Nur Ruhe - Selbsthilfeportal über Depressionen und Selbstmord

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Autor Thema: Poly sagt Hi  (Gelesen 1352 mal)

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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #15 am: 18 Juni 2022, 18:29:28 »

Hallo Ina es freut mich das du geschrieben hast. Danke.
Das Notfallprogramm nehme ich wahr aber es geht mir nicht so gut weil ich glaube dass sie sterben wird. Trotzdem will ich stark sein wenn sie zurück kommt und sieht dass ich das alles was wir so oft besprochen habe auch durchziehe. Ich möchte auch nicht enttäuschen und weiss ja auch das ich das für mich selbst und für mein Leben mache. Ich habs geschafft mit dem Schmerzmitteln aufzuhören das war nicht so leicht wie ich es mir vorstellte und ich schaffe auch den Alkohol.
Möglicherweise stehe ich einmal da und kann richtig stolz dadrauf sein dass ich nichts von den Sachen mehr brauche und es auch nie wieder nehmen muss weil mein Kopf frei ist.

Das sind gute Fragen wo ich mir stellen kann wenn der Druck zu stark ist. Schönen Dank dafür.
Ja wenn ich sie mir nach und nach durchlese dann, weiss ich wie dumm es ist dass ich mir solche Fragen stellen muss um zu kapieren aber es ist so.
Ganz vielen Dank für den Nur-für-heute-Gedanken. Ja das stimmt was du sagst es ist eigentlich ein tägliches Verschieben aber es wirkt nicht so schwer sondern viel leichter. Ich habe in den lezten Wochen immer mal einen Tag gehabt wo ich so gut wie nichts getrunken hab meistens wenn ich Notfallprogramm hab ich muss es nur noch schaffen dies auf andre Tage zu übertragen und dann mit dem Nur-heute-Gedanke kombinieren überlege ich in dem Moment und sage es auch laut. Laut aussprechen würde auch dazu beitragen sich besser zu erinnern.

Ich freue mich dass du es schon geschafft hast dass ist so super weil meistens treffe ich Leute die es nur mal für eine Weile geschafft haben und dann überlege ich mir ganz andere Sachen solche die mich demotivieren und das bringt mich nur noch mehr und tiefer in den Suchtdruck.

Für deine Antwort Ina will ich mich bedanken. Es fühlte sich eben als Therapiestunde an.
Ich wollte ein Smilie setzen aber habe sie nicht gefunden. Einen der sich freut.
LG Sara

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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #16 am: 21 Juni 2022, 17:42:56 »

RiP liebe Sandra 20.06.2022
Eine bessere Therapeutin als wie du gibt es für mich nicht.
Ich werde stark sein so wie wir es besprochen haben und ich möchte weiter an mir arbeiten um nicht wieder schwach zu werden.
Ich werde sehr traurig sein, weil du jetzt für immer weg bist aber ich bin dankbar für die Zeit auch wenn die anstrengend war war sie auch sehr schön weil du da warst für mich und meine Nöte und mich verstanden hast.
Es hat mich gefreut dass ich eine Nachricht erhalten habe auch wenn sie sehr weh tut.
Danke
...deine Sara.
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #17 am: 22 Juni 2022, 02:22:22 »

 
Liebe Sara,

trotz der schwierigen, traurigen Situation hast Du hier so schöne Worte voller Dankbarkeit gefunden und zeigst so viel Stärke! Deine Zeilen haben mir nochmal sehr deutlich gemacht, wie wichtig es war, dass Du diesen Menschen an Deiner Seite hattest und dass ihr eine besondere Verbindung hattet.

Ich möchte Dir an dieser Stelle mein Mitgefühl ausdrücken und Dir von Herzen viel Kraft wünschen.


Dein Beitrag von Samstag hat mir sehr gefallen, daher möchte ich darauf gerne noch etwas näher eingehen. Wenn Du dafür in der jetzigen Situation keinen Kopf hast, ist das in Ordnung. Lies es einfach, wenn Dir der Sinn danach steht.


