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Autor Thema: Bedürftigkeit  (Gelesen 164 mal)

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Mitleser

  • Gast
Bedürftigkeit
« am: 18 September 2022, 16:37:14 »

Ich bin so umfassend und vollständig Bedürftig.

Ich bin so Bedürftig, das mir meine eigene Zuneigung die ich endlich spüre, nicht immer ausreichend die Kraft zum weitermachen zur Verfügung stellt.
Ich komme in letzter Zeit ständig in Kontakt mit meiner Bedürftigkeit und das ist so anstrengend. Sie ist die Enge in meinem Herzen, das ringen um genug Raum zum Atmen in meiner Brust. Die Angst vor Zurückweisung und das fehlende Vertrauen zu genügen.
Immer in der Angst es zu verscherzen, es loslassen zu müssen obwohl ich schon lange nicht mehr zugreife aus dem Bewusstsein heraus, das nur das Freie bleiben kann.

Wie bewältigt man so eine Bedürftigkeit?

Ich brauche soviel und zu jeder Tageszeit.
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gkhjjjh

  • Gast
Re: Bedürftigkeit
« Antwort #1 am: 19 September 2022, 10:44:17 »

@mitleser

was genau meinst du denn mit bedürftig, also was für *bedarf* hast du denn?
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Ina

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Re: Bedürftigkeit
« Antwort #2 am: 19 September 2022, 13:57:57 »

 
Lieber Mitleser,

Du schriebst, Deine eigene Zuneigung würde Dir nicht immer reichen und fragst, wie man diese Bedürftigkeit bewältigen könnte. Ich frage mal andersherum: Ist es wirklich nötig, dass man sich selbst völlig reicht und sich alles geben kann, was man braucht? „Muss“ das so sein? Ich glaube schon, dass es Menschen gibt, die das können, weil sie es gelernt haben, gefestigte Persönlichkeiten sind und sich sicher fühlen. Genauso gibt es aber auch Menschen, die das nicht in vollem Umfang können, weil sie es nicht gelernt haben und ihr Selbstwertgefühl aufgrund ihrer Erfahrungen (vor allem in der Kindheit und Jugend) nicht so ausgeprägt ist. Das Selbstwertgefühl kann man lernen zu stärken, aber es kann auch im Laufe des Lebens immer wieder zu starken Schwankungen kommen – und somit auch in der Intensität dessen, wie „bedürftig“ man emotional ist.

Ich bin nicht der Meinung, dass jeder imstande sein sollte, sich selbst zu genügen. So, wie manch ein Leben verläuft, ist das auch einfach kaum möglich. Und sowieso sind wir Menschen doch soziale Wesen – der eine mehr, der andere weniger. Aber im Großen und Ganzen kann man schon sagen, dass wir andere Menschen brauchen, damit alle unsere Bedürfnisse erfüllt werden. Streben wir nicht alle – auch hier: der eine mehr, der andere weniger – nach Liebe, Zuneigung, Zugewandtheit, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Geborgenheit, Zweisamkeit, positiven Rückmeldungen oder kurz gesagt: nach zwischenmenschlicher Interaktion, die uns guttut? Ist das verwerflich? In meinen Augen nicht. Ich halte das für absolut menschlich.

Und wenn man es auch nach Jahrzehnten nicht schafft, seine „Bedürftigkeit“ so weit runterzuschrauben, wie man es vielleicht gerne hätte, muss man sich vielleicht einfach damit abfinden, dass es so ist. Dann muss man schauen, wie diese starken, emotionalen Bedürfnisse weitestgehend erfüllt werden können. Wichtig finde ich nur, dass man sich dabei nicht auf einen einzigen anderen Menschen fixiert, weil man sonst wahrscheinlich viel zu hohe Erwartungen an ihn stellt und mehr verlangt, als er geben kann und möchte. Besser wäre es, wenn man auf verschiedenen Ebenen nach der Erfüllung seiner Bedürfnisse sucht. In der Liebe, in Freundschaften, in sonstigen Kontakten, in denen man Gemeinsamkeiten teilt, im Job, über Erfolgserlebnisse usw... Wenn man es auf mehrere Bereiche verteilt, ist man in aller Regel auch fähig, den jeweiligen Personen etwas zurückzugeben, damit ein Gleichgewicht entsteht und sich alle Beteiligten wohlfühlen.

