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Autor Thema: Poly sagt Hi  (Gelesen 2250 mal)

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Poly

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Poly sagt Hi
« am: 28 April 2022, 22:59:38 »

Mein Name ist Sara.
Ich bin 19 und habe ein Problem, den Alkohol. Ich trinke seit ich 14 bin täglich Alkohol. Ohne geht es mir schlecht, ich hab Entzugserscheinungen so wie Zittern Kopfschmerzen, Suchtdruck würd die SHG sagen, das übliche würden Betroffene sagen. Jedenfalls bin ich vom Wesen her auszuhalten, nur nicht so gut, wenn ich Suchtdruck habe.

Ich gehe zur Therapie 1x die Woche und in eine SHG 1x die Woche aber ich komme nicht los davon.
Erhoffe mir einen Austausch hier und Tipps wie ich weg von dem Scheiss komme. Ich möchte aufhören mit dem Trinken weil ich  sehe, wie der Alkohol meine Gedanken beeinflusst und ich meistens schlecht drauf bin wenn ich trinke und das ist gefährlich, weil ich Probleme hatte als Kind und Jugendlicher mit die Eltern. Naja.

Danke fürs Lesen.
Wenn iich falsch bin, kein Problem dann geh ich wieder. Besser als Zeit zu verlieren.Poly
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #1 am: 28 April 2022, 23:37:47 »

 
Herzlich willkommen im Forum, Sara!

Da hast Du ja wirklich schon sehr früh mit dem Trinken angefangen.

So, wie sich Dein Text für mich liest, sind die wichtigsten Voraussetzungen, um vom Alkohol loszukommen, bereits gegeben: Das ist zum einen die Einsicht, dass Du ein Problem hast und Dir der Alkohol schadet, und zum anderen der Wille, mit dem Trinken aufzuhören. Toll, dass Du sogar in Therapie bist und eine Selbsthilfegruppe besuchst! Wie lange machst Du das schon? Erste Therapieerfolge stellen sich meist erst nach einiger Zeit ein. Da ist Geduld gefragt.

Fühlst Du Dich in der SHG wohl? Es gibt ja unterschiedliche Konzepte, wie eine solche Gruppe funktioniert und geleitet wird. Wenn Du das Gefühl hast, dass die jetzige Gruppe von der Herangehensweise her nicht so gut zu Dir passt, könntest Du es mit einer anderen probieren.

Was denkst Du darüber, einen Entzug in einer Klinik zu machen? Ich glaube, dass es im Rahmen einer stationären Behandlung einfacher ist, durchzuhalten, als wenn man es alleine zu Hause versucht, denn da neigt man viel eher dazu, etwas „Dummes“ zu tun, damit die Entzugserscheinungen möglichst schnell verschwinden.

Liebe Grüße
Ina
 
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #2 am: 29 April 2022, 00:54:02 »

Danke
Fast ebenso lang bin ich in Therapie und war in verschiedenen SHG für Jugendliche und junge Erwachsene erst mal mit psychologischem Schwerpunkt später nur Suchtbekämpfung alles neben der Schule was schwer im Alltag war weil ich da dann im Internat war und Jeder es mitgekriegt hat dass ich anders bin.
Ja ich habe viel über Sucht gelernt und wie Menschen sich unterschiedlich verhalten und ich habe gelernt nicht gleich aufzugeben und dass Rückfälle dazugehören und cih jedes Mal von Null beginne wenn ich einen Rückfall habe. Vielleicht ist positiv dass ich mich noch nicht totgesoffen hab weil ich gleich in eine SHG geschickt wurde vom Sozialbetreuer.
In der SHG habe ich eine Betreuung die mich seit langer Dauer begleitet was gut ist weil wir uns ganz gut verstehen und sie nett ist sie ist etwas älter als meine Mutter und ich hänge an ihr weil sie mir viel Wärme gibt. Sie musste sich leider ein wenig gesundheitlich zurücknehmen und das tut mir nicht gut darum hat sie mir geraten parallel etwas für mich zum Austausch zu suchen nicht als Ersatz nur Austausch für meine Gedanken.
Das ist mir bewusst das ich andre Gruppen probieren kann aber ich hänge an der Betreuerin sie kennt mich seit der Zeit schon recht gut und ich muss mich oft nicht mehr erklären was für ich toll ist und für sie evtl auch. Werde ide SHG nicht wechseln erst wenn sie nicht mehr da ist.