Ich möchte auch nicht enttäuschen und weiss ja auch das ich das für mich selbst und für mein Leben mache.

Ja, in erster Linie machst Du es für Dich. Für Dich und Dein Leben, das noch vor Dir liegt. Und zu Deinem Leben gehören auch andere Menschen, die Dir etwas bedeuten, Interessen, denen Du nachgehen oder die Du ausbauen möchtest, Ziele, die Du vielleicht erreichen möchtest und vieles mehr. Für all das lohnt es sich, aufzuhören. Denn der Umgang und das Miteinander mit anderen Menschen, das Erreichen (oder Finden) von Zielen, das Entfalten der eigenen Fähigkeiten usw. wird ohne Süchte viel einfacher, schöner und freier. Es wird echter.

Ich bin damals zu dem Schluss gekommen, dass ein Nein zur Sucht ein Ja zum Leben ist. Denn ich behaupte, dass jede aktive Sucht eine Einschränkung darstellt. Eine Einschränkung, die das gesamte Leben betreffen kann.


Ich habs geschafft mit dem Schmerzmitteln aufzuhören das war nicht so leicht wie ich es mir vorstellte und ich schaffe auch den Alkohol.
Möglicherweise stehe ich einmal da und kann richtig stolz dadrauf sein dass ich nichts von den Sachen mehr brauche und es auch nie wieder nehmen muss weil mein Kopf frei ist.

Toll, dass Du das geschafft hast! Du machst auf mich insgesamt einen sehr klaren und reflektierten Eindruck und deshalb glaube ich daran, dass Du das gleiche auch mit dem Alkohol schaffen kannst. Ich würde es nicht schreiben, wenn ich es nicht wirklich glauben würde. Du scheinst auf einem guten Weg zu sein.


Das sind gute Fragen wo ich mir stellen kann wenn der Druck zu stark ist. Schönen Dank dafür.
Ja wenn ich sie mir nach und nach durchlese dann, weiss ich wie dumm es ist dass ich mir solche Fragen stellen muss um zu kapieren aber es ist so.

Dumm ist es nicht. Versuch es vielleicht eher als Lernprozess zu sehen. Für mich hatte dieser Lernprozess viel mit erkennen und eingestehen zu tun. Vorher war es mir nicht möglich, etwas zu ändern. Ich musste erstmal erkennen, was ich da eigentlich mache, und vor mir selbst zugeben, dass ich mir damit schade und alles nur schlimmer mache. Ich musste begreifen, warum ich es mache und wovor ich wegzulaufen versuche – und mir eingestehen, dass mir kein Suchtmittel dieser Welt helfen wird, die eigentlichen Probleme (die mit zu der Sucht geführt haben) zu lösen. Und: Verstehen, dass ich weder Tabletten noch Alkohol wirklich (!) brauche, sondern mit klarem Kopf viel eher in der Lage bin, an meinen Problemen zu arbeiten und viel mehr Kraft und Stärke aufbringen kann, um das alles auszuhalten und zu bewältigen.


Ich habe in den lezten Wochen immer mal einen Tag gehabt wo ich so gut wie nichts getrunken hab meistens wenn ich Notfallprogramm hab ich muss es nur noch schaffen dies auf andre Tage zu übertragen und dann mit dem Nur-heute-Gedanke kombinieren überlege ich in dem Moment und sage es auch laut. Laut aussprechen würde auch dazu beitragen sich besser zu erinnern.

Das eine mit dem anderen zu kombinieren, ist eine gute Idee. Und ja: Sprich es ruhig laut aus, wenn es Dir hilft. Mir hat es auch geholfen, es auszusprechen oder es jeden Tag aufzuschreiben und mir auch einfach ein bisschen Zeit dafür zu nehmen. Es hat mir geholfen, meine Gedanken mehr auf den Moment zu fokussieren und mir bewusst zu machen, dass es nur um das Heute geht, nur um 24 Stunden. Und ich habe schnell gemerkt, dass 24 Stunden durchaus machbar sind. Und dann nochmal 24 Stunden. Und nochmal.


