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Autor Thema: Risperdal  (Gelesen 1105 mal)

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liveanddie

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Risperdal
« am: 03 August 2018, 12:18:20 »

Gestern wurde mir von meiner Therapeutin Risperdal empfohlen. Ich sollte versuchen, es mir von meinem Neurologen verschreiben zu lassen. Ich habe schon sehr viele Antidepressiva durch. Sie meinte, das ich eher an einer posttraumatischen Belastungsstörung leide als an einer Depression. Das Medikament ist ein Neuroleptika und eigentlich nicht direkt für meine Symtome gedacht. Hat jemand Erfahrung mit diesem Medikament? Wirkung und Nebenwirkungen?
Danke!
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Ina

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Re: Risperdal
« Antwort #1 am: 16 August 2018, 22:37:47 »

 
Hallo liveanddie,

Risperidon (Risperdal) nehme ich schon seit vielen Jahren und komme gut damit zurecht.

Nebenwirkungen sind zu Beginn der Einnahme nicht unüblich und hat man bei den meisten Psychopharmaka. Dazu gehören z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit und Mundtrockenheit. In der Regel lassen Nebenwirkungen dieser Art nach wenigen Tagen nach und verschwinden dann auch wieder komplett. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich damals gar keine Nebenwirkungen. Das kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein – bei manchen treten welche auf, bei anderen nicht. Zudem sind es auch nicht bei jedem die gleichen.

Ohnehin musst Du aber ja erstmal mit Deinem Neurologen besprechen, was er davon hält und ob er meint, dass es für Dein Krankheitsbild geeignet ist. Frag ihn einfach! :)

Liebe Grüße
Ina
 
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Ina

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Re: Risperdal
« Antwort #2 am: 16 August 2018, 23:07:37 »

 
Nachtrag:

Mir ist schon mehrmals aufgefallen, dass ich Probleme mit dem Kreislauf bekomme, wenn ich vergessen habe, Risperidon einzunehmen. Ich fühle mich dann körperlich recht "klapprig" und wenn ich zu schnell aufstehe, wird mir schwindelig – manchmal auch einfach so zwischendurch. Wenn ich es dann wieder nehme, legt sich das aber recht schnell. Das habe ich bei anderen Antipsychotika (Neuroleptika) auch schon festgestellt.
 
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Re: Risperdal
« Antwort #3 am: 16 September 2022, 21:37:47 »

 
Mir ist schon mehrmals aufgefallen, dass ich Probleme mit dem Kreislauf bekomme, wenn ich vergessen habe, Risperidon einzunehmen. Ich fühle mich dann körperlich recht "klapprig" und wenn ich zu schnell aufstehe, wird mir schwindelig – manchmal auch einfach so zwischendurch.

Seit drei Tagen habe ich das Medikament von 0,5 mg auf 0,375 mg reduziert und habe exakt die beschriebenen Absetzerscheinungen.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie bereits bei einer so geringen Dosisreduzierung auftreten würden.
Aber ich werde versuchen, es auszuhalten, da ich es gerne komplett ausschleichen möchte. Ganz langsam natürlich, auch wenn es sich vielleicht bis zum Jahresende hinziehen wird.
 
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Re: Risperdal
« Antwort #4 am: 19 September 2022, 00:57:57 »

 
Weitere Absetzsymptome: Beschleunigter Puls, Herzrasen und stärkere Kopfschmerzen.
Ich nehme das Medikament morgens ein. Die Absetzerscheinungen treten vornehmlich abends und nachts auf oder sind da zumindest stärker als tagsüber.

Zudem ist mir aufgefallen, dass mit das Tippen des Öfteren Schwierigkeiten bereitet. Nicht körperlich, sondern eher vom Denken her. Ich verdrehe immer wieder ganze Silben oder überspringe einzelne Silben oder ganze Wörter. Da steht dann z.B. nicht „körperlich“, sondern „perkörlich“ oder nur „perlich“. Es fällt mir zum Glück sofort auf und ich korrigiere es. Ob es wirklich mit dem Absetzen zusammenhängt, kann ich nicht sagen, aber es ist in den letzten Tagen vermehrt aufgetreten und vorher kam so etwas eigentlich nicht vor.
 
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Re: Risperdal
« Antwort #5 am: 20 September 2022, 23:17:17 »

 
Schwindel
schlapper Kreislauf
Kopfschmerzen
Herzrasen
Palpitationen
Krämpfe in den Füßen

Ich habe keine Lust mehr. Mein Psychiater war heute mal wieder nicht zu erreichen. Keine seiner Sprechstundenhilfen war anwesend, weshalb natürlich auch niemand ans Telefon gegangen ist. Ich habe ihm eine E-Mail geschrieben, meine Symptome geschildert und ihn gefragt, ob es andere Darreichungsformen gibt, die mir das Absetzen des Medikaments erleichtern würden. Ich weiß zum Beispiel, dass es Risperidon auch in Tropfenform / als Lösung gibt und schätze, dass ich es damit feiner dosieren könnte. Wie dem auch sei, ich habe keine Reaktion auf meine E-Mail erhalten. Ich werde morgen früh noch einmal versuchen, ihn telefonisch zu erreichen. Ansonsten werde ich Risperidon wohl wieder auf die ursprüngliche Dosis hochsetzen. Es geht mir nicht gut.
 
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