Tatsächlich ja hab bei einer Klink angefragt die hier in der Gegend sind bereits belegt stehe auf der Warteliste und würde das tun weil ich fühle das mich die SUcht kaputt macht weil ich zu nichts mehr Lust habe keine Freude da und auch kein Leben dann. WEnn du alles machst weil du es dir einredest ist blöde.

Ich hatte bereits vielmals versucht alleine zu entziehen und es ist mir nie gelungen. Ich habe zeitlang Beruhigungsmittel genommen damit ich nicht dauernd an den Alkohol denken muss hat aber nicht sehr lange geholfen aber dank meiner Betreuerin habe ich die dann schnell ausgeschlichen war nicht leicht aber ich hatte sie an meiner Seite was für mich essentiell war.

Danke schön.
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #3 am: 29 April 2022, 20:21:06 »

Vorgestern nahm ich bei einer Online-Beratung für Süchtige U25 teil und hab meine Situation beschrieben so gut ich konnte. Die Online-Beratung hat mir heute Rückmeldung gegeben das XYZ für mich zuständig ist und XYZ sich auf meine Fragen innerhalb von 7 Tagen melden wird. 7 Tage können sehr lange werden und ich frag mich ob ich wirklich dort richtig aufgehoben bin weil denen erscheinen 7 Tage nicht zu lange für U25 Süchtige.
Habe heute darauf reagiert und geantwortet ähnliche Gedanken wie hier bin gespannt ob ich eine Antwort bekomme selbst wenn keine kommt wäre mir das dann auch egal weil mein Kopf hat auf diese 7-Tage-Meldung ehrlich gesagt damit abgeschlossen und weggepackt unter *Finger weg*.

Hat hier Jemand Erfahrung auch schon mit so einer U25 Beratung gemacht?
Die ist optisch aufgebaut wie ein Chat aber es wird eben erst nach mehreren Tagen geantwortet.

Danke schön.
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #4 am: 30 April 2022, 00:07:07 »

 
Das ist ja toll, dass Du eine Betreuerin hast, die Dich begleitet und mit der Du offenbar einen sehr vertrauten Umgang hast. :) Das gibt Dir bestimmt Halt und ist eine gute Unterstützung auf Deinem Weg.

Sich mit Beruhigungsmitteln vom Alkohol abzulenken, endet meist nur in einer Art Suchtverlagerung. Daher ist es schon mal sehr gut, dass Du auf der Warteliste für eine stationäre Aufnahme in der Klinik stehst. Ich halte das wirklich für sinnvoll, weil man da einfach mehr „Schutz vor sich selbst“ hat, als wenn man es alleine zu Hause versucht. Ich habe vor vielen Jahren zwei Medikamentenentzüge in der Klinik gemacht und bin noch immer sehr froh, diesen Schritt damals gewagt zu haben. Ich wünsche Dir, dass Du nicht mehr allzu lang darauf warten musst!

Was die Online-Beratung betrifft: Ja, solche Angebote kenne ich. Mit Online-Suchtberatung kenne ich mich nicht aus, aber ich habe mir mal so eine Seite zum Thema Depressionen angesehen und da betrug die Wartezeit, wenn ich mich recht erinnere, drei Tage. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei in der Regel um ehrenamtliche Tätigkeiten handelt, ist es schon verständlich, dass man nicht sofort eine Antwort bekommt und es sich einige Tage hinziehen kann. Wenn man ein akutes Problem hat und sich schnell Hilfe erhofft, sind solche Angebote aber wohl nicht so geeignet.

Es wird Dir nicht helfen, aber ich möchte Dir sagen, dass ich es bewundernswert finde, wie sehr Du Dich bemühst, Unterstützung zu finden, um vom Alkohol loszukommen. Du machst genau das Richtige!
 
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pepsi

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #5 am: 13 Mai 2022, 22:40:26 »

Hallo Poly ich hab dich gelesen - kann dir leider nicht sagen was das beste Mittel ist von der Sucht wegzukommen
Ich wünsche dir allen voran viel Geduld und Zuversicht und stets den Glauben an dich selbst, dass du es schaffst.

