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Autor Thema: Psychosomatische Klinik Berlin  (Gelesen 691 mal)

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LeereSeele

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Psychosomatische Klinik Berlin
« am: 16 August 2018, 18:59:55 »

Hallo,
nach langen hin und her habe ich nun entschieden in eine Klinik zu gehen. Bin stark depressiv, habe eine Essstörung (binge eating) und SVV. Ich bin auf der Suche nach einer Psychosomatischen Klinik in Berlin, vielleicht hat jemand schon erfahrungen gemacht und kann mir eine empfehlen? Würde mich über antworten sehr freuen.

LG LeereSeele
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hardworking fool

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #1 am: 17 August 2018, 03:05:25 »

Blöd gefragt,  warum wendest du dich nicht an deinen Therapeuten,  Psychiater,  Neurologen oder Hausarzt?
Du brauchst ja sowieso eine Überweisung.
Ansonsten hoffe ich, dass es dir hilft
Ich war gerade 8 Wochen in der Klinik und jetzt bin ich ein neuer Mensch!
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Wahrlich, keiner ist weise der nicht das Dunkel kennt.
Hermann Hesse

LeereSeele

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #2 am: 17 August 2018, 04:13:02 »

Mit meiner Psychologin habe ich geredet auch sie hört sich um, nur sollte ich auch schauen und da ich total durcheinander komm mit den ganzen Kliniken wollte ich hier mal nach Rat fragen. Danke dass hoffe ich auch sehr. Schön dass dir die Klinik so gut geholfen hat :-)
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InaDiva

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #3 am: 09 September 2018, 02:22:22 »

 
Hallo LeereSeele,

bist Du mit Deiner Suche schon weitergekommen?

Erfahrungsberichte oder gar Bewertungen von Kliniken gibt es im Internet ja zuhauf. Problematisch finde ich dabei allerdings, dass sich das Empfinden und die Wahrnehmung von Mensch zu Mensch stark voneinander unterscheiden kann. Der eine sagt, Klinik xyz sei toll, die Einzelgespräche mit dem Bezugstherapeuten seien gut gewesen und der Aufenthalt habe ihm sehr geholfen – jemand anders sagt über dieselbe Klinik vielleicht genau das Gegenteil. Das Krankheitsbild an sich, aber auch die persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen weichen nun mal immer ein bisschen oder auch ganz stark voneinander ab und demnach werden auch Erfahrungen unterschiedlich wahrgenommen und verarbeitet, Hilfsangebote verschieden bewertet usw.

Dazu kommt noch, dass der "Oberbegriff" Depression nicht bedeutet, dass jeder Depressive die gleichen Symptome hat. Depressionen, deren Ausprägung sowie deren Auswirkungen auf den Alltag sind ja nicht bei jedem Betroffenen identisch. Das geht aus Erfahrungsberichten oft nicht hervor – genauso wenig, mit welcher Erwartungshaltung die Person in die Klinik gegangen ist, wie gut sie "mitgearbeitet" und sich auf die Therapie eingelassen hat etc. Auch gibt es in Kliniken mehrere Stationen und die Therapieangebote werden zum Teil von verschiedenen Therapeuten / Pflegern geleitet.

Zwar kann ich Dir nun nicht mit Erfahrungen dienen, doch möchte ich Dir empfehlen, dass Du Dir wirklich ein eigenes Bild machst und Dich bei Deiner Kliniksuche nicht zu sehr von Erfahrungsberichten, die Du im Internet liest, beeinflussen lässt. Sieh Dir die Webseiten der Kliniken an und wenn Dich etwas anspricht, ruf dort einfach mal an! So lässt sich schnell klären, ob sich die jeweilige Klinik zur therapeutischen Behandlung Deiner Erkrankung überhaupt eignet. Zudem kannst Du dann auch gleich nachfragen, auf welche Wartezeit bis zur Aufnahme Du Dich einstellen müsstest.

Ich wurde damals zum persönlichen Gespräch eingeladen, konnte Fragen stellen und mich schon mal ein bisschen umsehen. Somit hatte ich einen ersten Eindruck – und der ist vermutlich am hilfreichsten bei der Entscheidung.

Liebe Grüße
Ina
 
« Letzte Änderung: 09 September 2018, 02:23:33 von InaDiva »
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LeereSeele

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #4 am: 09 September 2018, 18:40:54 »

Hallo InaDiva,

ich habe weiter geschaut und bin außerhalb von Berlin fündig geworden. Ich habe mit der Klinik bereits telefoniert, da normalerweise ein Vorgespräch statt findet, ich aber in Berlin wohne, soll ich nun Befunde schicken und es wird geschaut ob es auch ohne das Vorgspräch eine Aufnahme möglich ist. Ich habe kein Auto und würde so einige Stunden mit den Zug fahren für 30 min Gespräch, deshalb dass miti den zuschicken der Befunde. Ich hoffe ich habe eine Chance denn ich merke dass es nicht besser wird und dass das SVV sich aus breitet, ist das Ritzen besser schlage ich auf meine Beine ein. Ich bin aggressiv gegenüber mir selbst und habe einen enormen Hass auf mich. Meine Gefühle habe ich kaum unter Kontrolle.

Ich gebe dir vollkommen recht dass man der Klinikbewertung nicht zu viel Beachtung schenken sollte, denn jeder Mensch ist anders und nimmt Sachen/geschehen anders wahr.
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InaDiva

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #5 am: 09 September 2018, 22:22:22 »

 
Gut, dass Du eine passende Klinik gefunden hast – ich wünsche Dir sehr, dass es klappt und Du dort aufgenommen wirst!