Liebe Grüße an Dich. Ich freue mich darauf, wieder von Dir zu lesen!

Ina
 
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #18 am: 13 Juli 2022, 21:53:27 »

Danke Ina für die freundlichen Worte weil ich freute mich dadrüber gelesen zu werden und so genau.
Aber ich bin nicht stark oder jetzt nicht ich bemühe mich aber ich schaffe es einfach nicht. Es tut mir immernoch richtig weh dass sie nicht mehr da ist und besonders auch das Wissen dass sie nie mehr zurückkommen wird. Dann zweifle ich an mir und an dem Was wir besprochen haben in dem Fall dass es soweit kommt wie es jetzt ist aber ich habe keine Kraft dafür weil ich mich inm meinem Weinen verfangen habe und nicht so einfach herauskommen kann. Ich bemitleide mich was nicht gut ist das ist genau das, was Sandra immer sagte was Gift ist für den Entzug und ich muss sehr extrem aufpassen das ich mich fernhalte von allem Was mich für einen Rückfall verführen könnte. Das scahffe ich weil ich seit 3 Wochen kaum mein Zimmer verlasse. Maximal zum Lebensmittel kaufen wenn ich dran bin. Ich habe mir überlegt dass ein Leben mit Onlinegaming und Internetsuchen und Ebooks auch ganz gut ist aber das ist es eigentlich nicht weil ich nicht mehr ich bin und das habe ich aber verdrängt und das ist das was ich häte vermeiden sollen was wir besprochen haben aber es für mich einfacher als zu Handeln und neue Wege zu gehen ich habe das versucht aber nicht geschafft und ich habe keine Zeit mehrere Monate auf Therapiestart zu warten ich habe keine Zeit meine Entzugsphase in der ich mich befinde zu utnerbrechen weil es keinen freien Platz gibt und ich möchte nicht in eine Klinik gehen in der ich nur ruhig gestellt werde. ABer das werde ich wohl müssen sonst werde ich in wenigen Tagen einen Rückfall haben schätze ich denn es geth mir nicht gut das merke ich und so denke ich schon und ich werde darum morgen oder Freitag bei dem Träger anrufen, bei dem Sandra gearbeitet hat damit sie mir helfen an eine Möglichkeit zu kommen bald nicht erst in Monaten oso egal wie irgendwie nur rückfällig möchte ich nicht mehr werden ich habe Angst davor dass ich es nie schaffen kann und ohne Hilfe sehe ich es für mich so kommen dass es so wird.

Ich möchte lieber nächstes Mal auf deine Antwort eingehen mir fehlt die Kraft dafür weil ich keinen Guten Tag hatte und die letzten Tage auch so waren. Ich bin richtig depri habe nicht geschlafen und bin drüber in allem könnte den ganzen Tag weinen es würde funktionieren auch wenn ich nichts getrunken oder eingenommen habe schaffte ich es garantiert.
Weisst du sie sie fehlt mir sehr und ich komme nicht wirklich gut ohne ihre Hillfe klar weil ich träume wieder von Alkohol und auch auf Drogen zu sein und wenn ich dann aufschrecke weiss ich nicht mehr ob ich wirklich nichts eingenommen oder getrunken habe das macht mich wahnsinnig und ich hauche in meine Hände ob ich nach Alkohol stinke am liebsten würde ich einen Alkotest machen um Sicher gehen zu können dass ich nur geträumt habe. Ich hasse solche Träume sie machen mich verrrückt. So das habe ich länger nicht mehr ich dachte ich hätte das überstanden und jetzt kommen wieder diese dummen Träume.
Ich habe mich fest bemüht das was Sandra und ich besprochen hatten umzusetzen aber ich bin seit der Nachricht wie gelähmt und bekomme nichts wirklich gut auf die Reihe obwhol es sich für mich ganz einfach angedacht hatte und richtig auch vorgenommen habe.
Wenn es einen Himmel gibt und sie mich jetzt so jämmerlich sehen könnte würde sie mich massregeln denn Schwäche war nichts mit dem sie arbeiten konnte. Das Schöne dann war immer dass, sie es ernst meinte aber nie böse wurde im Tonfall und das mochte ich sehr an ihr.