Viel Glück und Mut
sowie nen lieben Gruß, pepsi
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #6 am: 15 Mai 2022, 18:30:31 »

Hi Ina Danke.
Ja das stimmt sie gibt mir Halt und es tut mir gut wenn ich mit ihr über Alles reden kann was mich gerade besonders bedrückt. Heute würde es mir weiterhelfen wenn ich an einem der nächsten Tage einen Termin bei ihr hätte aber das ist aktuell nicht möglich und das Wissen macht mich traurig aber auch ängstlich weil ich Angst habe sie zu verlieren. Es liest sich bestimmt kindisch und dumm von mir aber ich hänge sehr an ihr weil sie gefühlt immer für mich da ist und mich so annimmt wie ich bin auch wenn es mir nicht gut geht macht es für sie keinen Unterschied und das finde ich toll.
Sie fehlt mir.
Die U25-Beratung hat sich gemeldet das ist schonmal gut aber ich empfinde es für mich nicht hilfreich weil ich dafür zu ungeduldig bin weil ich nicht 7 Tage auf eine Antwort warten kann. Ich muss mich sehr beherrschen und regelrecht dazu zwingen meinen Frust darüber nicht aufzuschreiben darum hab ich beschlossen nicht wieder reinzusehen. XYZ schrieb mir dass ich mich jederzeit wieder verabschieden kann und das tue ich vorerst mit Nichtantworten und vermutlich irgendwann auch mit der Nachricht dass. Gerade interessiert es mich nicht was XYZ denkt weil ich enttäuscht bin von dem Format und ich weiss dass ich etwas parallel zu meiner Beraterin benötige weil sie länger immer weniger Zeit für mich haben wird. Ich hab Angst dass sie sterben wird und ich weiss dass das ungerecht ist so zu denken. Ich war heute morgen auf einer Kirchenseite und habe ein Licht angezündet für sie weil ich möchte dass sie wieder gesund wird nicht nur damit sie für mich wieder da ist sondern weil sie ein guter Mensch ist der in der Welt viel Gutes tut.
Mir geht es heute nicht gut ich vermisse sie und weine weil ich sie gerne sehen möchte mir wieder mehr Stabilität erhoffe und ruhiger werden kann.

Nichts Neues von der Klinik.
Danke das Thema Suchtverlagerung ist wirklich nicht ohne das sagte mir meine Beraterin auch immer und warnte mich davor wieder in die gleiche Falle zu tapsen und sie hat auch Recht genau wie du und ich find das super dass du es geschafft hast Ina. Ich weiss ja auch dass es nicht gut ist und möglicherweise rede mir ein dass ich auch ohne könnte und nur jetzt heute mal was dagegen nehme aber ich weiss dass es gefährlich sein kann und ich aufpassen muss. Ich kann wieder nicht widerstehen besser als zu viel zu trinken sag ich mir und hoffe dass es schon irgendwie so passt und hoffe auch auf Glück nicht abhängig davon zu werden.
Wenn ich in der Klinik aufgenommen werde glaub ich dass ich auch davon loskommen kann.
Es ist auch nicht schön so müde zu sein dass einem die Augen zufallen mitten am Tag im Park auf einer Bank sitzend und auch nicht wenn ich in der Bahn sitze und dadurch meinen Ausstieg verpasse und der Bahnbeamte mich an der Endstation wecken muss. Peinlich aber das machen die Medikamente und mir ist es dann irgendwie auch niicht peinlich.
Ist es von deiner Seite aus möglich manchmal ein oder zwei Fragen zu dem Thema zu beantworten oder lieber nicht?
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #7 am: 16 Mai 2022, 17:57:57 »

 
Hallo Poly,

nein, es klingt nicht kindisch oder dumm, sondern ist sehr verständlich und nachvollziehbar. An sich ist es auch einfach toll und hilfreich, wenn so ein enges Vertrauensverhältnis besteht, denn das ist die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Leider besteht da aber auch schnell die Gefahr einer emotionalen Abhängigkeit – und das wiederum kann zu Problemen führen, weil solche „Beziehungen“ in der Regel nicht darauf ausgelegt sind, ewig zu bestehen. Auch wenn es hart ist, muss man sich bewusst sein, dass Betreuer, Therapeuten, Berater und ähnliches im Grunde nur ihren Job machen. Du hast offenbar großes Glück, an eine ganz tolle Person geraten zu sein. Pass nur auf, dass Du Dein Weiterkommen nicht ZU sehr von ihr abhängig machst.

Ist es von deiner Seite aus möglich manchmal ein oder zwei Fragen zu dem Thema zu beantworten oder lieber nicht?

Ja, klar. :) Du kannst Deine Fragen hier jederzeit stellen. Wenn ich kann, antworte ich gerne darauf. Und vielleicht können ja auch andere etwas dazu sagen.