Manchmal muss man sich ja leider auf lange Wartezeiten einstellen... Für den Fall, dass es schlimmer wird und Du merkst, dass Du vorher auf mehr Hilfe angewiesen bist, als Deine Psychologin leisten kann (z.B. aufgrund mangelnder Kapazitäten), möchte ich Dir ans Herz legen, Dich zusätzlich an Beratungsstellen oder Kriseninterventionsdienste in Deiner Nähe zu wenden. Diese Hilfsangebote sind in der Regel kostenlos. Und auch, wenn man dort nicht "ständig" hin kann, bekommt man meist deutlich schneller einen Termin als beim Psychiater und zur Überbrückung bis zur Aufnahme in der Klinik können die Gespräche sehr unterstützend sein!

Alles Gute Dir und viel Kraft!
 
« Letzte Änderung: 09 September 2018, 22:23:33 von InaDiva »
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LeereSeele

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #6 am: 13 September 2018, 19:48:30 »

Grade halte ich es kaum aus, ich bin aggressiv und verletze mich manchmal mehrmals täglich. Ich ertrage mich nicht
mehr, ich hasse mich so abgrund tief. Ich bebe innerlich, bin unruhig und hab Angst. Morgen habe ich ein termin bei meinen Psychiater ... heute war ich bei meiner Psychologin. Mich überkommen die Gedanken und ich merke dass sie mich immer wieder einholen, die Gedanken vom tod.

Vielen Dank für deinen Ratschlag

Alles Liebe dir

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InaDiva

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #7 am: 13 September 2018, 20:27:27 »

 
Tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. :(

Therapiestunden können sehr aufwühlend sein, Erinnerungen wecken und den seelischen Schmerz noch viel präsenter machen. Das gehört leider zum Verarbeiten dazu... Mir ging es damals auch so, dass ich danach manchmal total fertig war und es mir schlimmer vorkam als vorher.

Bitte versuch auf Dich aufzupassen, ja? Irgendwie ablenken, Dich beschäftigen, an etwas anderes denken... Ich weiß, wie schwer das ist, aber versuchen solltest Du es, wenn es gerade so akut ist!

Gut, dass Du morgen einen Termin beim Psychiater hast. Vielleicht kann er Dir zur Überbrückung ein Bedarfsmedikament verschreiben, welches Du zur Beruhigung nehmen kannst, wenn es besonders schlimm ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du gut auf Dich achtest!
 
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LeereSeele

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #8 am: 16 September 2018, 14:56:36 »

Hallo Ina

Ich danke dir für deine Worte.

Ja manchmal kann therapie sehr aufwühlend sein, dass ist wahr.

Ich habe mir ein Bedarfsmedikament verschreiben lassen. Normalerweise hatte ich immer tavor, aber meine Psychologin sagte nicht
das, wahrscheinlich wegen der Suchtgefahr. Nun hab ich tropfen verschrieben bekommen, Promethazin. Habe noch nie davon gehört
mal schauen wie es dann wirkt.

Achte auch du gut auf dich
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InaDiva

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #9 am: 16 September 2018, 17:37:47 »

 
Liebe LeereSeele,

das klingt doch schon mal gut. Ich fand es in diesen besonders "schwierigen" Phasen, in denen ich nie so genau wusste und einschätzen konnte, ob ich nicht plötzlich ganz tief abstürze, immer irgendwie beruhigend, ein Bedarfsmedikament zu Hause zu haben. Denn ich wusste, wenn es wieder ganz schlimm werden sollte und ich mir einfach nicht zu helfen wissen sollte, könnte (!) ich darauf zurückgreifen.

Promethazin eignet sich meiner Meinung nach gut als Bedarfsmedikament, wobei das aber natürlich auch von der Person und dessen Symptomen abhängt. Ich habe es über einen recht langen Zeitraum als "festes" Medikament bekommen, also täglich und zu festen Zeiten eine bestimmte Dosis. Mir hat es ganz gut geholfen, um ein bisschen "runterzukommen" und die Anspannung loszuwerden. Seit ich es nicht mehr täglich nehme, habe ich es aber immer als Bedarfsmedikament da.

Ich wünsche Dir, dass es Dir hilft, wenn Du es brauchst. Dass Du es in Form von Tropfen bekommen hast, ist auch gut, da Du die Dosis dann sehr individuell anpassen kannst.

Alles Gute!
 
« Letzte Änderung: 16 September 2018, 17:44:47 von InaDiva »
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LeereSeele

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #10 am: 21 September 2018, 12:14:16 »

Liebe Ina,

ich danke dir für deine Worte. Mir gehts grad etwas besser, weil eine Last doch von meinen Schultern genommen wurde. Ich stehe jetzt auf der Warteliste für die Klinik und bin für November/Dezember vorgemerkt. Hoffentlich ein Schritt nach vorne.

Alles Liebe Dir
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InaDiva

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Re: Psychosomatische Klinik Berlin
« Antwort #11 am: 22 September 2018, 17:27:37 »

 
Es freut mich sehr, dass Du nun auf der Warteliste vorgemerkt bist, liebe LeereSeele! Das ist doch beruhigend und gibt schon mal ein bisschen Sicherheit.

Ich finde es toll, dass Du Dich darum gekümmert hast, denn ich weiß, dass das nicht unbedingt ein leichter Schritt ist und Überwindung kostet. Und ja, ich denke schon, dass das ein Schritt nach vorne ist! Jeder Schritt, der vom Aufgeben in Richtung Hilfe suchen geht, ist ein guter und wichtiger!


 
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