Ich war in dem Chat von hier ein paar mal und wollte für mich frische Gedanken bekommen und Tipps sowas und habe gefragt ob viele auch im Forum sind und es war Niemand da der es war was ich sehr schade fand denn so kann man sich nicht so gut austauschen ausser man ist schon lange nur im Chat dabei und kennt sich. Naja ich bin auch null nicht gut angekommen mit meinem Thema Alkoholsucht. Ein User hat was geschrieben ob ich keine Gruppe hätte und da hatte ich sie ja noch meine guten Gedanken aber das hat dann alles nicht so weiter funktioniert als gedacht. Aber das ist schon so OK, weil damit kann ich umgehen das kann immer sein dass andere Menschen damit einfach keine Berührung haben was gut ist denn Wer will freiwillig schon Alkoholiker sein. War für mich ein Versuch und jetzt weis ich dass ich nicht mehr hingehe weil es mir nichts bringt oder eben in dem Modus in dem ich mich befinde jetzt noch nichts bringt. Der Gastzugang ist ohnehin nicht immer möglich aber es war gut das ich diese Erfahrung mache weil das Leben kein Ponyhof oder LiLalaunebär ist. Das sind wichtige Erfahrungen die ich für mich machen muss schätze ich. Ich werde das schaffen nur benötige ich etwas Zeit für mich noch um es anzugehen aber ich darf es nicht zu lange liegen lassen denn das tue ich schon und ich muss jetzt was tun.
Ich muss aus diesem irgendwann-Modus rauskommen so fühle ich mich auch gar nicht wohl im Gegenteil der Irgendwann-Modus macht mir Angst dass ich es nicht schaffe und zurückfalle und das ist das Schlechteste was geschehen könnte. Darum, ich habe mir in mein Handy für morgen notiert dass ich den Träger anrufe. 11 Uhr ist eine gute Uhrzeit dafür.

Glück. Sara
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Ina

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #19 am: 15 Juli 2022, 01:33:55 »

 
Schön, dass Du Dich gemeldet hast, liebe Sara!

Ich bemitleide mich was nicht gut ist das ist genau das, was Sandra immer sagte was Gift ist für den Entzug

Damit hatte Sandra definitiv recht! Selbstmitleid ist für Dein Vorhaben kontraproduktiv und hindert Dich daran, Dir selbst so weit zu vertrauen, dass Du weitergehen kannst. Das soll natürlich nicht heißen, dass Du nicht traurig oder verzweifelt sein „darfst“! Diese Gefühle gehören schließlich auch dazu und dürfen Raum einnehmen. Wichtig ist nur, dass Du Dich nicht zu sehr in diesen Gefühlen „vergräbst“, sondern den Blick auch wieder in andere Richtungen schweifen lässt. Du hast ein Ziel – und um dieses zu erreichen, ist es sicher förderlich, Dich auch auf Deine Stärken zu konzentrieren und den Dingen, die GUT laufen, ausreichend Beachtung zu schenken. Und wenn es gerade nichts Gutes gibt, wirst Du etwas dafür tun können, dass es bald wieder etwas gibt! Man kann sich auch an kleinen Dingen festhalten und „nach oben ziehen“.


ich muss sehr extrem aufpassen das ich mich fernhalte von allem Was mich für einen Rückfall verführen könnte. Das scahffe ich weil ich seit 3 Wochen kaum mein Zimmer verlasse.

Tut Dir das denn gut? Versinkst Du dabei nicht viel zu sehr in den negativen Gedanken und Ängsten und gerätst mehr und mehr in eine Abwärtsspirale? Es ist ja nicht jeder Mensch gleich und jeder hat auch unterschiedliche Bedürfnisse und Präferenzen, aber das...