Alles Liebe
Ina
 
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #8 am: 17 Mai 2022, 23:13:55 »

Hi Ina und Danke das stimmt was du schreibst und das ist auch eine innere Angst von mir dass ich mich von ihr zu sehr abhängig mache und dann wenn ich sie nicht mehr habe so wie es ja gerade auch ist nur schwer selbst klar komme und auch schwer Jemand anderen annähernd so gut annehmen kann mit seinen Ratschlägen und Hilfestellungen wie sie. Heute hatten wir wieder einen Kontakt über E-Mail sie schrieb mir dass sie die nächsten Wochen vermutlich noch ausfallen wird und sie für mich hofft , dass ich mit dem für mich vertretenden Betreuer ebenso gut klarkomme wie ich es mit ihr tue. Ich bin dankbar dass sie es so nüchtern schreibt denn alles andere würde es nur noch mehr erschweren denn für mich ist es jetzt schon gefühlt ein Weltuntergang und ich kann mir Unterstützung in Form einer anderen Person als ihr nicht vorstellen aber das werde ich müssen wenn ich weiterhin stark sein möchte. Ich glaube ich bin schon viel zu abhängig von ihr bin und behindere mein Weiterkommen aktuell bereits mit meinen Gedanken und das tut nicht gut das möchte ich eigentlich nicht denn ich gebe den Menschen normalerweise immer eine Chance auch mich kennenzulernen da ich weiss dass ich gewöhnungsbedürftige Patientin bin aber es gelingt mir nicht mehr vielleicht nur jetzt nicht Jemanden anderes anzunehmen und da hoffe ich dass ich mich mit der Zeit etwas lösen kann und mich entwöhne so dass ich ihrer Vertretung eine echte Chance gegen kann und mir damit eine mögliche Türe öffne.

Dankesehr auch anderen Leuten hier dass ich zu dem Thema Suchtverlagerung meine Fragen stellen kann
Mich würde am meisten interessieren ob man das im Vorfeld also wenn ich noch nicht daran denke, bereits unbewusst abwenden kann mit der Kraft der eigenen Gedanken oder ganz bestimmten Taten vorbeugen?

U25:
Meinen Account habe ich heute gelöscht und mich für die Ehrlichkeit von XYZ bedankt. Ich kann keine 7 Tage auf Antwort warten dafür bin ich zu schwach und das ist ehrlich es wäre nicht ok von mir etwas anderes XYZ zu sagen und dann genervt und wartend auf eine dringliche Antwort am PC zu sitzen und das Format zu verfluchen. Vermutlich hab ich damit eine gute Entscheidung getroffen auch wenn ich mir damit eine Tür zugeschlagen hab die sich zu den anderen Türen aus meinem Leben gesellt und ich hoffe einfach nur dass Ehrlichkeit nicht bestraft wird sondern sich irgendwann einmal auszahlen wird vielleicht auch für mich das wäre schön.

@Pepsi
Danke

..Sara
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Feli

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #9 am: 18 Mai 2022, 07:10:20 »

Hallo Poly, und wenn Du Dir erst gar keinen Alkohol kaufst? Wäre das vielleicht eine Option für Dich? Weil wenn Du keinen im Haus hast, kommst Du nicht in Versuchung...

Viele Grüße Feli
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #10 am: 20 Mai 2022, 19:27:44 »

Hi Feli Danke dass du mich gelesen hast bitte sei nicht enttäuscht wegen meiner Antwort eigentlich stimmt das so wie du schreibst wäre kein Alkohol im Haus würde ich nicht trinken können. Das kommt bei mir aber nicht mehr vor dass ich mir nichts mehr kaufe weil ich ab einer gewissen Restmenge bereits innerlich gestresst bin und Panik bekomme wenn die Vorräte zu Ende gehen und so habe ich eigentlich immer meine Wohlfühlmenge in meiner Nähe. Ich bin abhängig Feli ich schaffe es nicht mehr ohne Hilfe mein Gehirn und die Sucht durch Nichtkaufen zu überlisten. Diesen Moment habe ich verpasst oder er war nie wirklich da in meinem Leben. Würde ich dir schreiben dass ich da wieder hin möchte wäre das auch falsch denn ich möchte eigentlich mit dem Alkohol Schluss machen ihn aus meinem Leben verbannen weil er mich kaputt macht. Er vergiftet mein Ich mein Sein er versaut mir meine Ziele und damit mein Leben darum und um nicht in die Falle der Suchtverlagerung zu tapsen bin ich auch hier damit ich Unterstützung finde und Zuspruch um nicht aufzugeben denn das geht leider super schnell und ich stehe wieder mit einem gut gefüllten Glas da oder einer Flasche und rede mir ein dass ich den Rausch geniessen werde was ich aber nicht tue denn ich trinke soviel dass ich nichts mehr Denken und Fühlen muss dass ich aus der Welt steigen kann in eine neue Welt in der ich ich sein kann und Niemand gefallen muss und einfach loslassen kann auch Medikamente schaffen diese Zustand die mittelstarken Schmerzmittel können es bereits in gewisser Menge allerdings ist das auch wie beim Alkohol du gewöhnst dich viel zu schnell und willst dann mehr davon haben und bis dein Hirn das rafft steckst du längst mitten in der Sucht und das rauskommen ist dann schon ziemlich schwierig. Danke

