.nition der Ansprechrate als min-destens 50 % Symptomreduktion oder der statistischen Signi.kanz bei einem p-Wert unter 0,05.“
Das ist doch wirklich skandalös, ich finde dazu keine Worte. Der Artikel ist nicht  frei zugänglich.
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nubis

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Re: Entzug von AD.
« Antwort #34 am: 11 Februar 2020, 21:01:51 »


Hallo @'Igor'

Dies ist kein Wissenschaftsforum und keine Plattform für Verschwörungstheoretiker (obwohl dies sicher auch eine Form psychischer Probleme darstellt).
Vielleicht findest du noch einen Weg dich (auch gerne hier im Forum) auf DICH und DEINE Problematik zu konzentrieren und Ansätze zu bieten, die einen sinnvollen Austausch ermöglichen; vielleicht findet sich auch jemand, der dein Interesse an Studien und Publikationen teilt und sich zB per PN mit dir darüber austauschen möchte.

Für den öffentlichen Bereich empfinde ich diese Art der Beitragsgestaltung als fehl am Platze und schließe den Thread dann jetzt - und mache darauf aufmerksam, dass ich vergleichbare weitere Threads ebenfalls schließen - oder gegebenenfalls löschen werde.

LG

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Gegen Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Arzneimittel: Hoffnung und Geduld

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