Ich habe mir überlegt dass ein Leben mit Onlinegaming und Internetsuchen und Ebooks auch ganz gut ist aber das ist es eigentlich nicht weil ich nicht mehr ich bin

...klingt nach einem sehr einseitigen und einsamen Leben, in dem es auf lange Sicht sehr schwer ist, etwas zu verändern. Begibt man sich aus Verzweiflung in die Isolation, ist das eher ein Weg IN die Depression als aus ihr heraus. Vielleicht hast Du eine solche Phase aber auch gebraucht, um mit Deiner Trauer zurechtzukommen. Dann ist das völlig in Ordnung, finde ich! Lass es nur nicht zum Dauerzustand werden, ja? Ich glaube, damit würdest Du Dir keinen Gefallen tun.


Ich habe mich fest bemüht das was Sandra und ich besprochen hatten umzusetzen aber ich bin seit der Nachricht wie gelähmt und bekomme nichts wirklich gut auf die Reihe obwhol es sich für mich ganz einfach angedacht hatte und richtig auch vorgenommen habe.

So einen emotionalen Einbruch, der Dir den Alltag erschwert, halte ich in der aktuellen Situation ehrlich gesagt für ziemlich normal. Es steht Deinem Vorhaben zwar irgendwie im Wege, aber was passiert ist, lässt sich leider nicht ändern – und somit darfst und solltest Du Dir auch zugestehen, jetzt (erstmal) nicht einfach ganz „normal“ weitermachen zu können wie vorher. Deine Trauer braucht auch ihren Platz! Du musst dabei nur gut auf Dich aufpassen, damit Du Dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.

Hast Du Dir das, was Sandra mit Dir besprochen hat, eigentlich aufgeschrieben? Vielleicht wäre es ganz gut, damit Du es Dir immer mal wieder durchlesen und Dir in Erinnerung rufen kannst.


Ich muss aus diesem irgendwann-Modus rauskommen

Das ist ein ganz wichtiger und entscheidender Satz!


Zusätzlich zu diesem Beitrag werde ich Dir gleich noch eine PN schreiben.
 
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #20 am: 26 Juli 2022, 21:29:06 »

Den Termin habe ich wahrgenommen.
Es war nicht leicht aber es ging irgendwie schon.
Der Therapeut! ist ein Mann und tut als wären wir die besten Freunde ever... Der ist wie ein Elefant im Porzellanladen. Ich arrangiere mich so gut es geht aber muss mich dafür stark überwinden weil ich ihn als Person nicht mag.

Ja ich halte mich an den kleinen Dingen fest, die wir beide besprochen hatten und die ich für mich gut fand so wie sie es mir geraten hat dass ich es tun sollte. Nur was ich selbst gut finde und annehmen kann bringt auch was ...

Ja ich versinke darin. Manchmal hilft es mir meine negativsten Gedanken aufzuschreiben für den MOment weil ich es auch so gedacht habe und dann wie heute denke ich mir beim Nachlesen dass es gut war, dass ich mich nicht habe hängen lassen und es geschafft habe, dank deine Idee Ina.

Mein Leben ist ein 'Ponyhof' wie hier ein super Beitrag geschrieben wird ich finde das spannenden und so treffend formuliert es passt einfach immer so auch zu mir. Ich mag nichtmal Pferde gerne weil ich Angst vor diesen Tieren habe.

Habe alles notiert des Notfallplans und Sandra hat es durchgelesen und kontrolliert damit ich alles notiert habe und nichts vergessen ist. Es war ihr wichtig.

Manchmal ist dieser 'Irgendwann-Modus' so herrlich gemütlich...

Es ist nicht gerecht diesen Beitrag zu schreiben überlege ich mir weil ich Gedanken auslösen würde die für manche, Menschen nicht gut sind aber ich möchte mich ja, auch nicht abhängig machen oder mich aufdrängen weil ich weiss dass, ich die Erwartungen vermutlich nicht einhalten kann nicht erfüllen kann weil ich nur ich bin und mich nicht aus meiner Seele herauswinden kann.
Sandra wüsste jetzt was ich schreiben sollte aber sie ist nicht mehr da, ich hasse Gott dafür, dass er solche Menschen viel zu früh sterben lässt und so vielen anderen Menschen damit Schmerzen zufügt. Ob er weiss, was das ist? Schmerzen..
Nein ich frage es nicht wirklich.