..Sara
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Feli

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #11 am: 21 Mai 2022, 07:06:17 »

Hallo Sara,

danke für Deine offene Antwort, nein ich bin nicht enttäuscht, es ist wie es ist, außerdem hat doch jeder heutzutage mit Problemen zu kämpfen. Aber Du gehst Dein Problem aktiv an, Du lässt Dir in der Klinik helfen und das finde ich sehr lobenswert, denn es gibt viele die das nicht machen. Ich wünsche mir für Dich, dass Du dort die Hilfe bekommst, die Du brauchst.

Viele Grüße
Feli
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #12 am: 21 Mai 2022, 22:11:22 »

Schönen Dank Feli
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #13 am: 22 Mai 2022, 17:47:07 »

Meine Suchtbetreuerin hat mir eben die Nachricht geschickt das sie morgen ins Krankenhaus geht weil es ihr nicht gut geht ihr Zustand sich verschlechtert hat und dass wir erstmal keinen Kontakt haben können für diesen Fall haben wir ein Notfallprogramm einstudiert und vielmale besprochen und durchgegangen ich weiss was ich jetzt tun muss.
Aber ich weine weil ich Angst habe allein zu sein und erst recht nicht will dass es ihr so schlecht geht sie ist ein toller Mensch und ich denke das habe ich ihr viel zu wenig gesagt und das versetzt mich leicht in Panik aber ich weiss dass sie weiss dass ich sie schätze sie müsste es wissen so wie ich jeden Tag mit dieser Nachricht rechnen musste wir haben darauf hingearbeitet immer wieder nebenbei meist als Abschluss der Therapiestunde sie fehlt mir jetzt schon so sehr.
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #14 am: 30 Mai 2022, 23:57:57 »

 
Liebe Sara,

wie fühlst Du Dich inzwischen?

Ich wollte Dir noch auf eine Frage antworten:

[...] zu dem Thema Suchtverlagerung meine Fragen stellen kann
Mich würde am meisten interessieren ob man das im Vorfeld also wenn ich noch nicht daran denke, bereits unbewusst abwenden kann mit der Kraft der eigenen Gedanken oder ganz bestimmten Taten vorbeugen?

Meiner Meinung nach funktioniert das ehesten über den Verstand, und zwar indem man ganz ehrlich zu sich ist.

– Warum möchte ich das jetzt nehmen?
– Brauche ich das wirklich oder geht es auch ohne?
– Suche ich nur einen Ersatz?
– Hilft es wirklich (!) gegen das, was mich quält?

Es gibt auch Wege, den Suchtdruck zu reduzieren, ohne einen „Ersatz“ zu nehmen und das Risiko einer Suchtverlagerung einzugehen. Was mir damals sehr geholfen hat, war das „Nur für heute“. Im Grunde war es ein tägliches Verschieben der Einnahme weiterer Medikamente. „Nur für heute verzichte ich darauf. Nur für heute versuche ich, es auszuhalten. Nur für heute bleibe ich stark.“. Für mich war das sehr viel einfacher, als mir zu sagen: „Ab heute werde ich nie wieder xyz nehmen.“, denn das hätte sich wie eine nicht zu bewältigende Aufgabe angefühlt. Es ging immer nur um 24 Stunden. Schritt für Schritt. Je mehr Tage am Stück ich es geschafft hatte, desto einfacher wurde es. Mittlerweile sind über zehn Jahre vergangen und „Nur für heute...“ brauche ich mir schon lange nicht mehr zu sagen.

Alles Liebe
Ina
 
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