Alles Liebe für Dich
Ina
 
« Letzte Änderung: 19 September 2022, 14:00:14 von Ina »
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I don't know if I'm dying or about to be born.
(J. Raymond)

Mitleser

  • Gast
Re: Bedürftigkeit *trigger*
« Antwort #3 am: 20 September 2022, 11:18:00 »

 
*trigger*

@mitleser

was genau meinst du denn mit bedürftig, also was für *bedarf* hast du denn?

multiple bedürftigkeiten. Ich habe als kind so eine starke vernachlässigung mit den themen des erwachsen werdens und der persönlichkeitsentwicklung erlebt, das ich alles aus mir selbst heraus entwickeln musste. meine mutter hat mal zu mir gesagt du hast dich doch selbst erzogen....
Dabei geht natürlich das meiste schief, woher soll ein kind, ein jugendlicher einen kompass haben der funktioniert? alles war immer versuch&fehler&korrektur, nur war oft die korrektur auch nicht richtig, weil ja immer noch eine wissenslücke klaffte. weil schon damals einfach bedürftigkeit herrschte. nach geborgenheit, nach sicherheit.
hey der hat mich jetzt verletzt, warum macht der das, wieso habe ich keine freunde, wieso erlebe ich mobbing, wer bin ich eigentlich, was brauche ich, was will ich. und immer nur selbstgegebene antworten, aufgebaut auf einer kurzen stresslebensspanne. woher soll den die weisheit kommen. woher die klugen entscheidungen.
alles war immer kurze lunte, weil der vergangene schmerz und die lange reihe davor, doch nie bewältigung fanden. da niemand da war um mit mir das alles wegzuarbeiten.
meine eltern haben mich gefüttert und gekleidet, mich grundsätzlich mit sicherheit im materiellen ausgestattet, aber wenn es um mein inneres erleben ging, um meine konflikte mit einer umwelt in der ich durch das alleingelassen sein keinen platz fand, dann war ich im freien fall. Und diesen fall erlebe ich bis heute, mit kurzen zwischen phasen.
dazu war mein vater äusserst gewalttätig und erniedrigend und meine mutter hilflos selbst psychisch gewalt antuend. ich habe so oft erlebt das ich keinen wert bekam und wenn ein wert aufpoppte, dieser mit füssen getreten wurde. o-ton; du kannst nichts, du hast nichts und du bist nichts! O-TON!!!!
immer und immer wieder.

immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder immer und immer wieder

ich muss diesen satz aus meinem system schwemmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

FUCK YOU!!!!! fuck you mama und fuck you for ever Simo, ich nenne dich wixxer oder bei deinem vornamen!!!! nicht vater, du bist nicht mein vater, du bist nur mein erzeuger!!!

der hat mich beim letzten besuch bei meinen eltern angespuckt! 4 oder 5 mal wirklich angespuckt, nicht als metapher, sonder wirklich angespuckt, aus seinem mund in mein gesicht! und es ist mir scheiss egal ob es seine hilflosigkeit oder seine urwunde oder seine selbst erlebte beschissene sozialisation ist oder war oder sonst was. wixxer wixxer wixxer wixxer wixxer!!!! WIXXER!!!!!!!!!!!!!!!

und wieder hatte er ein messer in der hand, wieder hat er mich mit dem messer bedroht, obwohl er das doch gar nicht macht! hat er aber, mit 6 oder 7 das erstemal!!! wie ist das für ein kind wenn einen der eigene vater in die ecke drängt nach einer kurzen verfolgungsjagd durch die wohnungen in wut, und dann mit einem messer vor einem rumfuchtelt in bauchhöhe und so stechbewegungen macht und sagt; du brauchst dir gar keine sorgen machen mein sohn, ich gehe nicht ins gefägniss! erste bringe ich dich um, dann deine mutter und dann schneide ich mir den kopf ab!

du hässlicher wixer, du made und dann spuckst du mich an? du hässliches fieh du hässliches.....