Ich bin heute ziemlich niedergeschlagen und möchte mich dafür entschuldigen.
Nacht, Sara
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Poly

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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #21 am: 06 August 2022, 14:57:35 »

In der Therapiestunde wurde ich gefragt ob ich mir vorstellen kann besser einmal in ein Klinik zugehen um, effektiver zu sein um, trocken und clean zu sein, um es zu bleiben. Sandra und ich haben darüber gesprochen, aber eine Klinik wollte ich da noch nicht gehen, ich hoffte auf ihre Unterstützung jetzt überlege ich es mir weil ich den Therapeut wieder nicht gut fand und sehe mir Rezessionen zu verschiedene Kliniken an, das tue ich heute seit vielen Stunden.
Ich werde mich erkundigen was nötig ist für ein Klinikaufenthalt.
Warum kann der neue Therapeut mir in der zweiten Stunde diese Frage stellen? Ich überlege mir auch wie das möglich ist und finde aber keinen Grund und ich mache mir viele Gedanken darum.
So, also das ist es was mich gerade sehr beschäftigt und auch manches gelesene Rezession.

Viele Grüsse sendet Sara
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Re: Poly sagt Hi
« Antwort #22 am: 06 August 2022, 23:17:17 »

 
Manchmal hilft es mir meine negativsten Gedanken aufzuschreiben für den MOment weil ich es auch so gedacht habe und dann wie heute denke ich mir beim Nachlesen dass es gut war, dass ich mich nicht habe hängen lassen

Ja, es kann guttun und für den Moment entlastend sein, einfach alles aufzuschreiben, egal wie negativ oder traurig es ist. Aber was ist mit den positiven Dingen? Die könntest Du ebenso aufschreiben, um sie Dir nachhaltig zu verinnerlichen.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei der „Bekämpfung“ einer Sucht nicht nur wichtig ist, trocken / clean zu bleiben, sondern den Fokus generell wieder mehr auf die positiven Aspekte zu lenken und dafür zu sorgen, dass das Wohlbefinden insgesamt gesteigert wird. Denn wenn „alles doof“ ist, ist es viel schwieriger, Deine guten Vorsätze hinsichtlich des Trinkens einzuhalten und diesem ständigen Kampf standzuhalten. Wenn Du aber merkst, dass sich Dein Leben in eine positive Richtung entwickelt, Du Dich besser fühlst, Freude empfinden kannst und die schönen Dinge in Deinem Leben wiederentdeckst, wird es Dir leichter fallen, weil Du eine Menge Gründe findest, für die es sich lohnt.

Das körperliche Wohlbefinden spielt da schon eine wichtige Rolle, denke ich. Regelmäßig Bewegung, gesunde Ernährung, guter Schlaf – das sind Punkte, die dazu beitragen, dass es Dir körperlich besser geht.

Das seelische Wohlbefinden ist natürlich ebenso wichtig. Achtsam und aufmerksam sein, die kleinen, schönen Momente wahrnehmen und zu schätzen wissen, aktiv dafür sorgen, dass Du Positives erlebst, irgendwann Fortschritte erkennen und kleine Erfolgserlebnisse haben.

Die Schleife des Negativen und Eintönigen muss durchbrochen werden. Aus der Abwärtsspirale muss eine Aufwärtsspirale werden.


[...] und sehe mir Rezessionen zu verschiedene Kliniken an, das tue ich heute seit vielen Stunden.
Ich werde mich erkundigen was nötig ist für ein Klinikaufenthalt.

Gut, dass Du das machst! Schaden würde ein Klinikaufenthalt wohl eher nicht. Im Grunde hast Du doch nichts zu verlieren, liebe Sara...
 
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