ich bin so wütend. ich bin so wütend und ich war früher sooo wütend das ich selbst lange gewalttätig war. gegen alles und jeden, vor allem aber gegen mich. nur hass in mir, am meisten gegen mich selber.
wenn du den getriggert hast, war es sehr gefährlich. dabei war ich nichts als ein angsthase. ich hatte immer angst. man konnte mich beschmutzen wie man wollte und das taten menschen oft und lange, nur nicht zu lange, so im vorbeigehen, in kurzen schüben war ich gut zu beschähmen, gut zu beschmutzen, in meiner seele zu verletzen. nur nicht zu lange. wenn es zu lange ging und mein hass hochkam, war ich wie eine maschine, wie ein panzer. dann habe ich eine der heftigesten schlägertrupps der stadt alleine verprügelt, fast ermordet und die sind dann abgezogen mit vollkommen blutigen fressen und geschundenen körpern und den worten "kommt bloss weg hier, der ist irre..."
und ich sass da, alleine, aufgewühlt und alles andere als heldenhaft

sofort war ich wieder ganz klein, ganz müde, ganz alleine

oder wo einer meiner freunde vor mir regelrecht zerhackt wurde bei einem angriff mit so einem langen dönermesser.... blut und angst und schreie, und nur ich alleine von 30 mann der stehen bleibt und seinem freund beisteht, immer in der hoffnung und dem wunsch das diese loyalität sich für mich auszahlt. um wieder nach der gewalttat die dann kam, alleine, erschöpft und müde dazusitzen. die wunden als bilder im kopf. knochen, weisse knochen in rotem fleisch, weil es genau das ist was so ein langes messer erzeugt. klaffende, bis auf den knochen reichende wunden. man kann diese wunden riechen, grade weil mein erleben ein olfaktorisches ist. blut und wunden kann man riechen.

die ganzen angriffe mit messern auf mein leben. die beachte ich nie, die waren ja nicht wirklich passiert, weil ich mich ja immer verteidigen konnte. aber was das mit einem menschen macht der das ja schonmal erlebt hat in seiner kindheit von seinem vater, kann man sich nur ausmalen wenn man weiss wie ich im ständigen scannen meiner umwelt durchs leben gegangen bin. es gab keine sicherheit, ich bin in einem kriegsgebiet gross geworden. ich meine das vom gefühl so wie ich es sage.

wahrgenommen werde ich aber als pussy, als angsthase, als schwächling, zwar ganz hübsch anzusehen, aber zu wenig mann. und wahrscheinlich oder hoffentlich vielleicht, ist diese wahrnehmung gar nicht so. das entspringt nur meiner selbstwahrnehmung. und so lande ich immer alleine auf der straße, statt in den armen eines menschen. alles entwickelt sich prima, die schranken werden geöffnet, es entsteht zuneigung und dann ersticke ich das, in zweifeln, in ungläubigkeiten, in fragen wie "kann das sein" " nein, geh lieber weg, lass das, das bildest du dir nur ein, du hast nicht diesen wert" "Du wirst nicht gebraucht, bring dich in sicherheit bevor es wieder weh tut, bring dich in sicherheit vor dem schmerz, schau dich doch mal an, du bist doch nichts, du hast doch nichts, du kannst doch nichts". "träum doch nicht vor dich hin, hast du dir die mal angesehn?" "was denkst du dir immer, du bedürftige birne" "mach langsma, sei nicht zu hastig" " trau dich bloss nicht, das hast du dir alles eingebildet" "war das jetzt ein klares zeichen? mag die mich? da war doch was." "ne geh nicht raus auf das schmale brett, du immer mit deinen einbildungen, schau dich doch an, du hast doch nichts, du bist doch nichts, du kannst doch nichts" "doch, ich spüre das doch, schau sie schreibt mir" "dir schreibt niemand, wenn du nicht zuerst schreiben würdest käme da nichts, geh den leuten doch nicht immer auf die nerven, du bildest dir zuviel ein" "wieso, schau doch" "was soll ich da sehen ausser deiner bedürftigkeit?" "alles wunschdenken, schau dich nur an"

wenn angst über jahrzehnte dein begleiter ist, dann funktioniert man anders. ich bin so bedürftig. eine bedürftigkeit die ich oft nicht alleine füllen kann.

ich möchte endlich gerettet werden. ich möchte nicht mehr der retter sein. ich möchte endlich auch mal gerettet werden.

es ist an der zeit.





« Letzte Änderung: 20 September 2022, 11:48:48 von Ina »
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Ina

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Re: Bedürftigkeit
« Antwort #4 am: 20 September 2022, 11:49:49 »

 
Ich habe Dir eine E-Mail geschrieben und hoffe, dass Deine E-Mail-Adresse von damals noch aktuell ist.
 
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(J. Raymond)
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